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WhatsApp: Wichtige Information über Ihr Abonnement

Gepostet am 13.12.2016 von Watchlist Internet

In einer vermeintlichen Nachricht von WhatsApp heißt es, dass das Abonnement ablaufe. Aus diesem Grund sollen Empfänger/innen der E-Mail eine Website aufrufen und es verlängern. Dazu müssen sie ihre Kreditkartendaten bekannt geben. Das dürfen WhatsApp-Nutzer/innen nicht tun, denn andernfalls übermitteln sie diese an Kriminelle.

Mit gefälschten E-Mails wollen Verbrecher/innen Schadsoftware auf fremden Computern installieren oder sensible Kreditkartendaten stehlen. Sie geben vor, dass die Schreiben von einer Bank oder einem namhaften Unternehmen stammen. Die Absender/innen fordern die Empfänger/innen auf, dass sie ein Programm ausführen oder persönliche Daten auf einer Website bekannt geben. In beiden Fällen schädigen sie ihre Opfer. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Internet-Nutzer/innen nicht auf diese gefälschten E-Mails reagieren.

Gefälschte WhatsApp-Nachricht im Umlauf

In einer angeblichen WhatsApp-Nachricht behaupten Unbekannte, dass das Abonnement für den Textnachrichtendienst abgelaufen sei. Damit Benutzer/innen das Programmes weiterhin nutzen können, sollen sie ihr Abonnement auf einer Website verlängern. Wortwörtlich heißt es dazu:

Von: WhatsApp
Betreff: Wichtige Informationen Uber Ihr Abonnement

Ihr Abonnement für das WhatsApp-Produkt ist abgelaufen.

So verlängern Sie Ihr Abonnement.

1 : Klicken Sie auf „Jetzt verlängern“.
2: Geben Sie auf der nächsten Seite die Kreditkartendaten ein und klicken Sie auf „Weiter“.

Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.
Vielen Dank für uns entschieden

Grafisch sieht die gefälschte WhatsApp-Phishingmail aus, wie folgt:


Eine gefälschte WhatsApp-Nachricht, die per E-Mail kommt.

Was passiert?

Wer das WhatsApp-Abonnement „Jetzt verlängern“ möchte, gelangt auf eine unbekannte Website. Sie gehört nicht der WhatsApp Inc., sondern wurde von Kriminellen eingerichtet. Nutzer/innen des Textnachrichtenprogramms dürfen auf der Website nicht ihre Kreditkartendaten bekannt geben, denn andernfalls verfügen Unbekannte über diese. Sie können die erbeuteten Informationen nutzen und sich auf Kosten ihrer Opfer bereichern. Dadurch verlieren diese Geld.

Woran erkennen Sie die gefälschte WhatsApp-Nachricht?

  • WhatsApp verrechnet keine Kosten für die Benutzung seines Textnachrichtendienstes. Aus diesem Grund ist die Behauptung, dass das Abonnement abgelaufen sei, falsch.
  • Als Absendername der Nachricht scheint WhatsApp auf. Die dazugehörige E-Mailadresse „musteradresse@mustergone.com“ zeigt jedoch an, dass das Schreiben nicht von dem Unternehmen stammt.
  • Das Schreiben ist fehlerhaft: „Vielen Dank für uns entschieden“. Das spricht für die mangelnde Seriosität der Nachricht.
  • Der Link „Jetzt Verlängern“ führt auf die Website „musteradresse.com“. Sie gehört nicht WhatsApp.
  • Die Website „musteradresse.com“ verfügt über keine sichere https-Verbindung. Das erkennen Sie daran, dass sich in der Adresszeile des Webbrowsers kein versperrtes Sicherheitsschloss findet. Die Übermittlung von Kreditkarteninformationen auf einer unsicheren Verbindung ist gefährlich, denn Dritte können die gemachten Eingaben im Klartext sehen. Ein seriöses Unternehmen fordert Kund/innen deshalb niemals dazu auf, dass diese ihre Daten über eine unverschlüsselte Verbindung bekannt geben.

Sie haben das vermeintliche Abonnement verlängert?

In diesem Fall nehmen Sie umgehend Kontakt mit Ihrem Kreditkarteninstitut auf. Erklären Sie diesem, dass Sie Opfer einer Phishingattacke wurden. Besprechen Sie mit dem Kundenservice das weitere Vorgehen, damit Sie einen finanziellen Schaden verhindern. Behalten Sie Ihre Kreditkartenabrechnungen im Auge. Finden Sie verdächtige Transaktionen melden Sie das dem Kreditkarteninstitut und ersuchen um Rückerstattung des strittigen Geldbetrags. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Verschieben Sie Benachrichtigungen, die Sie auffordern, auf einer Website Kreditkarteninformationen bekannt zu geben, in Ihren Spam-Ordner. Das hat den Vorteil, dass Ihr Spam-Filter in Zukunft vergleichbare Phishingmails aussortiert, sodass Sie diese nicht mehr in Ihrem regulären Posteingang vorfinden!

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die gefälschte WhatsApp-Phisingmail.)

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