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online seit 04.12.2025

Gartenfreude oder Betrugsfalle? Warnung vor betrügerischen Pflanzenshops

Der Beginn des Winters ist einer der besten Zeitpunkte, um Obstbäume zu pflanzen. Das wissen nicht nur Gartenfreund:innen, sondern leider auch Kriminelle. Immer mehr Fake-Shops locken mit vermeintlich attraktiven Angeboten und führen Konsument:innen in die Falle.

Fake-Shop der Obstbäume verkauft.

Wer in diesem Jahr noch einen Obstbaum pflanzen möchte, sollte jetzt aktiv werden: Anfang Dezember ist der Boden noch ausreichend warm, damit die Wurzeln anwachsen können und der Baum im Frühling kräftig austreibt. Aber lassen Sie sich nicht von scheinbaren Schnäppchen im Internet täuschen. In letzter Zeit häufen sich betrügerische Online-Shops, die Pflanzen anbieten.

Beispiel: gartenobstshop.com

Der Online-Shop gartenobstshop.com wirkt auf den ersten Blick wie ein Paradies für Gartenfans. Von Kirschbäumen bis zu exotischen Kiwi-Pflanzen – die Auswahl scheint groß. Die Preise sind auffallend günstig, teilweise nur ein Drittel des üblichen Marktpreises. Ein Sauerkirschbaum kostet hier rund 20 €, während seriöse Anbieter mindestens 60 € verlangen.

Auch grunevielfalt.com fällt auf

Ein ähnliches Muster zeigt sich bei grunevielfalt.com: Die Angebote sind deutlich günstiger als üblich. So kostet ein Apfelbaum beispielsweise rund 15 Euro weniger als in einem anderen Online-Shop. Dazu gibt es angeblich weltweit kostenlosen Versand. Doch das Angebot ist offensichtlich gefälscht! Die Bilder sind gestohlen und es gibt weitere Auffälligkeiten.

Wie bei Fake-Shops üblich, werden auch hier ausschließlich Kreditkartenzahlungen akzeptiert. Hinzu kommt, dass ein Impressum fehlt und viele Unterseiten, etwa die FAQ-Seite, plötzlich auf Französisch erscheinen. Solche Übersetzungsfehler sind ein weiterer klassischer Hinweis auf Betrug.

Diese weiteren Fake-Shops für Pflanzen haben wir entdeckt:

gardenagarten.com

gartenbnke.com

gartenpflanzende.com

gartensbillig.com

pflanzsinn.com

So sind Sie den Kriminellen einen Schritt voraus:

Auch wenn Kriminelle mit den Angeboten in Fake-Shops immer kreativer werden, gibt es einige Anzeichen, woran man den Betrug enttarnen kann:

  • Fehlendes Impressum: Gibt es keine Angaben zu Name, Adresse und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UID), ist das ein deutlicher Warnhinweis.

  • Hohe Rabatte: Ist das gesamte Sortiment reduziert und die Preise überdurchschnittlich günstig? Dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Falle. 

  • Merkwürdige Sprache oder Übersetzungsfehler: Viele Fake-Shops nutzen automatisch übersetzte Texte oder enthalten auffällige Formulierungsfehler.

  • Fehlende oder dubiose Bewertungen: Prüfen Sie Kundenfeedback im Internet. Gibt es keine Bewertungen, sollten Sie vorsichtig sein. Möglicherweise ist der Fake-Shop neu und Sie gehören zu den ersten Betroffenen.

  • Eingeschränkte Zahlungsarten: Wenn nur Zahlung per Kreditkarte möglich ist, sollten Sie genauer hinschauen. Seriöse Online-Shops bieten mehrere Zahlungsmöglichkeiten an. 

Zu spät? Das können Sie tun:
  • Kontaktieren Sie Ihr Kreditkartenunternehmen: Erklären Sie die Situation. Bitten Sie um eine Rückerstattung der Beträge. Oft ist es auch ratsam, Ihre Karte zu sperren.

  • Erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei.

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