Zum Seiteninhalt

News

Strafbare Arbeit als Finanzverwalter bei der Bitlife GmbH

Gepostet am 12.04.2017 um 09:07 Uhr von Watchlist Internet

Die Bitlife GmbH mit Sitz in Salzburg betreibt die Website bitlife.at. Sie inseriert Stellenausschreibungen für die Position eines Finanzverwalters. Bei dieser Arbeit müssen Interessent/innen ihre Kontodaten bekannt geben und eingehende Zahlungen weiterleiten. Das Geld stammt von Verbrechen. Finanzverwalter machen sich strafbar.

Stellenausschreibung auf bitlife.at

Die Bitlife GmbH gibt ihren Sitz in der Wartelsteinstraße 5, 5020 Salzburg, an. Ein Impressum, das Besucher/innen von bitlife.at darüber informiert, wie sie Kontakt mit der Gesellschaft aufnehmen können, gibt es nicht. Interessent/innen können auf der Website lediglich herausfinden, dass die Gesellschaft eine „Investment Firma (...) (ist), die sich auf Bitcoins spezialisiert.“ Sie sucht Mitarbeiter/innen, die „durch unsere Investitionen profitieren (wollen)“. Arbeitssuchende sollen sich „noch heute bei uns als Finanzverwalter (bewerben). Keine Investition oder Vorkenntnisse nötig!“.

Bewerbung als Finanzverwalter

Wer sich bei der Bitlife GmbH als Finanzverwalter bewirbt, verlässt die Website bitlife.at und gelangt zu einem Google Docs-Formular. Es fragt persönliche Informationen, wie zum Beispiel die E-Mailadresse, den Vor- und Nachnamen, das Geburtsdatum, die Staatsbürgerschaft oder die Wohnadresse von Bewerber/innen ab. Interessent/innen, die die Angaben an die Bitlife GmbH übermitteln, erhalten ohne weiteres Zutun eine Jobzusage und müssen dem Gegenüber ihre Kontodaten bekannt geben.

Strafbare Tätigkeit für die Bitlife GmbH

Die Tätigkeit als Finanzverwalter bei der Bitlife GmbH besteht darin, dass diese von Dritten erhaltenes Geld an andere Personen weiterleiten. Dadurch soll es angeblich zu einem Umtausch von Bargeld in Bitcoins kommen. Die auf dem Konto eingehende Summe stammt jedoch von Verbrechen: Die hinter bitlife.at stehenden Akteure inserieren Produkte auf Kleinanzeigenplattformen. Käufer/innen teilen sie die Bankverbindung ihrer Finanzverwalter mit. Diese bezahlen den Kaufpreis auf deren Konto, erhalten dafür jedoch keine Gegenleistung. Die Aufgabe der Finanzverwalter ist es, das scheinbar regulär erhaltene Geld an Dritte weiterzuleiten. Damit machen sie sich der Geldwäscherei strafbar und müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Betreiber/innen von bitlife.at hingegen versuchen, sich mit falschen Identitäten der strafrechtlichen Verfolgung zu entziehen. Sie erhalten das erbeutete Geld und sind schwer fassbar.

Woran erkennen Sie die Fake-Firma?

Die Website bitlife.at weist Ungereimtheiten auf, die es Ihnen ermöglichen, sie als unseriös zu erkennen. Dazu gehörten unter anderem die nachfolgenden Punkte:

  • Angeblich wird bitlife.at von der Bitlife GmbH betrieben. Diese Angabe ist falsch, denn es gibt keine Gesellschaft mit diesem Namen in Salzburg. Das können Sie beispielsweise im Branchenbuch der Wirtschaftskammer nachschlagen.
  • Eine Bildersuche mit den auf bitlife.at verwendenten Fotos zeigt Ihnen, dass die Kriminellen diese von anderen Websites kopiert haben. Das stellt eine Rechtsverletzung dar und ist unseriös.
  • Die Website bitlife.at verstößt gegen gesetzliche Bestimmungen. Beispielsweise fehlt ein Impressum, das darüber informiert, wer für den Internetauftritt verantwortlich ist und wie Interessent/innen mit ihm/ihr Kontakt aufnehmen können.
  • Sie erhalten bloß durch Bekanntgabe persönlicher Daten eine fixe Jobzusage. Das ist ungewöhnlich und widerspricht der am Arbeitsmarkt gemachten Erfahrung.
  • Die Tätigkeiten der Finanzverwalter besteht darin, durch Verbrechen erbeutetetes Geld reinzuwaschen. Damit verwirklichen sie einen strafbaren Tatbestand.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Bewerben Sie sich unter keinen Umständen als Finanzverwalter bei der Bitlife GmbH, denn diese Tätigkeit stellt eine strafbare Geldwäscherei dar: Sie müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen! Unabhängig davon verfügen Kriminelle bei einer Bewerbung über Ihre persönlichen Daten, die sie für Verbrechen unter Ihrem Namen nützen können.

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung von bitlife.at.)

Alles zum Thema „Sonstiges

Kertas Rechtsanwälte versenden betrügerische Abmahnung

Die Rechtsanwaltskanzlei Kertas versendet eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung. Darin behauptet sie, dass Konsument/innen am 22.10.2017 einen Film der Firma 20th Century Fox™ auf kinox.to angesehen haben. Aus diesem Grund sollen sie 897,35 Euro bezahlen. Empfänger/innen müssen den Betrag nicht bezahlen, denn die Abmahnung ist betrügerisch.

weiterlesen

Gepostet am 27.11.2017 um 17:33 Uhr von Watchlist Internet

Stellenausschreibung als Weihnachtshilfskraft führt zu Identitätsdiebstahl

In Tageszeitungen und auf Kleinanzeigenplattformen inserieren Kriminelle eine Stelle für den „Verkauf von Christbaumschmuck und Weihnachtsaccessoires“. Interessent/innen sollen im Rahmen ihrer Bewerbung eine Reisepasskopie an das Jobcenter Austria übermitteln. Die Erpresser/innen nützen diese, damit sie Geld von ihren Opfern erpressen können. Gehen Sie nicht auf die Forderung ein und erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.

weiterlesen

Gepostet am 27.11.2017 um 12:11 Uhr von Watchlist Internet

Falsche Geschäftsführung fordert Geldüberweisung

Kriminelle schreiben mit einer gefälschten Unternehmens-Nachricht die Buchhaltung an. Sie nennen ihr einen Grund, der es angeblich notwendig macht, dass Mitarbeiter/innen viel Geld ins Ausland überweisen. Es ist verloren, wenn diese den geforderten Betrag tatsächlich freigeben und die betrügerische Transaktion durchführen.

weiterlesen

Gepostet am 23.11.2017 um 16:13 Uhr von Watchlist Internet

Kein kostenloser Hotel-Voucher für Teilnahme an Umfrage

In einer E-Mail vom „Büro für Gesponserte Touristik“ heißt es, dass Teilnehmer/innen als Dankeschön für ihre Teilnahme an einer „Studie über Touristische Präferenzen“ „einen Voucher für kostenlose Übernachtung“ erhalten. Er ist mit Zusatzkosten verbunden, denn Konsument/innen müssen eine Gebühr für den Gutschein und Pflichtverpflegungssätze für ihre „kostenlosen“ Übernachtungen bezahlen.

weiterlesen

Gepostet am 20.11.2017 um 11:53 Uhr von Watchlist Internet

Erpresserische E-Mail der El Hamudis ignorieren

Internet-Nutzer/innen erhalten eine E-Mail der „El Hamudis“. Darin heißt es, dass die Absender/innen vollen Zugriff auf persönliche Daten der Empfänger/innen haben. Sie drohen damit, diese zu veröffentlichen, wenn sie nicht innerhalb von 72 Stunden 150 Euro in Bitcoins erhalten. Empfänger/innen müssen auf das Schreiben nicht reagieren und können es löschen.

weiterlesen

Gepostet am 06.11.2017 um 10:25 Uhr von Watchlist Internet

Rechnung von Firstaid Europe nicht bezahlen

Behörden, Vereine und Unternehmen erhalten von der montenegrinischen Firma „Firstaid Europe“ eine 1.895 Euro hohe Rechnung. Sie wird ihnen für ein nicht bestelltes „First Aid Kit Large“ ausgestellt. Rechnungsempfänger/innen müssen den geforderten Betrag nicht bezahlen, denn dafür gibt es keinen Rechtsgrund.

weiterlesen

Gepostet am 30.10.2017 um 11:05 Uhr von Watchlist Internet

Betrugsgefahr bei dem Bitcoin Code

Internet-Nutzer/innen erhaltenper E-Mail Werbung für den Bitcoin Code. Sie stellt ihnen innerhalb von kurzer Zeit hohe Gewinne in Aussicht. Dafür ist eine Registrierung auf bitcoinmillions.co sowie die Einzahlung von Startkapital notwendig. Trader/innen verlieren ihr einbezahltes Geld, denn es kommt niemals zu einer Auszahlung von Gewinnen.

weiterlesen

Gepostet am 27.10.2017 um 16:26 Uhr von Watchlist Internet

Unterstützt von:

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann