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Was Sie bei Zahlungen mit Western Union, MoneyGram & Co. beachten müssen

Gepostet am 27.09.2013 von Watchlist Internet

Western Union, MoneyGram und ähnliche Dienste bieten die Möglichkeit von weltweiten und schnellen Geldtransfers, ohne dass hierfür die Eröffnung eines Bankkontos erforderlich ist („Bargeldtransfer“). Der Empfänger kann den angewiesenen Betrag bar abheben, indem er die Transaktionsnummer nennt und einen Personalausweis am jeweiligen Vertriebsstandort vorlegt. Leider wird die Zahlungsmethode auch von Internet-Betrügern missbraucht.

Eine betrügerische E-Mail, in der die Zahlung von 1.100 Euro über Western Union verlangt wird. Weitere Infos zum Fallbeispiel hier.

Bargeldtransferdienste sind in zahlreichen Situationen sehr nützlich. Verliert man etwa seine Geldbörse im Ausland, können Freunde oder Familie innerhalb weniger Minuten Geld mittels Bargeldtransfer bereitstellen. Häufig wird die Zahlungsmethode von Migrant/innen benutzt, um Geldbeträge an ihre Familien in der Heimat zu schicken, wenn diese über kein Bankkonto verfügen.

Beim Online-Shopping ist die Verwendung von Bargeldtransferdiensten kritisch

Verwenden Sie Western Union, MoneyGram & Co. nur dann, wenn Sie den/die Empfänger/in kennen und ihr bzw. ihm vertrauen! Von der Zahlung mittels Bargeldtransferdiensten beim Online-Shopping ist daher grundsätzlich abzuraten. In der Praxis verlangt kein seriöser Online-Shop Zahlungen mittels Western Union, MoneyGram & Co. Dies gilt genauso für Anbieter auf Kleinanzeigenplattformen wie Willhaben.at, bazar.at etc.

Der Grund: Online-Bargeldtransfers sind zwar schnell und praktisch, im Vergleich zu anderen Zahlungsmitteln, wie einer Banküberweisung oder der Kreditkartenzahlung, jedoch teurer, da Gebühren anfallen. Online-Betrüger/innen profitieren von Zahlungen mittels Western Union, MoneyGram & Co. auch davon, dass sie Geldbeträge in der Praxis oft „anonym“ bei einem Standort ihrer Wahl abheben können, indem sie einen gefälschten Ausweis verwenden. Damit ist es für die Behörden sehr schwer, die Betrüger/innen zu fassen.

Da es zahlreiche Vertriebsstandorte gibt, die nicht direkt von Western Union, MoneyGram geführt werden (z.B. Handy-Shops), ist naturgemäß davon auszugehen, dass die Mitarbeiter/innen der Standorte nicht in jedem Fall in der Lage sind, Ausweise auf ihre Echtheit prüfen zu können (vor allem wenn beispielsweise ausländische Ausweise vorgelegt werden).

Ein Fall von Kleinanzeigen-Betrug: Der vermeintliche Käufer versucht den Verkäufer zur Zahlung von 1.550 Euro mittels Western Union zu bewegen. Weitere Infos zum Fallbeispiel hier.

Die Betrugsfelder für den missbräuchlichen Einsatz von Bargeldtransferdiensten sind zahlreich

Western Union, MoneyGram & Co. werden in der Praxis vor allem bei den folgendenBetrugsarten missbräuchlich verwendetet:

  • Kleinanzeigen-Betrug: Opfer kann hier sowohl der Käufer (klassischer Vorschussbetrug), aber auch der Verkäufer sein (z.B. Treuhandbetrug).
  • Mietbetrug im Internet: Der vermeintliche Vermieter, etwa von Urlaubsunterkünften oder gut gelegenen „Schnäppchen-Wohnungen“, verlangt hier eine Vorauszahlung.
  • Scams: Ob angebliche Lotteriegewinne, Darlehen oder sogenannte Love-Scams, es wird immer eine Vorauszahlung verlangt.
  • Betrügerische Online-Shops: Auch Fake-Shops oder Verkäufer von Markenfälschungen können eine Zahlung mittels Bargeldtransfer verlangen.

Generell ist festzuhalten: Wenn beim Online-Shopping ausschließlich Zahlungen mittels Bargeldtransfer akzeptiert werden, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Betrug!

Was kann man als Opfer von Betrug tun?

Fällt man einem Internet-Betrüger, der Bargeldtransferdienste missbräuchlich verwendet, zum Opfer, gibt es in der Praxis keine Chance über den Zahlungsmittelanbieter selbst wieder zu seinem Geld zu kommen. D.h., das Geld ist meist weg und es bleibt letztlich nur eine Anzeige bei der Polizei.

Falls Sie verdächtige E-Mails erhalten, die sich auf Western Union beziehen, oder glauben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, können Sie sich auch direkt an Western Union wenden unter spoofwesternunioncom bzw. 00800 264 38750.

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