Zum Seiteninhalt

News

Stellenausschreibung als Weihnachtshilfskraft führt zu Identitätsdiebstahl

Gepostet am 27.11.2017 um 12:11 Uhr von Watchlist Internet

In Tageszeitungen und auf Kleinanzeigenplattformen inserieren Kriminelle eine Stelle für den „Verkauf von Christbaumschmuck und Weihnachtsaccessoires“. Interessent/innen sollen im Rahmen ihrer Bewerbung eine Reisepasskopie an das Jobcenter Austria übermitteln. Die Erpresser/innen nützen diese, damit sie Geld von ihren Opfern erpressen können. Gehen Sie nicht auf die Forderung ein und erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.

In österreichischen Tageszeitungen und auf Kleinanzeigenplattformen finden sich Inserate vom „Jobcenter Austria“  für eine gut bezahlte Stelle im „Verkauf von Christbaumschmuck und Weihnachtsacdessoires“. Für eine 20 Stunden Woche stellt es Bewerber/innen einen Verdienst von 950,- Euro in Aussicht:

*****Mitarbeiter gesucht!*****

Wir suchen ab sofort wieder österreichweit engagierte Damen und Herren, die uns in der vorweihnachtlichen Zeit unterstützen und uns behilflich sind im Verkauf von Christbaumschmuck und Weihnachtsaccessoires.

Arbeitszeit: 20 Stunden Woche (Freitag/Samstag)
Arbeitsbeginn: 1. Bis 23. Dezember 2017
Verdienst: € 950,-/netto

Unsere 350 Verkäufsstände sind in Form von 3x3 Meter großen Holzhütten mit Beleuchtung und Deko fix und fertig für Sie bereits in diversen Shoppingcentern in ganz Österreich aufgestellt.
Für diese Tätigkeit sind keine besonderen Berufserfahrungen notwendig; ein fließendes Deutsch in Wort und Schrift sowie die Volljährigkeit werden jedoch vorausgesetzt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann senden Sie Ihre vollständige Bewerbungsunterlagen inklusive einer Kopie (Foto) des Reisepasses an Hr. Ivanovic unter jobcenter.austria@outlook.com

Das Stellenangebot wirkt auf den ersten Blick unverdächtig und findet sich - wie hier abgebiltet - im Kleinanzeigenteil von Tageszeitungen:


Ein betrügerisches Stellenangebot im Kleinanzeigenteil einer österreichischen Tageszeitung.

Stellenangebot ist Falle

Die in Aussicht gestellte Position als Verkäufer/in gibt es in Wahrheit nicht. Interessent/innen, die sich bei dem Jobcenter Austria melden und die gewünschten Unterlagen übermitteln, müssen erfahren, dass sie an Kriminelle geraten sind. Denn als Rückmeldung erhalten Sie das nachfolgende Schreiben:

Von: "Josef Ivanovic" <jobcenter.austria@outlook.com>
Betreff: AW: Bewerbungsschreiben

Herzlichen Dank für Ihre Bewerbung

Um es kurz zu machen es gibt keine freie Stelle zu vergeben. Diese Arbeitsstelle hat es auch nie gegeben. Jedoch vielen Dank für Ihre persönlichen Daten und Dokumente.
Diese Dokumente werde ich jetzt im Dark Web Online stellen und somit am Schwarzmarkt an den Höchstbietenden verkaufen.

Mit diesen Dokumenten kann man viel Scheiße bauen, ich sag nur Identitätsdiebstahl!!!
Dank Ihrer Persönlichen Unterlagen und Daten ist das nun ganz leicht machbar. Und dann haben Sie  Probleme am Hals mit Inkasso Service, Anwälten, Kredithaien, Polizei usw.

Wenn Sie jetzt der Meinung sind Sie müssen zur Polizei laufen weil die Ihnen helfen kann, FEHLANZEIGE!!!

Die können Ihnen definitiv nicht helfen da ich einen Server im Ausland benutze der nicht logt, das Internet via Wertkarte beziehe und meine Identität welche Sie vermuten zu Wissen von Anfang an Falsch war.

Finden werden die mich definitiv nicht!!!

Also bezahlen Sie lieber den von mir genannten Betrag in Höhe von 300 € und folgen meiner Anweisung genauestens, danach werde ich sämtliche Dateien und Dokumente von Ihnen löschen und

Sie hören nie mehr wieder etwas von mir.

Wenn Sie mir das Geld übermittelt habe  gebe ich Ihnen wieder Ihre Ruhe zurück!!!

1. Gehen Sie in eine/n Trafik, Tankstelle, Libro, Post, Spar, Merkur, Billa etc.
2. Kaufen Sie für 300 € Amazon Gutscheinkarten.
3. Sie bekommen dann sechs Bons zu à 50.
4. Danach machen Sie ein Bild von den Codes und leiten es mir via Email weiter.
5. Nachdem ich die Bons geprüft habe werde ich es Ihnen mitteilen dass Sie die Amazon Karten wegwerfen können.
6. Von diesem Moment an sind Ihre Dokumente gelöscht und Sie haben wieder Ihre Ruhe.

Eines sollten Sie noch Wissen, das ist nichts Persönliches gegen Sie.

Mir geht es nicht darum Ihnen zu Schaden oder das Sie Probleme bekommen, alles was ich will ist nur etwas Geld und fertig.

Falls Sie mir die oben genannten 300€ nicht bis zum 27 November 2017 bezahlt haben ( Montag um 23:59 Uhr ) werde ich Ihre Daten unverzüglich an den Höchstbietenden verkaufen, ich hoffe auf eine Vernünftige und Baldige Lösung von Ihrer Seite.

Sie wurden Opfer?

Sollten Sie sich beim Jobcenter Austria beworben und die gewünschten Unterlagen an die Verbrecher/innen übermitteln haben, empfehlen wir Ihnen, dass Sie jeden Kontakt mit den Betrüger/innen abbrechen und nicht auf die Forderungen der Verbrecher/innen eingehen. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei und besprechen Sie mit ihr das weitere Vorgehen, das notwendig ist, damit Sie keinen Schaden erleiden. Ebenso wichtig ist es, dass Sie Ihre Bank über den Identitätsdiebstahl informieren und sich von ihr über das weitere Vorgehen beraten lassen. Behalten Sie Ihre Kontoauszüge im Auge. Entdecken Sie nicht autorisierte Abbuchungen teilen Sie das Ihrer Bank mit und ersuchen Sie diese um eine Rückbuchung derselben. Geben Sie bei Kreditauskunfteien eine Betrugswarnung aus. Dadurch können Kreditgeber nicht ohne Weiteres Kredite an Verbrecher/innen, die unter Ihrem Namen auftreten, ausstellen. Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen, ob es im Internet Einträge zu Ihrer Person gibt. Schreiben Sie gegebenenfalls die Websitenbetreiber/innen an und fordern Sie eine Löschung der unerwünschten Inhalte. Lassen Sie Ihren alten Reisepass für ungültig erklären und beantragen Sie einen neuen.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Übermitteln Sie niemals eine Reisepasskopie an mögliche Arbeitgeber/inenn über das Internet, denn die Gefahr ist groß, dass Sie an Kriminelle geraten können. Erst wenn Sie ein Bewerbungsgespräch hatten und eine Jobzusage bekamen, sollten Sie notwendige Dokumente persönlich und zweckgebunden an die Arbeitgeber/in überreichen!

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung dieses Fallbeispiels.)

