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Gefälschte Bank Austria-Nachricht: Änderungen im OnlineBanking

Gepostet am 03.08.2017 um 10:59 Uhr von Watchlist Internet

In einer gefälschten Bank Austria-Nachricht schreiben Kriminelle, dass es zu einer Änderung im OnlineBanking-System gekommen sei. Das führt zu Fehlern, weshalb Kund/innen ihre Zugangsdaten auf einer Website nennen sollen. Empfänger/innen der Nachricht, die dem nachkommen, übermitteln ihre Passwörter an Verbrecher/innen.

Kriminelle versenden eine gefälschte Bank Austria-Nachricht. Darin behaupten sie, dass es beim OnlineBanking zu Umstellungen gekommen sei. Sie könnten Fehler verursachen, weshalb Kund/innen eine „Synchronitätsprüfung“ durchführen sollen:

Betreff: Obligatorische Änderungen in Ihrem Online-Banking

Sehr geehrte Kunden,

in den letzten Monaten haben wir von der Bank Austria viele Änderungen im Online-Banking eingeführt. Dies resultierte bedauerlicherweise in Synchronitätsfehlern bei vereinzelten Zugängen. Diese Synchronitätsfehler können auf längerem Zeitraum zu Sicherheitssperren führen, was wir natürlich so gut wie möglich vermeiden wollen. Um Ihren Zugang JETZT auf Synchronitätsfehler zu überprüfen, melden Sie sich bitte zunächst in Ihrem Online-Banking an:

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen:

Nach Ausfüllen des Online-Formulars wird Ihnen ein Schreiben per Post zugesandt.  Bitte warten Sie auf den Anruf eines Mitarbeiters der Online-Banking-Abteilung, um die Synchronitätsprüfung abzuschliessen und die Funktionalität Ihres Online-Bankings zu gewährleisten.

Mit freundlichen Grüßen,
Online-Banking Support
Ihre Bank Austria.

Was passiert?

Kund/inen, die den Link „Klicken sie hier, um sich einzuloggen“ aufrufen, gelangen auf eine gefälschte Bank Austria-Website. Sie imitiert den Login-Bereich der Bank. Auf der gefälschten Website sollen Kund/innen ihre Verfügernummer und ihren PIN nennen:


Eine gefälschte Bank Austria-Website.

Nach Bekanntgabe der Verfügernummer und des PINs fragen Kriminelle persönliche Daten, wie zum Beispiel den Namen, das Geburtsdatum oder die Wohnadresse, ab:


Auf der gefälschten Bank Austria-Website sollen Kund/innen persönliche Daten bekannt geben.

Kund/innen, die die gewünschten Informationen bekannt geben, übermitteln sie an Kriminelle. Dadurch ist es den Verbrecher/innen möglich, auf das fremde Konto zuzugreifen und Geld zu stehlen. Ebenso verfügen sie über persönliche Daten, die sie für Verbrechen unter fremden Namen nützen können.

Woran erkennen Sie die gefälschte Nachricht?

Dass die Nachricht mit dem Betreff „Obligatorische Änderungen in Ihrem Online-Banking“ nicht echt ist, können Sie unter anderem anhand der nachfolgenden Punkte erkennen:

  • Der Inhalt der E-Mail ist erfunden, denn beim OnlineBanking der Bank Austria gibt es keine „Synchronitätsfehler“. Das können Sie überprüfen, indem Sie sich darüber direkt bei dem Unternehmen informieren.
  • Die Kriminellen verwenden eine unpersönliche Anrede: „Sehr geehrte Kunden“. Das weist darauf hin, dass das Schreiben nicht von der Bank Austria stammt, denn sie benennt ihre Kund/innen direkt beim Namen.
  • Der Link „Klicken Se hier, um sich einzuloggen“ führt auf eine gefälschte Website. Das finden Sie heraus, indem Sie mit der Computermaus über diesen fahren. Es erscheint ein Dialogfenster, das Ihnen anzeigt, welche Website sie aufrufen. Dabei handelt es sich nicht um die der Bank Austria.

Sie haben Ihre Daten bekannt gegeben?

In diesem Fall nehmen Sie umgehend Kontakt mit der Bank Austria auf. Erklären Sie ihr, dass Sie Opfer eines Datendiebstahls geworden sind. Besprechen Sie mit Ihrem Gegenüber das weitere Vorgehen, damit Sie kein Geld verlieren. Behalten Sie Ihre Kontoabbuchungen im Auge. Stellen Sie von Ihnen nicht durchgeführte Abbuchungen fest, teilen Sie das der Bank mit. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Verschieben Sie vermeintliche Benachrichtigungen von Banken, die sie auffordern, auf einer Website persönliche Daten bekannt zu geben, in Ihren Spam-Ordner. Damit verhindern Sie, dass Sie in Zukunft weitere, kriminelle Schreiben erhalten, mit denen Verbrecher/innen Ihre Zugangsdaten stehlen wollen!

Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung der gefälschten Bank Austria-Nachricht.)

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Gepostet am 27.03.2017 um 15:20 Uhr von Watchlist Internet

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