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WhatsApp Messenger-Konto läuft nicht ab

Gepostet am 31.10.2017 von Watchlist Internet

Kriminelle versenden eine gefälschte WhatsApp-E-Mail. Darin behaupten sie, dass das Konto von Nutzer/innen ablaufe. Das Konto müssen Kund/innen für die weitere Verwendung des Programms verlängern. Dafür ist die Bekanntgabe von Kreditkartendaten notwendig. Wer der betrügerischen Aufforderung nachkommt, wird Opfer eines Datendiebstahls.

In gefälschten E-Mails heißt es, dass das WhatsApp-Konto von Nutzer/innen ablaufe. Damit diese das verhindern können, sollen sie ihr Konto innerhalb der nächsten 24 Stunden verlängern. Wortwörtlich liest sich die falsche Behauptung, wie folgt:

Von: WhatsApp <fremder@musteranbieter.at>
Betreff: Sehr Wichtig

Hallo Kunde,

Warnung!

Ihr WhatsApp Messenger-Konto ist abgelaufen.

Um dies zu vermeiden, verlängern Sie Ihr Konto innerhalb von 24 Stunden. Die Abonnementrate beträgt 0,99 € pro Jahr.

erneuern Sie so bald wie möglich, um nicht alle Medien (Bilder, Videos, Geschichte) zu verlieren.

Abonnement

Freundliche Grüße,
WhatsApp S.p.A. © 2017 | P.IVA 00897254966

Sollen Sie Ihr Abonnement verlängern?

Nutzer/innen, die ihr WhatsApp-Konto verlängern wollen, und den Link „Abonnement“ aufrufen, gelangen auf die Website „musterseite.it“. Sie trägt den Titel WhatsApp Messenger – Zahlungo (sic!) und gibt Auswahlmöglichkeiten für die „Kauf extension“ vor: 1 Jahr um 0.99 Cent, 3 Jahre um 2,67 Euro und 5 Jahre um 3,71 Euro. Die gewählte WhatsApp-Verlängerung sollen Besucher/innen mit ihrer Kreditkarte bezahlen. Dazu müssen sie unter anderem ihre E-Mailadresse, ihr Geburtsdatum und ihre Kreditkartendaten bekannt geben:


Eine gefälschte WhatsApp-Phishingsite.

Besucher/innen, die für die Verlängerung von WhatsApp bezahlen, übermitteln ihre Zahlungsdaten an Kriminelle. Das versetzt die Betrüger/innen in die Lage, auf fremde Kosten einzukaufen und unter fremden Namen Verbrechen zu begehen.

Woran erkennen Sie die gefälschte WhatsApp-Nachricht?

Dass die angebliche E-Mail von WhatsApp nicht echt ist, können Sie unter anderem anhand der nachfolgenden Punkte erkennen:

  • WhatsApp ist kostenlos, weshalb es keinen Grund dafür gibt, dass Sie für die Benutzung des Programms zahlen sollen.
  • Als Absender scheint „WhatsApp“ auf. Die dazugehörige E-Mailadresse „fremder@musteranbieter.at“ zeigt Ihnen an, dass diese Angabe nicht stimmt.
  • Die gefälschte Nachricht ist fehlerhaft: „erneuern Sie so bald wie möglich“. Seriöse Benachrichtigungen sind lektoriert.
  • Der Link „Abonnement“ führt auf die Website „fremdewebsite.com“. Sie gehört nicht WhatsApp.
  • Sie dürfen niemals Kreditkartendaten auf unbekannten Websites bekannt geben. Genau dazu fordert Sie die gefälschte WhatsApp-Nachricht auf.

Sie haben Ihre Kreditkartendaten bekannt gegeben?

In diesem Fall nehmen Sie umgehend Kontakt mit Ihrem Kreditkarteninstitut auf. Erklären Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie Opfer eines Datendiebstahls geworden sind und auf einer gefälschten Website Zahlungsinformationen bekannt gegeben haben. Klären Sie die weitere Vorgehensweise ab, damit Sie keinen Schaden erleiden. Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Verschieben Sie die angebliche WhatsApp-Nachricht in Ihren Spam-Ordner. Das hilft dabei, dass Sie in Zukunft keine vergleichbaren Phishing-Mails mehr erhalten!

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung der Nachricht.)

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