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Keine Identitätsbestätigung bei Amazon erforderlich

Gepostet am 28.12.2017 von Watchlist Internet

In einem gefälschten Amazon-Schreiben ist davon die Rede, dass Kund/innen ihre Identität bei dem Händler bestätigen müssen. Tun sie das nicht, sperrt er angeblich ihr Nutzerkonto. Empfänger/innen können die Nachricht ignorieren, denn sie stammt von Kriminellen. Diese wollen mit dem erfundenen Vorwand fremde Zugangsdaten stehlen.

Kriminelle versenden gefälschte Unternehmens-Nachrichten. Darin nennen sie einen Grund, der es notwendig macht, dass Kund/innen eine Website aufrufen und persönliche Daten bekannt geben sollen. Empfänger/innen, die das betrügerische Schreiben nicht erkennen und den Anweisungen folgen, übermitteln sensible Informationen an die Verbrecher/innen. Dadurch können diese auf das fremde Konto ihres Opfers zugreifen und Schaden verursachen.

Gefälschte Amazon-Nachricht: Wichtige Kundenmitteilung

In einer gefälschten Amazon-E-Mail, die von Kriminellen stammt, heißt es, dass Empfänger/innen ihre Identität bestätigen müssen, damit der Händler die „Rechtmäßigkeit Ihres Kontos sicherstellen“ und damit die Sicherheit seines Angebots erhöhen kann:

Betreff: Wichtige Kundenmitteilung

amazon.de Identitätsbestätigung erforderlich

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

für Ihren Schutz führen wir regelmäßige, zufällige Bestätigungen unserer Kundenkonten durch.
Mithilfe dieser Kontrollen beugen wir möglichen Fällen von Missbrauch vor und erhöhen zusätzlich die Sicherheit unserer Kunden.

Wir bitten Sie daher, sich als Inhaber Ihres Nutzerkontos zu identifizieren und uns dabei zu unterstützen, die Rechtmäßigkeit Ihres Kontos sicherstellen zu können.
Ist es nicht möglich, Sie als Inhaber zu bestätigen, wird das Nutzerkonto aus Sicherheitsgründen gesperrt, um einen möglichen Missbrauch durch Dritte zu verhindern.

Jetzt Identität bestätigen

Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass es sich hierbei lediglich um eine Präventivmaßnahme handelt, um zukünftig eine erhöhte Sicherheit für Sie und Ihre persönlichen Daten gewährleisten zu können.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Service Team

Das betrügerische Schreiben orientiert sich am Auftritt von Amazon. Deshalb können es Empfänger/innen auf den ersten Blick für echt halten:

Wie geht es weiter?

Kund/innen, die nicht erkennen, dass das angebliche Amazon-Schreiben gefälscht ist und ihre Identität bestätigen wollen, gelangen auf eine fremde Website. Sie imitiert den Internet-Auftritt des Händler und fragt persönliche Daten, wie zum Beispiel das Amazon-Passwort oder Kreditkarteninformationen, ab. Besucher/innen, die diese bekannt geben, werden Opfer eines Datendiebstahls. Er versetzt die Kriminellen in die Lage, auf das fremde Konto zuzugreifen, Einkäufe zu tätigen oder Geld zu stehlen.

Woran erkennen Sie das gefälschte Amazon-Schreiben?

Dass das angebliche Amazon-Schreiben nicht echt ist, können Sie unter anderem anhand der nachfolgenden Punkte erkennen:

  • Amazon fordert von Kund/innen niemals per SMS oder E-Mail, dass sie ihre Daten bestätigen. In dem Schreiben der Datendiebe ist jedoch genau das der Fall.
  • Die Anrede der gefälschten Nachricht ist unpersönlich und benennt lediglich die „Sehr geehrte Kundin“ und den „sehr geehrten Kunde(n)“. Seriöse E-Mails schreiben Empfänger/innen direkt mit ihrem Namen an.
  • Wenn Sie mit der Computer-Maus über den Link „Jetzt Identität bestätigen“ fahren, zeigt Ihnen ein Dialogfenster an, welche Website Sie mit einem Klick öffnen. Sie gehört nicht Amazon. 

Wenn Sie in die Falle getappt sind …

Sollten Sie auf das betrügerische Schreiben der Datendiebe hereingefallen sein, rufen Sie umgehend die offizielle Amazon-Website auf. Melden Sie sich in Ihrem Konto an und ändern Sie Ihr Passwort. Nehmen Sie Kontakt mit dem Händler auf und schildern Sie ihm den Vorfall. Besprechen Sie mit ihm das weitere Vorgehen, das notwendig ist, damit Sie keinen Schaden erleiden. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Löschen Sie angebliche Amazon-Nachrichten, die Sie auffordern, auf einer Website persönliche Daten bekannt zu geben. Sie stammen von Kriminellen, die damit Ihre Kunden-Zugangsdaten stehlen wollen!

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung der gefälschten Amazon-Nachricht.)

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