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Zahlreiche Facebook-Seiten bewerben Fernseher um 1,95€

Gepostet am 20.01.2022 von Watchlist Internet

Einen QLED-Fernseher um nur 1,95 Euro? Das versprechen derzeit zahlreiche Facebook-Seiten. Alles was Sie dafür machen müssen, ist an einer kurzen Umfrage teilnehmen. Anschließend sollen Sie noch die Kreditkartendaten eingeben, um 1,95 Euro zu bezahlen und schon wird ein hochwertiger Fernseher zu Ihnen nach Hause geliefert. Wie so oft gilt: Das Angebot ist zu gut, um wahr zu sein. Tatsächlich landen Ihre Kreditkartendaten in den Händen von Kriminellen.

„Verkauf Fernseher“, „Haushaltsgeräte“ oder „Neujahrsverkauf von Geräte“. So heißen die Seiten, die versuchen mit einem günstigen TV-Gerät ihre Opfer anzulocken.

Was versprechen die Facebook-Seiten?

BetrügerInnen erstellen derzeit zahlreiche Seiten auf Facebook - mit dem Ziel an die Kreditkartendaten von Facebook-NutzerInnen zu kommen. Dafür posten sie verlockende Angebote für hochwertige Produkte. Aktuell wird ein QLED-Fernseher für 1,95 Euro angeboten. Mit folgenden Worten versuchen die Betrügerinnen ihre Opfer zu ködern:

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Die BetrügerInnen nutzen bekannte Namen wie Lidl, Amazon oder Walmart und behaupten, dass diese Unternehmen günstige Fernsehgeräte abgeben. Dafür werden teilweise sogar Bilder gepostet, die das beweisen sollen:

Derzeit sind uns folgende betrügerische Facebook-Seiten bekannt:

  • Distributor of Technology
  • Haushaltsgeräte
  • Neujahrsverkauf von Geräte
  • Smeg Kettle
  • Super Discounts from Takealot
  • Super Discounts from the Shop
  • Super Discounts from Walmart
  • Takealot Discounts
  • TV QLED
  • Verkauf Fernseher
  • Weihnachtsverkauf

Wir gehen davon aus, dass noch eine Reihe weiterer betrügerischer Seiten existieren und laufend neue dazukommen.

Fake-Kommentare unter den betrügerischen Beiträgen

Um die Glaubwürdigkeit zusätzlich zu erhöhen, finden sich unter den betrügerischen Beiträgen eine Reihe von Fake-Kommentaren. Dort liest man von glücklichen KundInnen, die sich darüber freuen, den versprochenen Fernseher erhalten zu haben – oftmals wird sogar ein „Beweisbild“ dazu gepostet.

 

Achtung! Diese Kommentare stammen nicht von glücklichen GewinnerInnen, sondern von den BetrügerInnen selbst. BetrügerInnen versuchen immer wieder Zugang zu eigentlich seriösen Facebook-Profilen zu bekommen. Die gekaperten Profile werden missbräuchlich genutzt und sollen dabei helfen, betrügerische Fallen seriös wirken zu lassen. Lassen Sie sich nicht von solchen Fake-Kommentaren täuschen.

 

Was passiert, wenn Sie auf den Link klicken?

In den betrügerischen Postings befindet sich ein Link, der auf eine ebenfalls unseriöse Seite verweist. Diese Seite ähnelt jenen der offiziellen Unternehmens-Webseiten (zum Beispiel von Lidl oder Amazon). Dort sollen Sie eine kurze Umfrage zu Ihrem Einkaufsverhalten ausfüllen. Zum Schluss müssen Sie Ihre persönlichen Daten, inklusive Ihre Kreditkartendaten eingeben.

Der Haken daran: Damit lösen Sie nicht nur die Bezahlung von 1,95 Euro aus, sondern übermitten Ihre Kreditkartendaten direkt an die Kriminellen. Außerdem gehen wir davon aus, dass Sie bei dieser Masche zusätzlich ein ungewolltes Abo abschließen.  

In die Abo-Falle getappt?

Wenn Sie Ihre Daten bereits abgeschickt haben, sollten Sie Ihr Kreditkarteninstitut kontaktieren. Womöglich müssen Sie Ihre Karte sperren lassen. Mehr Informationen dazu, was zu tun ist, wenn Sie in eine Abo-Falle getappt sind, finden Sie in diesem Artikel.

 

Wie können Sie den Betrug erkennen?

Auch wenn die BetrügerInnen mit einigen Tricks versuchen möglichst glaubwürdig zu wirken, können Sie den Betrug leicht selbst erkennen:

  • Überprüfen Sie die Facebook-Seite: Alle genannten Seiten haben einige Alarmsignale gemeinsam. So wurden die Seiten erst vor wenigen Wochen oder gar vor wenigen Tagen erstellt. Der einzige Inhalt der Seiten besteht aus den betrügerischen Postings. Informationen zum dahinterstehenden Unternehmen sucht man vergeblich. Außerdem gibt es auf den Seiten nur wenige Follower – und das obwohl es teilweise bis zu 600 Kommentare unter einem Beitrag gibt.
  • Überprüfen Sie die URL: Wenn Sie auf den Link geklickt haben, sollten Sie nicht leichtfertig Ihre Daten eingeben, sondern die URL überprüfen. Suchen Sie am besten nach dem richtigen Unternehmen und vergleichen Sie genau, was ganz oben in der Adresszeile steht.
  • Wenden Sie sich an den Kundensupport: Wenn Sie sich nach wie vor unsicher sind, kontaktieren Sie den Kundendienst des Unternehmens, das die BetrügerInnen nachahmen. Fragen Sie dort nach, ob die Aktion tatsächlich von ihnen stammt.

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