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online seit 11.07.2023

Fake-E-Mail einer EU-Förderung über 850.000 Euro im Umlauf

Aktuell kursiert ein gefälschtes E-Mail über eine EU-Förderung von 850.000 Euro. Der Zuschuss wurde angeblich für Unternehmen, Start-ups und Einzelpersonen mit innovativen Ideen entwickelt. Wer das Geld beantragen will, muss persönliche Daten an eine E-Mail-Adresse senden. Das Angebot ist aber Fake, antworten Sie nicht und verschieben Sie das E-Mail in Ihren Spam-Ordner.

Was steht im gefälschten E-Mail der Europäischen Kommission?

Im E-Mail steht, dass Sie ausgewählt wurden, einen Zuschuss von 850.000 Euro von der Kommission des Europäischen Entwicklungsfonds zu erhalten. Die Förderung können Sie angeblich per E-Mail beantragen. Sie müssen lediglich ein E-Mail an Herrn Lewis Van Graan ([email protected]) mit einigen persönlichen Daten wie Name, Adresse und Telefonnummer senden.

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie ausgewählt wurden, um einen Zuschuss
in Höhe von 850.000 € von der Kommission des Europäischen Entwicklungsfonds zu
erhalten. Herzlichen Glückwunsch! Der Code für Ihren Antrag lautet (EU/SAN/9500/2023).
Um die Mittel zu beantragen, müssen Sie die folgenden Informationen per E-Mail an
unseren Vertreter des Europäischen Entwicklungsfonds, Herrn Lewis Van Graan, senden
([email protected]). Vollständiger Name: E-Mail: Adresse: Alter: Beruf:
Referenzanspruch Code: Telefonnummer: Land.


Dieses Programm wurde von der Agentur der Kommission für den Europäischen
Entwicklungsfonds für Unternehmer, expandierende Unternehmen, Start-ups und
Einzelpersonen mit innovativen Ideen entwickelt und gefördert. Mehr als 2 Millionen
Menschen in ganz Europa haben von dieser Kampagne profitiert.


Alle Zuschüsse müssen bis spätestens 15. August 2023 beantragt werden. Nach diesem
Datum fließt der gesamte Fonds als nicht ausgegebene Mittel an die EU-Schatzkammer
zurück. Vergessen Sie nicht, in allen E-Mails Ihren Referenzantragscode anzugeben.


Grüße
Niklas Behnke
Europäische Kommission
Europäischer Entwicklungsfonds
E-Mail: [email protected]

Nicht antworten, Kriminelle fordern Zahlungen

Antworten Sie nicht auf dieses E-Mail. Verschieben Sie es in Ihren Spam-Ordner. Wenn Sie antworten, fordern die Kriminellen Überweisungen. Angeblich müssen Sie, bevor Sie das Geld bekommen, Steuern oder andere Gebühren übermitteln. Die Geldforderungen werden dann so lange fortgesetzt, bis Sie nicht mehr bereit sind zu überweisen. Außerdem werden die Kriminellen höchstwahrscheinlich auch Ausweiskopien fordern, um diese für weitere Betrugsmaschen in Ihrem Namen zu missbrauchen. 

Info Icon

Verschicken Sie generell keine Ausweiskopie. Wenn es unbedingt notwendig ist, versehen Sie die Kopie mit einem Wasserzeichen, dass das Datum, Empfänger:in und Verwendungszweck beinhaltet. Hier finden Sie Tipps, wie Sie Wasserzeichen erstellen.

Betrügerische Schreiben erkennen
  • Nachricht hinterfragen: Wieso sollte mir jemand Geld anbieten? Ist diese Vorgehensweise üblich? Wie kommen die Absender:innen gerade auf mich? Was habe ich mit den Absender:innen zu tun? Wenn Sie keine vernünftigen Antworten darauf finden, handelt es sich wohl um Betrug. Kriminelle versenden solche Nachrichten nämlich wahllos an unzählige E-Mail-Adressen.

  • Persönliche Daten und Ausweiskopien: Ein Angebot ist betrügerisch, wenn Sie plötzlich Überweisungen tätigen, persönliche Daten und Ausweisdokumente übermitteln müssen.

  • Im Internet suchen: Sie haben ein komisches Gefühl? Suchen Sie die Nachricht oder den Betreff im Internet. Geben Sie Textausschnitte mit dem Zusatz „Scam“, „Betrug“ oder „Fake“ ein. Möglicherweise werden Sie bereits gewarnt. Gerne können Sie uns auch fragwürdige Mails schicken, weil unterstützen Sie bei der Beurteilung!

Sie haben überwiesen? Das können Sie tun:
  • Kontaktieren Sie Ihre Bank. Möglicherweise kann das Geld noch zurückgeholt werden.

  • Erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei.

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