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Vorsicht vor knuth-kredit.online: Vorschussbetrug statt Kreditvergabe

Gepostet am 07.07.2020 von Watchlist Internet

Die Watchlist Internet erreichen Meldungen verzweifelter KonsumentInnen, die auf ihre Kreditauszahlungen warten. Während die Beantragung eines Kredites auf knuth-kredit.online noch äußerst einfach abläuft, werden anschließend unzählige Gebühren vorab in Rechnung gestellt. So fallen beispielsweise Versicherungs-, Aktivierungs- und Anwaltsgebühren, Kautionen oder sonstige Kosten an. Ein Kredit wird nie ausbezahlt und alle Zahlungen sind verloren.

Auf der Suche nach günstigen Krediten stoßen Sie womöglich auf knuth-kredit.online. Die Website wirkt auf den ersten Blick vertrauenserweckend, doch lassen Sie sich davon nicht hinters Licht führen. Es handelt sich um eine Website Krimineller, die versuchen, Ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Wofür werden Gebühren verlangt?

Die kriminellen BetreiberInnen der Website erfinden unzählige Vorwände für Zahlungen, die die Kreditauszahlung schlussendlich auslösen sollen. Tatsächlich erfolgt diese Auszahlung aber nie und es kommt immer zu weiteren Forderungen. In einem uns gemeldeten Fall zu einem Kredit über ca. 11.000 Euro wurden nacheinander beispielsweise folgende Gebühren verlangt:

  • Versicherungsgebühr: ca. 200 Euro
  • Aktivierungsgebühr: ca. 500 Euro
  • Antigeldwäschegebühr: ca. 800 Euro
  • Kautionshinterlegung: ca. 2.000 Euro
  • Strafzahlung: ca. 400 Euro
  • Neuerliche Aktivierungsgebühr: ca. 700 Euro
  • Neuerliche Antigeldwäschegebühr: ca. 800 Euro

Erst nach Zahlung all dieser Gebühren – Teile davon sollten nach Rückzahlung des Kredites wieder rückerstattet werden – wurde der betroffenen Person klar, dass es hier nie zu einer Auszahlung kommen wird. Statt zu einem 11.000 Euro Kredit kam es dadurch zu einem Schaden von über 5000 Euro.

Sie haben bereits Beträge an die Kriminellen bezahlt?

Sollten Sie im Rahmen einer Vorschussbetrugsmasche wie jener auf knuth-kredit.online bereits Geldbeträge bezahlt haben, so ist es wichtig, dass Sie umgehend jeglichen Kontakt abbrechen und auf keine Nachrichten mehr reagieren. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man Sie durch diverse Versprechungen zu weiteren Zahlungen überzeugt und sich Ihr finanzieller Schaden vergrößert.

In einem weiteren Schritt ist polizeiliche Anzeige notwendig.

Sie können außerdem versuchen, sich bei erst kürzlich vorgenommenen Zahlungen an den gewählten Zahlungsdienstleister bzw. Ihre Bank zu wenden und nach den Möglichkeiten einer Rückholung der Beträge nachzufragen. Die Erfolgsaussichten sind dabei allerdings äußerst gering.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei ihren Leserinnen und Lesern für die Meldungen zu knuth-kredit.online)

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