Zum Seiteninhalt
News

Wie Sie sich vor Schadsoftware schützen können

Gepostet am 12.02.2015 von Watchlist Internet

Kriminelle versuchen über zahlreiche Wege, Schadsoftware auf fremde Computer zu bringen. Wir erklären, wie Sie sich am besten davor schützen können, um nicht Opfer einer bösartigen Internet-Attacke zu werden.

Die Watchlist Internet zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Computer vor Schadsoftware schützen können. (cc) PDPics - pixbay.com

Erst denken, dann klicken

Nutzen Sie das Internet sorgsam, um sich vor Schadsoftware zu schützen: Lassen Sie sich beispielsweise nicht von Pop-up-Fenstern verleiten, unbekannte Programme zu installieren. Oft verfolgen Kriminelle damit das Ziel, Schadsoftware auf Ihrem Computer zu hinterlegen. Generell sollten Sie Computer-Programme nur auf offiziellen Websites der Hersteller herunterladen. So schließen Sie aus, das Opfer von einem unerwünschten Angriff zu werden.

Ebenso wichtig ist es, keine Dateianhänge in Nachrichten unbekannter Herkunft zu öffnen. Deaktivieren Sie unbedingt Funktionen in Ihrem E-Mail-Programm, die das automatisch tun! Denn Kriminelle versuchen oft, mit betrügerischen Benachrichtigungen Schadsoftware zu verbreiten (etwa mit gefälschten Rechnungen im Anhang).

Verwenden Sie für Registrierungen, Bestellungen etc. im Internet prinzipiell nicht Ihre Haupt-E-Mail-Adresse. Legen Sie sich hierfür eine Gratis-Mailadresse bei Anbietern wie Gmail oder Yahoo!an, bei der es Sie nicht stört, wenn viele dubiose E-Mails eingehen. Jede Angabe Ihrer E-Mail-Adresse im Internet erhöht das Risiko, unerwünschte oder betrügerische Nachrichten zu erhalten!

Seien Sie auch in Sozialen Netzwerken vorsichtig, wie z.B. auf Facebook. Klicken Sie nicht vorschnell auf Links oder Anwendungen, die Ihnen spektakuläre Videos oder Fotos, Schnäppchen oder Gutscheine versprechen. Häufig finden Sie sich nach einem Klick auf einer externen Website wieder, die mit Schadsoftware infiziert ist.

Betriebssystem und Programme aktuell halten

Viele Kriminelle nützen Sicherheitslücken in Betriebssystemen, Programmenund Smartphone-Apps für ihre Attacken. Dabei spielt ihnen in die Hand, dass viele Internetnutzer/innen ihre Software nicht aktuell halten – obwohl es bereits Aktualisierungen gibt, die die Sicherheitsmängel beheben. Führen Sie deshalb regelmäßig Updates durch, um kein Opfer von Schadsoftware zu werden!

Administratorenkonto am Computer anlegen

Jedes Betriebssystem bietet die Möglichkeit, ein Administratorenkonto anzulegen. Dieses hat den Vorteil, dass sich Schadsoftware nicht unbemerkt installieren kann – machen Sie davon Gebrauch! Als Administrator werden Sie vor der Installation eines Programms aufgefordert, dies – gegebenenfalls mit Passwort – zu bestätigen.

Für den alltäglichen Computergebrauch nutzen Sie hingegen ein Benutzerkonto. Dieses erlaubt den Zugriff auf jene Programme, die Sie als Administrator vorab freigegeben haben. Für das normale Arbeiten am PC bedeutet das keine Einschränkung, aber die Gefahr von schädlicher Manipulation wird unterbunden.

Anti-Viren-Programm benutzen

Ein Anti-Viren-Programm untersucht im Hintergrund sämtliche Prozesse, erkennt Gefahren und wehrt sie ab. Das funktioniert aber nur, wenn das Programm regelmäßig aktualisiert wird. Denn auch die Programmierer von Schadsoftware entwickeln ihre Produkte laufend weiter. Deshalb bieten alle Virenschutz-Programme die automatische Aktualisierung an – nutzen Sie diese Möglichkeit!

Firewall aktivieren

Sobald ein Computer mit dem Internet verbunden ist, beginnen Programme, Daten zu versenden. Das kann notwendig sein, wenn Sie beispielsweise Websites besuchen. Es kann aber auch gefährlich sein, falls sensible Informationen ohne Ihr Wissen übertragen werden. Mit einer Firewall steuern Sie, welche Programme Ihres Computers Daten über das Internet versenden können und welche nicht. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, eine Firewall zu nutzen. Betriebssysteme bieten diesen Schutz von Haus aus an - gegebenenfalls müssen Sie ihn zunächst jedoch aktivieren.

(Erstveröffentlichung am 12. Februar 2015, Aktualisierung am 20. August 2015.)

Unterstützt von:

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann