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Sicher verkaufen auf Willhaben, Shpock & Co

Gepostet am 21.12.2021 von Watchlist Internet

Sie möchten ungenutzte Gegenstände weiterverkaufen? Mit Plattformen wie willhaben, shpock oder Facebook haben Sie zahlreiche Möglichkeiten, alte Möbel, vernachlässigte Sportausrüstung oder Elektrogeräte an den Mann oder die Frau zu bringen. Dabei gibt es aber einiges zu beachten! Wir zeigen Ihnen, wie Sie sicher über Kleinanzeigenplattformen verkaufen.

In der Regel gestaltet sich der Verkauf über Kleinanzeigenplattformen unkompliziert: KäuferInnen freuen sich über die Ware und Sie haben sich ein kleines Taschengeld dazu verdient. Gerät Ihre Anzeige jedoch ins Visier von Kriminellen, verlieren Sie womöglich Ihre Ware und Ihr Geld! Lesen Sie hier, wie Sie sich vor Betrug auf willhaben, shpock und Co schützen.

Unseriöse KäuferInnen erkennen

Haben Sie teure Gegenstände inseriert? Dann sind Sie für Kriminelle besonders interessant. Damit sich die Betrugsmasche lohnt, versuchen BetrügerInnen ihr Glück vor allem bei hochpreisigen Gegenständen. Betrügerische KäuferInnen erkennen Sie aber an der Art der Kommunikation:

  • Betrügerische KäuferInnen kommunizieren nicht über die Plattform: Verkaufsgespräche finden auf WhatsApp, per SMS oder telefonisch statt
  • KäuferIn wirkt unkompliziert: der Preis wird ohne Verhandeln akzeptiert
  • KäuferIn befindet sich im Ausland und kann die Ware nicht abholen
  • KäuferIn organisiert die Versendung und Bezahlung des Produktes über Dienste, die Ihnen bisher unbekannt waren: z. B. über Botendienste von DHL oder die Post, unbekannten Speditionen oder Vermittlungs- und Zahlungsdienstleister.

Tipp:

Auf manchen Plattformen können Sie betrügerische NutzerInnen melden und blockieren.

Drei gängige Betrugsmaschen

Ein zentrales Merkmal dieser Betrugsmaschen ist, dass die potenziellen KäuferInnen gerade im Ausland sind. Sie schlagen aber vor, die Zahlung und Versendung der Ware über spezielle Dienstleistungen zu organisieren: Vorsichtig dahinter steckt Betrug!

Der DHL-Trick

Beim DHL-Trick schlagen die betrügerischen KäuferInnen vor, die Zahlung und Abholung über DHL abzuwickeln. Sie behaupten, dies sei eine neue Leistung von DHL, um beiden Parteien eine sichere Abwicklung zu ermöglichen. In Wahrheit gibt es diese Dienstleistung aber gar nicht! Die betrügerischen KäuferInnen geben sich selbst als DHL aus und versuchen über echt wirkende Kommunikation an Ihr Geld zu kommen. Die Zahlungsbestätigungen, die Sie erhalten, sind gefälscht. Mehr über diese Betrugsmasche lesen Sie hier.

Tipp:

Zahlungseingänge immer am Bankkonto kontrollieren.

Post-Kurier

Potenzielle KäuferInnen befinden sich gerade im Ausland oder sind an Covid-19 erkrankt. Eine Abholung sei daher nicht möglich. Sie schlagen die Abwicklung des Kaufes über einen Kurierdienst der Post vor. Achtung: Die Post bietet eine solche Dienstleistung gar nicht an. Webseiten über diese vermeintliche Dienstleistung sind gefälscht! Hier erfahren Sie mehr über diese Betrugsmasche.

Tipp:

Seien Sie misstrauisch, wenn KäuferInnen von einer angeblich neuen Dienstleistung zur sicheren Abwicklung von Kleinanzeigenkäufen berichten! Auch wenn bekannte Unternehmen wie die Post, PayPal oder DHL als Dienstleister genannt werden, empfehlen wir eine gute Portion Skepsis.

Abwicklung über eine erfundene Spedition

Auch bei dieser Betrugsmasche ist eine persönliche Abholung nicht möglich. Der betrügerische Käufer/ die betrügerische Käuferin schlägt stattdessen vor, die Abholung über eine Spedition oder über eine Reederei abzuwickeln. Stimmen Sie zu, meldet sich diese vermeintliche Spedition und erklärt, dass Sie Gebühren oder eine Art Versicherung bezahlen müssen. Nur wenn Sie diese bezahlen, kann der Transport stattfinden. In manchen Fällen schaltet sich eine – ebenfalls erfundene – Bank ein und schickt eine Bestätigung darüber, dass der Käufer/ die Käuferin das Geld (inklusive der Kosten für die Spedition) überwiesen hat. Achtung: Sowohl die Spedition als auch die Bank sind gefälscht! Hier können Sie den genauen Ablauf dieser Betrugsmasche nachlesen.

Tipp:

Viele VerkäuferInnen, die sich zunächst auf diese Abwicklung einlassen, bemerken noch frühzeitig, dass es sich um Betrug handelt. Die Kriminellen versuchen sie weiterhin von diesem Vorgehen zu überzeugen. Meist mit Drohungen und gefälschten Mahnungen. Ignorieren Sie diese und brechen Sie den Kontakt ab!

Weitere Betrugsmaschen auf Kleinanzeigenplattformen können Sie hier nachlesen.

5 Tipps zum sicheren Verkaufen über Kleinanzeigenplattformen

  • Immer über das Nachrichtenportal der Plattform kommunizieren
  • Verkäufe ins Ausland vermeiden
  • Niemals Geld überweisen, auch nicht, wenn Sie es angeblich zurückbekommen oder es über einen „seriösen“ Zwischenvermittler verwaltet wird
  • Zahlungsbestätigungen genau kontrollieren und Zahlungseingänge immer am Bankkonto checken
  • Ware abholen lassen und Geld in Bar entgegennehmen

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