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So schützen Sie sich effektiv vor Schadsoftware!

Gepostet am 27.09.2019 von Watchlist Internet

Auf dubiosen Websites, in betrügerischen E-Mails oder in scheinbar harmlosen Chat-Nachrichten kann sich Schadsoftware verstecken. Diese verseuchten Dateien dürfen nicht ausgeführt werden, da sie ansonsten das Smartphone, den Computer oder das Netzwerk infizieren. Kriminelle können so beispielsweise sensible Daten auslesen und stehlen, Rechenleistung abzweigen oder ganze Systeme lahmlegen bis eine Kaution bezahlt wird.

Kriminelle versuchen über zahlreiche Wege, Schadsoftware auf fremden Systemen zu installieren. Dies kann unter anderem über Pop-Ups in Ihrem Browser, E-Mail-Anhänge, Download-Links auf Websites und in E-Mails oder Chat-Nachrichten erfolgen. So verschicken die Betrüger/innen beispielsweise Nachrichten mit erfundenen Rechnungen, Bewerbungsschreiben oder sonstigen Anhängen und erfinden einen Vorwand, weshalb eine Einsicht in die Dateien notwendig ist. Oft werden schädliche Programme gar als Sicherheitssoftware getarnt.

Was steckt dahinter?

Es gibt unterschiedlichste Gründe, aus denen Kriminelle Schadsoftware verbreiten:

  • Verschlüsseln von Dateien: Bestimmte Formen von Schadsoftware – sogenannte Ransomware – erlauben es, sämtliche Dateien zu verschlüsseln und unbrauchbar zu machen. Daraufhin können die Verbrecher/innen Geldforderungen zur Freischaltung stellen.
  • Diebstahl sensibler Daten: Durch Spyware können beispielsweise Online-Banking-Daten ausgelesen und anschließend Konten leergeräumt werden.
  • Abzweigen von Rechenleistung: So manche Schadsoftware ermöglicht Kriminellen unter Anderem die Verbreitung illegaler Inhalte über Ihr System oder die Nutzung Ihrer Rechenleistung für diverse Machenschaften.

Weitere Details lesen Sie in Wofür Schadsoftware genutzt werden kann.

Wie schützen Sie sich am besten vor Schadsoftware?

Beherzigen Sie die folgenden Tipps, um sich den großen Ärger zu ersparen, den Schadsoftware mit sich bringen kann und beachten Sie immer: „Erst denken, dann klicken!“:

  • Programme aus unbekannter Quelle vermeiden: Ignorieren Sie Pop-Up-Fenster und Nachrichten, die Sie zur Installation von Programmen aus unbekannter Quelle auffordern. Nutzen Sie möglichst nur die Websites offizieller Hersteller für Software-Downloads.
  • Datei-Anhänge in Nachrichten mit größter Vorsicht öffnen: Führen Sie keine Anhänge aus E-Mails aus, bei denen Sie sich nicht zu 100 Prozent sicher sind, dass diese vertrauenswürdig sind. Deaktivieren Sie Funktionen Ihres Mail-Programms, die dies automatisch tun.
  • Auf Absender/innen-Namen achten: Achten Sie auf die Absende-Mail-Adressen. Oft können Sie hier bereits erkennen, dass Kriminelle hinter einer Nachricht stecken.
  • Systemaktualisierungen durchführen: Halten Sie Ihr Betriebssystem sowohl am Smartphone als auch am Computer immer auf dem laufenden Stand. Gleiches gilt für die installierten Programme und Apps. So sind Sie bestmöglich vor Sicherheitslücken geschützt.
  • Administratoren- und Benutzerkonto trennen: Legen Sie ein Administratorenkonto auf Ihrem Computer an. Im Alltag arbeiten Sie mit dem Benutzerkonto. Für die Installation von Programmen ist somit die Eingabe des Passworts des Administratorenkontos notwendig und eine unbemerkte Installation von Schadsoftware im Hintergrund ist unmöglich.
  • Fire-Wall und Anti-Viren-Programme: Die meisten Betriebssysteme bieten mittlerweile gute integrierte Schutzmaßnahmen, weshalb oft keine zusätzliche Software notwendig ist. Am wichtigsten ist es, sowohl integrierte als auch etwaige zusätzliche Schutzmaßnahmen zu aktivieren und auf dem aktuellen Stand zu halten.
  • Legen Sie umfangreiche Backups an: Legen Sie Backups an, um Schäden durch Schadsoftware-Angriffe möglichst gering zu halten. Ansonsten laufen Sie Gefahr, sämtliche Daten zu verlieren.

Was können Sie als Opfer von Schadsoftware tun?

  • Entfernen Sie die Schadsoftware: Entfernen Sie die bösartigen Programme von Ihren Systemen. Dafür kann eine komplette Neuinstallation notwendig sein. Beachten Sie, dass dabei unter Umständen sämtliche Daten gelöscht werden.
  • Ihr System wurde verschlüsselt? Wenn Ihr Computer verschlüsselt wurde und man nun Geld von Ihnen fordert, raten wir von Zahlungen an die Kriminellen ab, da weder Sicherheit besteht, dass die Daten wieder zugänglich gemacht werden, noch dass die Kriminellen nicht weiterhin Kontrolle über Ihre Systeme haben. Stattdessen empfehlen wir, auf Backups zurückzugreifen.
  • Jemand konnte sensible Daten auslesen? Wenn Sie bemerken, dass jemand sensible Daten auslesen konnte, aktualisieren Sie nach dem Entfernen der Spyware sämtliche Passwörter, die betroffen sein könnten. Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Bank auf, wenn Online-Banking oder Kreditkarteninformationen abgegriffen wurden und besprechen Sie das weitere Vorgehen.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei: Erstatten Sie polizeiliche Anzeige, damit die Behörden darüber Bescheid wissen, dass Sie Opfer einer Schadsoftware-Attacke beziehungsweise eines Datendiebstahls geworden sind, falls Verbrechen in Ihrem Namen ausgeübt werden sollten.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

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