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Warnung vor betrügerischem Kettenbrief

Gepostet am 28.08.2013 von Internet Ombudsmann

Aktuell sind in Österreich Kettenbriefe im Umlauf, die einen „Verdienst“ von 30.000 Euro ohne großen Aufwand versprechen. Aber Vorsicht: Das schnelle Geld gibt es in Wirklichkeit nicht, stattdessen kann man sich strafbar machen!

Mit verlockenden Versprechen wie „UNGLAUBLICH! WIE SIE EINFACH BIS ZU 30.000€ VERDIENEN!!"  oder „IHRE FINANZIELLE SITUATION wird sich schlagartig verbessern!!“ werden EmpfängerInnen des Briefes dazu verleitet, einen „einfachen 3-Schritte-Plan“ umzusetzen, der angeblich „das Leben innerhalb weniger Wochen grundlegend verändert“.

Hier ein Auszug aus der E-Mail, der die ersten beiden Schritte erklärt:


Um an das große Geld zu kommen muss man also zunächst ein PayPal-Konto eröffnen (sofern man nicht bereits eines hat) und 10 Euro an die E-Mail-Adresse überweisen, die in einer Liste angeführt ist. Hier die Liste:

 

Nun folgt der letzte Schritt:

Man soll nach der erfolgten Zahlung also die Nr. 1 von der Liste streichen, die anderen E-Mail-Adressen eine Position nach oben stellen und seine eigene E-Mail-Adresse an die fünfte Stelle setzen. Danach reicht es einfach diese E-Mail an ca. 40 Kontaktpersonen weiterzuleiten und abzuwarten, bis man selber an die erste Stelle rückt und das große Geld kassiert. Stimmt leider nicht, es handelt sich hierbei um ein illegales Schneeballsystem!

Wie die Betrüger/innen mit dem Trick reich werden

Wird die E-Mail zum ersten Mal ausgeschickt, erfolgt dies an unzählige Personen (Spam-Mail), nicht bloß an 40. In dieser E-Mail sind in der Liste natürlich bloß fünf Mail-Adressen der Initiatoren angegeben. Bevor der/die erste Empfänger/in somit mit einem Geldeingang rechnen kann, müsste die E-Mail unzählige weitere Personen erreichen.

Hier ein theoretisches Rechenbeispiel, bei dem wir annehmen, dass sich alle an die Anweisungen aus der E-Mail halten:

Die E-Mail wird durch die Betrüger an 5.000 Personen verschickt (eher eine geringe Schätzung). Einer der Erstempfänger ist Herr A. Er zahlt 10 Euro und verschickt die E-Mail wie angewiesen an 40 Kontakte. Er ist zu diesem Zeitpunkt auf Platz 5 der Liste. Damit alle Erstempfänger auf Platz 1 der Liste vorrücken, müsste die Mail insgesamt 512.000.000.000 Empfänger erreicht haben, also vielfach mehr Menschen als derzeit auf der Welt leben! Man sieht also: Die Chancen mit dem System Geld zu verdienen oder gar nur seinen Einsatz zurückzubekommen, sind ziemlich gering. Reich werden hier nur die Initiatoren des Kettenbriefes!

Wir empfehlen keine Zahlungen zu leisten, entsprechende E-Mails einfach zu löschen und sich nicht durch Geldversprechen blenden zu lassen. Denn Geld kommt nicht aus dem Nichts! Auch sollten solche Kettenbriefe keinesfalls weitergeleitet werden. Die Verbreitung entsprechender Kettenbriefe ist auch strafrechtlich verboten!

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