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Vorsicht bei angeblichen Gewinnspielen von Magenta, A1, Drei oder Liwest

Gepostet am 19.11.2019 von Watchlist Internet

Aktuell verbreiten Kriminelle über unterschiedliche Kanäle Fake-Gewinnspiele. Sie werden entweder per E-Mail, SMS oder mittels Pop-Up im Browser benachrichtigt, dass Sie angeblich ein Smartphone gewonnen haben. Um den Gewinn zu erhalten, muss nur eine kurze Umfrage beantwortet und ein kleiner Geldbetrag für den Versand bezahlt werden. Vorsicht: Es handelt sich um eine Abo-Falle.

Freuen Sie sich nicht zu früh, wenn Sie von Drei, Magenta, Liwest, A1 oder die Salzburg AG über einen angeblichen Gewinn benachrichtigt werden. Kriminelle geben sich als ein bekanntes Unternehmen aus und täuschen einen Gewinn vor, um Sie in eine Abo-Falle zu locken. Haben Sie Ihre Kreditkartendaten angegeben, buchen Kriminelle Monat für Monat bis zu 100 Euro ab!

Was steckt hinter diesem Gewinnspiel?

Kriminelle versuchen, Sie mit einem Gewinnversprechen in eine Abo-Falle zu locken. Die Betrugsmasche funktioniert folgendermaßen:

  1. Sie werden per E-Mail, SMS oder Pop-Up auf einer Website über einen Gewinn benachrichtigt.
  2. Sie müssen einem Link folgen.
  3. Sie gelangen zu einer kurzen Umfrage. Als Dankeschön erhalten Sie den Gewinn.
  4. Sie wählen Ihren Gewinn aus und bezahlen 1-3 Euro für den Versand per Kreditkarte.
  5. Im Kleingedruckten steht jedoch, dass Sie mit der Bezahlung ein Abo abschließen.
  6. Dieses Abo kostet Sie 85 Euro.
  7. Sie erhalten KEINEN Gewinn

Wie erkennen ich ein gefälschtes Gewinnspiel?

Werden Sie per E-Mail oder SMS von namenhafte Unternehmen wie A1, Post, Cineplexx, Billa oder Magenta über einen Gewinn informiert, fragen Sie sich zuerst, ob Sie überhaupt bei einem Gewinnspiel teilgenommen und Ihre E-Mail-Adresse bzw. Telefonnummer bekanntgegeben haben. Sie können sich nämlich sicher sein, dass Unternehmen nur Personen bei einer Verlosung berücksichtigen, die sich auch aktiv für ein Gewinnspiel registriert haben.

Ofmals erkennen Sie einen Fake bereits an Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Sehen Sie sich auch den Link der Website an, denn Sie befinden sich meist nicht auf der echten A1, Drei oder Magenta Seite, sondern auf einem Nachbau, was das Gewinnspiel als Fake entlarvt. Wäre es nämlich tatsächlich von A1, Drei oder Magenta, würden Sie auch auf der echten Unternehmensseite sein!

Sie sind in die Falle getappt?

Teilen Sie dem Anbieter mit, dass Sie keinen Abo-Vertrag abgeschlossen haben und verlangen Sie eine Rückerstattung der abgebuchten Beträge. Einen Hinweis auf Kontaktdaten finden Sie wahrscheinlich in Ihrer Kreditkartenabrechnung. Suchen Sie im Internet das angeführte Unternehmen.

Sollte dies erfolglos bleiben, setzen Sie sich mit Ihrem Kreditkarteninstitut in Verbindung und erklären Ihre Situation. Ersuchen Sie um eine Rückerstattung der abgebuchten Beträge. Beträge, die ohne Ihre Zustimmung abgebucht wurden (z.B. Beträge, auf die beim Kauf nicht ausreichend hingewiesen wurde oder die über den Wert Ihrer Bestellung hinausgehen), sind gemäß § 67 Zahlungsdienstleistungsgesetz 2018 von Ihrem Zahlungsdienstleister zurückzuerstatten. Versuchen Sie auch den Abo-Anbieter für weitere Abbuchungen von Ihrer Kreditkarte zu sperren, sofern dies möglich ist.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei zahlreichen Lesern und Leserinnen für die Meldung der Fake-Gewinnspiele von A1, Drei, Magenta, Liwest und der Salzburg AG.)

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