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Jahresrückblick: Das hat uns 2019 beschäftigt!

Gepostet am 31.12.2019 von Watchlist Internet

Auch 2019 gingen wieder tausende Nachrichten der Leserinnen und Leser zu aktuellen Internet-Fallen an die Watchlist Internet. Neben über 2800 Fake-Shops und Markenfälschern, die 2019 auf die Liste betrügerischer Online-Shops aufgenommen wurden, tauchten auch einige neue Betrugsmaschen auf. Zusätzlich wandten die Kriminellen auch dieses Jahr wieder altbekannte Tricks an. Ein positives Highlight stellte die Watchlist Internet App fürs Smartphone dar!

Ein spannendes Jahr 2019 geht zu Ende und passend dazu möchten wir nochmals vor den häufigsten und gefährlichsten Betrugsmaschen warnen. Außerdem möchten wir uns bei Ihnen und allen anderen Leserinnen und Lesern für die zahlreichen Meldungen bedanken!

Fake-Shops

Betrügerische Online-Shops beschäftigen die Watchlist Internet seit Jahren. Mit fast 3000 neuen Einträgen auf unserer Liste betrügerischer Online-Shops war diese Betrugsmasche heuer aber besonders auffällig. Bei Fake-Shops erfolgt die Zahlung meist im Voraus, eine Lieferung erfolgt nie. Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn die Websites gleichen optisch vielen seriösen Online-Shops. Bei Markenfälscher-Shops bezahlen Sie in den meisten Fällen per Kreditkarte, manchmal mit PayPal und erhalten in der Regel sogar Ware. Diese entspricht aber nicht der Bestellung. Eine Reklamation ist bei beiden Betrugsarten meist zwecklos und Geld kann nur in Ausnahmefällen über Ihre Bank oder den Bezahldienst zurückgeholt werden.

Achten Sie also immer darauf, dass Sie wissen, wer hinter der Website steckt. Suchen Sie nach Bewertungen, achten Sie auf überprüfbare Zertifizierungen und nutzen Sie sichere Zahlungsarten.

Abo-Fallen

Auch Abo-Fallen wurden uns 2019 in Massen gemeldet. Hierbei sind zwei Arten der Abo-Fallen zu unterscheiden:

  1. Automatische Kreditkartenabbuchungen: Hier versuchen die Kriminellen, Sie mit kostenlosen Smartphones oder anderen Preisen zur Eingabe Ihrer Kreditkartendaten zu bringen. Ganz unbemerkt zahlen Sie so nicht nur für den Versand der vermeintlichen Geschenke, sondern rutschen in ein teures Abo, für das Sie monatlich bis zu 90 Euro bezahlen. Das versprochene Smartphone bekommen Sie nie.
  2. Rechnungen, Mahnungen & Inkassoschreiben: Bei dieser Betrugsmasche, werden Sie mit kostenlosen Dienstleistungen zu einer Anmeldung gedrängt. Die Daten werden anschließend missbraucht, um Ihnen Drohungen und Zahlungsaufforderungen zu schicken. Das prominenteste Beispiel sind hier die betrügerischen Streaming-Plattformen. Auch auf betrügerischen Urlaubs-Portalen kommt diese Betrugsart momentan zum Einsatz.

Betrügerische Umfrage-Plattformen

Eine besonders perfide Masche versteckt sich hinter vermeintlichen Umfrageplattformen oder Marktforschungsportalen. Hier locken die VerbrecherInnen mit einfachem Zusatzeinkommen durch die Teilnahme an Umfragen. Die Anmeldung mit der Übermittlung Ihrer Ausweisdokumente und die erste Aufgabe führen aber nicht zum erwarteten finanziellen Gewinn. Stattdessen eröffnen Sie ein Bankkonto in Ihrem Namen, dass anschließend den Kriminellen zur Verfügung steht. So kann in Ihrem Namen Geldwäsche betrieben werden. Das macht eine polizeiliche Anzeige und schnelle Kontaktaufnahme zu den Banken unausweichlich.

Damit solche Betrugsmaschen von Anfang an unmöglich sind, empfehlen wir, Ausweiskopien mit Wasserzeichen zu versehen.

Gefährliche Investment-Portale

Besonders tragische Betrugsfälle wurden uns 2019 im Zusammenhang mit betrügerischen Investments bekannt. Die Kriminellen nützen dabei häufig die Gesichter prominenter Personen, um die betrügerischen Plattformen zu bewerben. Nach einer ersten Anmeldung werden Sie ständig angerufen und zu weiteren Einzahlungen gedrängt. Gleichzeitig spielt man Ihnen unglaubliche Gewinne vor, die Sie in Ihrem Profil selbst mitverfolgen können. Tatsächlich fließt das Geld aber direkt in die Taschen der VerbrecherInnen und Auszahlungen sind nicht möglich. Die Schadenssummen reichen hier von knapp 250 Euro bis hin zu 200.000 Euro. In beinahe allen uns gemeldeten Fällen, war eine Rückholung des Geldes unmöglich.

Betrügerische Amazon-Marketplace-Angebote

Amazon genießt ein hohes Vertrauen bei den meisten KundInnen und das machen sich auch Kriminelle zu nutze. Sie übernehmen die Konten seriöser HändlerInnen oder erstellen selbst neue Profile am Marketplace. Anschließend locken sie mit günstigen Angeboten zu einem schnellen Kauf. Achtung: Im nächsten Schritt versucht man, Sie zu einer Zahlung per Überweisung zu bringen. Dem dürfen Sie niemals zustimmen, denn sämtliche Käufe auf Amazon müssen auch über Amazon bezahlt werden. Extern durchgeführte Zahlungen sind verloren und die Produkte werden nie geliefert.

Die Watchlist Internet App!

Seit September können Sie sämtliche Warnungen inklusive Push-Benachrichtigungen auch am Smartphone über unsere Watchlist Internet App abrufen. Außerdem stehen Ihnen hier alle Listen betrügerischer Online-Shops, Streaming-Plattformen und Immobilien-Portale sowie unsere Meldefunktion zur Verfügung. Alle Infos zur Installation finden Sie hier oder direkt in Apples App Store oder Googles Play Store.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

(Die Watchlist Internet bedankt sich recht herzlich bei allen Leserinnen und Lesern für die zahlreichen Meldungen zu aktuellen Betrugsmaschen. Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr und sicheres Surfen im Internet!)

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