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Wie Verkäufer bei Kleinanzeigen ausgetrickst werden

Gepostet am 26.09.2013 von Internet Ombudsmann

Immer wieder kommt es vor, dass nicht nur Käufer, sondern auch Verkäufer Opfer von Betrüger/innen auf Kleinanzeigenplattformen werden. Der Zahlungsdienst PayPal dient dabei als beliebtes Mittel zum Zweck.

Ein beliebter Trick: Der/die vermeintliche Käufer/in besteht darauf, die Zahlung über PayPal abzuwickeln. Auch befindet er sich gerade im Ausland, die Ware (meist ein PKW) soll von einem von ihm/ihr beauftragten Transportunternehmen abgeholt werden. Oft legt sich der/die Verkäufer/in deshalb extra einen PayPal-Account zu.

Gefälschte PayPal-E-Mail und überhöhter Überweisungsbetrag

Kurze Zeit später erhält der/die Verkäufer/in eine gefälschte E-Mail von PayPal, in der der Zahlungseingang bestätigt wird. Der überwiesene Betrag übersteigt jedoch den vereinbarten Kaufpreis deutlich. Die Differenz wird entweder direkt in der gefälschten E-Mail von PayPal oder in einer E-Mail von dem/der Käufer/in erklärt: Es handle sich dabei um die Kosten für den Transport. Diese sollen mittels Bargeldtransfer von dem/der Verkäufer/in an das Transportunternehmen gezahlt werden.

Folgt der/die Verkäufer/in den Anweisungen in der E-Mail, verliert er/sie leider sein/ihr Geld. Das Transportunternehmen gibt es in Wirklichkeit nicht. Ürbig bleibt nur eine Betrugsanzeige bei der Polizei (siehe auch: Wie mache ich eine Anzeige?).

Beispiel: Der vermeintliche Käufer versucht den Verkäufer dazu zu bewegen, 1550 Euro mittels Western Union an ein erfundenes Transportunternehmen zu zahlen.

Zahlungen direkt im PayPal-Konto überprüfen

Bei Zahlungen mittels PayPal, sollten Sie deshalb nicht auf Zahlungsbestätigungen per E-Mail (diese können gefälscht sein) vertrauen, sondern direkt in Ihrem Konto überprüfen, ob die Zahlung erfolgreich eingegangen ist. Vor allem neuen Nutzer/innen von PayPal ist dies jedoch oft nicht bewusst, was leider von Betrüger/innen ausgenutzt wird.

Vor allem Verkäufer/innen von Autos betroffen

Die Art von Betrug kommt meist bei hochpreisigen Waren, wie etwa PKW, vor. Dies aus zwei Gründen: Erstens ist der/die Verkäufer/in bei großen Geldbeträgen, sollte er/sie kein PayPal-Konto haben, eher bereit, ein solches extra einzurichten. Zweitens ist die „Gewinnspanne“ für die Betrüger/innen größer, da die vermeintlichen Transportkosten, aus Gründen der Glaubwürdigkeit, naturgemäß verhältnismäßig kleiner sein müssen als der Kaufpreis.

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