Alles zum Thema „Sonstiges

Kostenpflichtiger Eintrag in den Stadtplan St. Pölten

Firmen, Unternehmer und Vereine, die sich in den „Ortsplan/Stadtplan Sankt Pölten“ eintragen lassen wollen, sollten vorsichtig sein: Bei Bestätigung ihrer Daten im Zuge der Redaktionsüberprüfung via E-Mail schließen sie einen Vertrag ab. Im Kleingedruckten wird auf monatlich anfallende Kosten in Höhe von 49 Euro für den Eintrag hingewiesen.

weiterlesen

Gepostet am 14.12.2017 um 15:28 Uhr von Watchlist Internet

Kertas Rechtsanwälte versenden betrügerische Abmahnung

Die Rechtsanwaltskanzlei Kertas versendet eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung. Darin behauptet sie, dass Konsument/innen am 22.10.2017 einen Film der Firma 20th Century Fox™ auf kinox.to angesehen haben. Aus diesem Grund sollen sie 897,35 Euro bezahlen. Empfänger/innen müssen den Betrag nicht bezahlen, denn die Abmahnung ist betrügerisch.

weiterlesen

Gepostet am 27.11.2017 um 17:33 Uhr von Watchlist Internet

Falsche Geschäftsführung fordert Geldüberweisung

Kriminelle schreiben mit einer gefälschten Unternehmens-Nachricht die Buchhaltung an. Sie nennen ihr einen Grund, der es angeblich notwendig macht, dass Mitarbeiter/innen viel Geld ins Ausland überweisen. Es ist verloren, wenn diese den geforderten Betrag tatsächlich freigeben und die betrügerische Transaktion durchführen.

weiterlesen

Gepostet am 23.11.2017 um 16:13 Uhr von Watchlist Internet

Kein kostenloser Hotel-Voucher für Teilnahme an Umfrage

In einer E-Mail vom „Büro für Gesponserte Touristik“ heißt es, dass Teilnehmer/innen als Dankeschön für ihre Teilnahme an einer „Studie über Touristische Präferenzen“ „einen Voucher für kostenlose Übernachtung“ erhalten. Er ist mit Zusatzkosten verbunden, denn Konsument/innen müssen eine Gebühr für den Gutschein und Pflichtverpflegungssätze für ihre „kostenlosen“ Übernachtungen bezahlen.

weiterlesen

Gepostet am 20.11.2017 um 11:53 Uhr von Watchlist Internet

Erpresserische E-Mail der El Hamudis ignorieren

Internet-Nutzer/innen erhalten eine E-Mail der „El Hamudis“. Darin heißt es, dass die Absender/innen vollen Zugriff auf persönliche Daten der Empfänger/innen haben. Sie drohen damit, diese zu veröffentlichen, wenn sie nicht innerhalb von 72 Stunden 150 Euro in Bitcoins erhalten. Empfänger/innen müssen auf das Schreiben nicht reagieren und können es löschen.

weiterlesen

Gepostet am 06.11.2017 um 10:25 Uhr von Watchlist Internet

Rechnung von Firstaid Europe nicht bezahlen

Behörden, Vereine und Unternehmen erhalten von der montenegrinischen Firma „Firstaid Europe“ eine 1.895 Euro hohe Rechnung. Sie wird ihnen für ein nicht bestelltes „First Aid Kit Large“ ausgestellt. Rechnungsempfänger/innen müssen den geforderten Betrag nicht bezahlen, denn dafür gibt es keinen Rechtsgrund.

weiterlesen

Gepostet am 30.10.2017 um 11:05 Uhr von Watchlist Internet

Betrugsgefahr bei dem Bitcoin Code

Internet-Nutzer/innen erhaltenper E-Mail Werbung für den Bitcoin Code. Sie stellt ihnen innerhalb von kurzer Zeit hohe Gewinne in Aussicht. Dafür ist eine Registrierung auf bitcoinmillions.co sowie die Einzahlung von Startkapital notwendig. Trader/innen verlieren ihr einbezahltes Geld, denn es kommt niemals zu einer Auszahlung von Gewinnen.

weiterlesen

Gepostet am 27.10.2017 um 16:26 Uhr von Watchlist Internet

Unterstützt von:

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann