Zum Seiteninhalt

News

Eintrag in GELBE Seiten Österreich kann 780 Euro kosten

Gepostet am 28.09.2017 um 12:28 Uhr von Watchlist Internet

Behörden, Unternehmen und Vereine erhalten ein Fax für einen „GELBE-Seiten.jetzt Eintragungsauftrag“. Für die Bekanntgabe ihrer Kontaktdaten stellen ihnen die unbekannten Absender/innen jährlich Kosten in Höhe von 780 Euro in Rechnung. Empfänger/innen müssen den Betrag nicht bezahlen.

Unseriöse Anbieter/innen senden an Behörden, Unternehmen und Vereine Faxe. Darin fordern sie die Empfänger/innen auf, dass sie ihren Eintrag in einem Branchenbuch aktualisieren oder ergänzen. Damit die Absender/innen eine Rückmeldung erhalten, geben sie sich auf den ersten Blick täuschende Namen, wie zum Beispiel GELBE Seiten Österreich. Empfänger/innen, die der Aufforderung nachkommen und das Fax ausgefüllt retournieren, schließen einen entgeltlichen Vertrag ab. Der Kostenhinweis dazu findet sich versteckt im Kleingedruckten des Faxes. In aller Regel besteht für Empfänger/innen des Eintragungsantrags keine Zahlungspflicht.

Warnung vor GELBE Seite Österreich

Aktuell erhalten Behörden, Unternehmen und Vereine Faxe der GELBE Seiten Österreich. In den Schreiben heißt es:

Eintragung in der Region
GELBE-Seiten. jetzt Eintragungsauftrag

Sehr geehrte Damen und Herren,

für Ihren Eintrag in unseren GELBEN Seiten bitten wir Sie die unten aufgedruckten Daten auf Korrektheit zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen.

Der Standardeintrag ist immer kostenfrei.

Mit der Bitte um fristgerechte Rücksendung verbleiben wir mit freundlichen Grüßen.

Die Geschäftsleitung, GELBE-Seiten jetzt.

Unter den Ausführungen finden sich die offizielle Eintragungsdaten. Sie umfassen bereits Informatione für einen Standardeintrag und sollen um Kontaktdaten, wie zum Beispiel die Telefonnummer, die Faxnummer, die E-Mailadresse oder die Unternehmens-Url, ergänzt werden. Behörden, Unternehmen und Vereine, die das Fax ausgefüllt an die Absender/in retournieren, erhalten einen Eintrag mit Kontaktdaten auf GelbeSeiten.jetzt.


Die Website GelbeSeiten.jetzt

Eintrag um 780 Euro

Versteckt im Fließtext des Faxes findet sich ein Kostenhinweis, den Behörden, Unternehmen oder Vereine übersehen können:

Der Standardeintrag enthält den Firmennamen, Inhaber, Anschrift, PLZ, Ort und ermöglicht das Aufgefundenwerden auf den GELBESeiten.jetzt Webseiten. Es fallen keinerlei Kosten an.
Die Kontaktdaten beinhalten Telefonnummer, Telefax, Email, Verlinkung zu Ihrer Interetseite, Firmenbeschreibung, Fotos und bis zu 5 zusätzliche Suchbegriffe. Für die Veröffentlichung der Kontaktdaten betragen die jährlichen Kosten 780 Euro. Tragen Sie die Kontaktdaten dazu bitte nebenstehend ein. Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen.

Aus diesem Grund rät die Watchlist Internet Behörden, Unternehmen und Vereine dringend davon ab, dass sie das Fax der GELBE Seiten Österreich an die Absender/innen retournieren, denn in diesem Fall drohen ihnen hohe Zahlungsforderungen.


Das Fax von GELBE Seiten Österreich versteckt den Kostenhinweis im Fließtext..

Sie haben das Fax unterzeichnet retourniert?

In diesem Fall ist es fraglich, ob Sie die 780 Euro an die Absender/innen bezahlen müssen. Einerseits verfügt das Fax über keinen transparenten Kostenhinweis. Er ist Voraussetzung dafür, dass ein gültiger Vertrag zustande kommen kann. Andererseits ist das Formular irreführend gestaltet und betont die Kostenfreiheit des Eintrags („Der Standardeintrag ist immer kostenfrei“). Im Zusammenhang mit Schreiben dieser Art hält das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) in § 28a fest:

Es ist verboten, im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs für Eintragungen in Verzeichnisse, wie etwa Branchen-, Telefon- oder ähnliche Register, mit Zahlscheinen, Erlagscheinen, Rechnungen, Korrekturangeboten oder ähnlichem zu werben oder diese Eintragungen auf solche Art unmittelbar anzubieten, ohne entsprechend unmißverständlich und auch graphisch deutlich darauf hinzuweisen, daß es sich lediglich um ein Vertragsanbot handelt.

Nachdem es fraglich ist, ob überhaupt ein gültiger Vertrag zustandegekommen ist und die Absender/innen gegen das UWG verstoßen, raten wir Ihnen davon ab, dass Sie den Geldbetrag bezahlen. Haben Sie das bereits getan, fordern Sie ihn zurück.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Reagieren Sie auf kein Fax der GELBE Seiten Österreich, denn versteckt im Kleingedruckten findet sich der Hinweis, dass Sie für die Veröffentlichung Ihrer Kontaktdaten 780 Euro bezahlen sollen!

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die Meldung von GELBESeiten.jetzt.)

Alles zum Thema „Sonstiges

Kostenpflichtiger Eintrag in den Stadtplan St. Pölten

Firmen, Unternehmer und Vereine, die sich in den „Ortsplan/Stadtplan Sankt Pölten“ eintragen lassen wollen, sollten vorsichtig sein: Bei Bestätigung ihrer Daten im Zuge der Redaktionsüberprüfung via E-Mail schließen sie einen Vertrag ab. Im Kleingedruckten wird auf monatlich anfallende Kosten in Höhe von 49 Euro für den Eintrag hingewiesen.

weiterlesen

Gepostet am 14.12.2017 um 15:28 Uhr von Watchlist Internet

Kertas Rechtsanwälte versenden betrügerische Abmahnung

Die Rechtsanwaltskanzlei Kertas versendet eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung. Darin behauptet sie, dass Konsument/innen am 22.10.2017 einen Film der Firma 20th Century Fox™ auf kinox.to angesehen haben. Aus diesem Grund sollen sie 897,35 Euro bezahlen. Empfänger/innen müssen den Betrag nicht bezahlen, denn die Abmahnung ist betrügerisch.

weiterlesen

Gepostet am 27.11.2017 um 17:33 Uhr von Watchlist Internet

Stellenausschreibung als Weihnachtshilfskraft führt zu Identitätsdiebstahl

In Tageszeitungen und auf Kleinanzeigenplattformen inserieren Kriminelle eine Stelle für den „Verkauf von Christbaumschmuck und Weihnachtsaccessoires“. Interessent/innen sollen im Rahmen ihrer Bewerbung eine Reisepasskopie an das Jobcenter Austria übermitteln. Die Erpresser/innen nützen diese, damit sie Geld von ihren Opfern erpressen können. Gehen Sie nicht auf die Forderung ein und erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.

weiterlesen

Gepostet am 27.11.2017 um 12:11 Uhr von Watchlist Internet

Falsche Geschäftsführung fordert Geldüberweisung

Kriminelle schreiben mit einer gefälschten Unternehmens-Nachricht die Buchhaltung an. Sie nennen ihr einen Grund, der es angeblich notwendig macht, dass Mitarbeiter/innen viel Geld ins Ausland überweisen. Es ist verloren, wenn diese den geforderten Betrag tatsächlich freigeben und die betrügerische Transaktion durchführen.

weiterlesen

Gepostet am 23.11.2017 um 16:13 Uhr von Watchlist Internet

Kein kostenloser Hotel-Voucher für Teilnahme an Umfrage

In einer E-Mail vom „Büro für Gesponserte Touristik“ heißt es, dass Teilnehmer/innen als Dankeschön für ihre Teilnahme an einer „Studie über Touristische Präferenzen“ „einen Voucher für kostenlose Übernachtung“ erhalten. Er ist mit Zusatzkosten verbunden, denn Konsument/innen müssen eine Gebühr für den Gutschein und Pflichtverpflegungssätze für ihre „kostenlosen“ Übernachtungen bezahlen.

weiterlesen

Gepostet am 20.11.2017 um 11:53 Uhr von Watchlist Internet

Erpresserische E-Mail der El Hamudis ignorieren

Internet-Nutzer/innen erhalten eine E-Mail der „El Hamudis“. Darin heißt es, dass die Absender/innen vollen Zugriff auf persönliche Daten der Empfänger/innen haben. Sie drohen damit, diese zu veröffentlichen, wenn sie nicht innerhalb von 72 Stunden 150 Euro in Bitcoins erhalten. Empfänger/innen müssen auf das Schreiben nicht reagieren und können es löschen.

weiterlesen

Gepostet am 06.11.2017 um 10:25 Uhr von Watchlist Internet

Rechnung von Firstaid Europe nicht bezahlen

Behörden, Vereine und Unternehmen erhalten von der montenegrinischen Firma „Firstaid Europe“ eine 1.895 Euro hohe Rechnung. Sie wird ihnen für ein nicht bestelltes „First Aid Kit Large“ ausgestellt. Rechnungsempfänger/innen müssen den geforderten Betrag nicht bezahlen, denn dafür gibt es keinen Rechtsgrund.

weiterlesen

Gepostet am 30.10.2017 um 11:05 Uhr von Watchlist Internet

Unterstützt von:

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann