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Sie warten auf ein Paket? Vorsicht vor dieser betrügerischen E-Mail!

Gepostet am 10.03.2021 von Watchlist Internet

Immer wieder versuchen Kriminelle Sie durch falsche Behauptungen in eine Abo-Falle zu locken oder an Ihre Daten zu kommen. Derzeit melden uns LeserInnen betrügerische E-Mails, in denen behauptet wird, dass ein Paket nicht zugestellt werden kann, da die Adresse fehle. Doch Vorsicht: Es handelt sich um Betrug!

Vielleicht kennen Sie die Situation: Sie haben etwas im Internet bestellt und warten schon länger darauf, dass die Bestellung ankommt. Endlich erhalten Sie eine Benachrichtigung, dass das Paket unterwegs ist, die Adresse jedoch bestätigt werden muss. Sie sind in Eile und erledigen schnell was von Ihnen verlangt wird, damit das Paket endlich zugestellt werden kann. Genau darauf hoffen die BetrügerInnen! Nehmen Sie sich daher die Zeit, um solche E-Mails zu hinterfragen!

Was steht in der betrügerischen E-Mail?

Die E-Mail, die Sie erhalten sieht auf dem ersten Blick seriös aus. Doch schon der zweite Blick, zeigt Ihnen, dass es sich um Betrug handelt. Die E-Mail im Wortlaut:

Betreff: Ihre Sendungsverfolgungsnummer: 650000840689

Von: „Verteilerzentrum“ [email protected]

ADRESSE FEHLT

Um dieses Problem zu beheben, teilen Sie uns bitte eine gültige Adresse mit.

Bestätigen Sie Ihre Adresse

Hello,

wir waren nicht in der Lage, Ihre Adresse zu verifizieren. Um dieses Problem zu beheben, teilen Sie uns bitte eine gültige Adresse mit.

Ihre Sendungsverfolgungsnummer:

650000840689

Wenn wir nicht in der Lage sind, die Verifizierung innerhalb von 48 Stunden abzuschließen, werden alle ausstehenden Bestellungen storniert. Wir haben Ihr Konto vorübergehend gesperrt und Sie werden nicht darauf zugreifen können, bis Sie uns die erforderlichen Informationen zur Verfügung gestellt haben.

We vragen u vriendelijk om geen nieuwe accounts te openen of nieuwe bestellingen te plaatsen totdat deze kwestie is opgelost.

Wenn Sie einen schnellen Blick auf diese E-Mail werfen, fällt als Erstes der Hinweis auf, dass die Adresse für die Lieferung fehlt, aber auch die Sendungsverfolgungsnummer sowie die Worte „48 Stunden abzuschließen“ sind hervorgeheben. Mit diesem Trick versuchen die BetrügerInnen eine Dringlichkeit zu vermitteln und hoffen darauf, dass Sie nicht lang über die E-Mail nachdenken, sondern einfach schnell auf den Button „Bestätigen Sie Ihre Adresse“ klicken.

So erkennen Sie die betrügerische E-Mail

Würden Sie nämlich länger über die E-Mail nachdenken, fallen schnell Unstimmigkeiten auf:

  • Sie werden auf Englisch mit „Hello“ angesprochen. Am Ende des E-Mails wird die Sprache plötzlich auf Niederländisch gewechselt, obwohl die restliche E-Mail auf Deutsch verfasst wurde.
  • Die E-Mail ist unpersönlich, da Sie nicht mir Ihrem Namen angesprochen werden. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass die E-Mail willkürlich an viele verschiedene Menschen geschickt wurde.
  • Es wird nicht klar, von wem diese E-Mail eigentlich stammt und welches Konto gesperrt wurde. In der Adresszeile steht zwar "Verteilerzentrum", allerdings hat die E-Mail-Adresse ([email protected]) nichts damit zu tun.

So erkennen Sie die betrügerische Webseite

Auch wenn Sie - wie gefordert - auf den Link klicken, um Ihre Adresse zu bestätigen, gibt es einige Hinweise, die Ihnen zeigen, dass es sich um Betrug handelt.

Die Webadresse lautet c.liebedating.com - auch das hat nichts mit einem Verteilerzentrum zu tun.

Klicken Sie weiter auf „Bestellinformationen“, wird Ihnen der vermeintliche „Tracking-Verlauf“ angezeigt und es heißt plötzlich, dass es ausstehende Versandkosten gibt.

Als nächstes werden Sie gebeten, Fragen zur Lieferung zu beantworten – zum Beispiel, wann das Paket geliefert werden soll. Anschließend erscheint wieder eine schlechte Nachricht: Es fehlen Informationen und es gibt ausstehende Versandkosten.

Schließlich kommen Sie zu einem Formular: Dort sollen Sie zuerst Angaben zu Ihrer Person machen und anschließend Ihre Kreditkartendaten ausfüllen.

Spätestens hier sollten die Alarmglocken läuten: Werden zusätzliche Gebühren per Kreditkarte verlangt, können Sie von Betrug ausgehen. Die Daten landen dann direkt in den Händen der BetrügerInnen! Wenn Sie Ihre Daten eingegeben haben, informieren Sie Ihr Kreditkarteninstitut, um ungerechtfertigte Buchungen zu verhindern.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

(Die Watchlist Internet bedankt sich für die zahlreichen Meldungen der betrügerischen E-Mail.)

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