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WhatsApp Gold führt zu teurem Abovertrag

Gepostet am 29.07.2015 von ZDDK/mimikama

WhatsApp-Benutzer/innen erhalten eine Benachrichtigung, in der davon die Rede ist, dass es das Programm als Gold-Version gibt. Um die damit verbundenen Zusatzleistungen nützen zu können, müssen sie zehn Freund/innen darüber informieren. In Wahrheit gibt es WhatsApp Gold nicht. Es dient lediglich dazu, Konsument/innen in teure Aboverträge zu führen.


Werbung für WhatsApp Gold. (c) mimikama.at

Die Bewerbung von WhatsApp Gold beginnt mit dem Hinweis: OMG Das ist so krass! Ich glaube das GAR NICHT. Das musst du dir holen!…LINK. Wer der Aufforderung nachkommt, wird auf die Website von WhatsApp Gold geleitet. Sie bewirbt zahlreiche Zusatzfunktionen des Programms:

Du willst es auch?

Eine bessere Audioqualität beim Telefonieren?
Eine Gruppe mit bis zu 256 Kontakten?
Bilder in voller Qualität versenden?
Blaue Häkchen deaktivieren?
WhatsApp Gold für immer!
In jeder Gruppe Admin werden?
Neue Hintergrundbilder?
Virus Kettenbriefe blockieren?

Um WhatsApp-Benutzer/innen unter Druck zu setzen, findet sich der Hinweis, dass das Angebot nur für maximal 300 Sekunden gilt:

Dieses Angebot gilt noch für 300 Sekunden.

Erzähl schnell 10 Freunden auf WhatsApp über WhatsApp Gold um es zu aktivieren!

1. Klicke 10 Mal auf „Einladen“
2. Klicke auf „Fortfahren“ und folge den Anweisungen.

WhatsApp Gold gibt es nicht!

Wer Interesse an den Zusatzfunktionen zeigt und zehn Freund/innen zu WhatsApp Gold einlädt, wird aufgefordert, eine allfällig aktivierte WLAN-Verbindung zu deaktivieren. Damit verfolgen Drittanbieter das Ziel, die Abrechnung von Mehrwertdiensten über den Mobilfunkanbieter abzuwickeln. Das mit dem Wissen, dass es das Programm WhatsApp Gold in Wahrheit nicht gibt. Es wird lediglich als Grund dafür ins Treffen geführt, Nutzer/innen auf Gewinnspiel-Websites und so weiter dazu zu bewegen, ihre Rufnummer bekannt zu geben. Wer dem nachkommt, schließt einen kostenpflichtigen Abovertrag ab.

Unabhängig davon wird die Rufnummer von Freund/innen an unbekannte Unternehmen übermittelt, die sie für die Bewerbung von Produkten, Dienstleistungen oder Gewinnspielen nutzen können.

Sie sind in die Abofalle getappt?

Sollten Sie im Zusammenhang mit WhatsApp Gold-Gewinnspielen per SMS oder E-Mail über den Abschluss eines Abos informiert werden, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Mobilfunkanbieter auf. Er soll für Sie verhindern, dass es zu ungewollten Abbuchungen kommt.

Ist das nicht möglich, erheben Sie nach Erhalt der Rechnung einen Einspruch gegen diese. Erklären Sie, dass die Verrechnung der Dienste ohne Rechtsgrund erfolgt. Aus diesem Grund sollen die die Geldbeträge zurückerstattet werden. Scheitert dieser Versuch, können Sie bei der Telekom-Regulierungsbehörde (RTR) ein Streitschlichtungsverfahren einleiten.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Um zu verhindern, dass über Ihre Rechnung ungewollte Abbuchungen vorgenommen werden, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Mobilfunkanbieter auf und lassen Ihre Rufnummer für Mehrwertdienste (-SMS und –Nummern) sowie WAP-/WEB-Billing sperren.

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei mimikama.at für die Erlaubnis, den Artikel übernehmen zu dürfen.)

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