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online seit 29.09.2025

Vorsicht vor Blutzuckermessgeräten von unseriösen Anbietern!

In Österreich sind rund 600.000 Menschen von Diabetes betroffen. Für sie ist es wichtig, den Stand ihres Blutzuckerspiegels zu kennen. Dafür eignen sich Blutzuckermessgeräte, doch bei der Wahl sollte man besonders vorsichtig sein. Denn neben seriösen Anbietern lauern im Internet auch schwarze Schafe, die sich als bekannte Marken ausgeben, aber minderwertige Geräte verkaufen.

Screenshot der unseriösen Website.

Unseriöse Händler machen auch vor dem Gesundheitsbereich nicht halt. Immer wieder werden Fälle gemeldet, in denen Online-Shops Produkte für Diabetiker:innen anbieten und mit falschen Versprechen locken. Besonders häufig werden angeblich hochwertige Blutzuckermessgeräte angepriesen, die über besonderen Eigenschaften verfügen sollen. Nicht selten finden sich in den Produktbeschreibungen auch Funktionen, die medizinisch unmöglich sind.

Wie sind diese unseriösen Online-Shops gestaltet?

Ein Beispiel für einen unseriösen Anbieter ist der Online-Shop dfdge.shop. Er bewirbt angeblich das neueste nicht-invasive Blutzuckermessgerät der Gesundheitsmarke Bayer. Das Gerät soll über zwölf verschiedene Funktionen verfügen, die neben der Blutzuckermessung auch für Vorsorgeuntersuchungen oder Nierenfunktionstests genutzt werden können. Besonders hervorgehoben die Preisreduktion von 86 Prozent: Statt 380 Euro soll das Produkt nur 55 Euro kosten.

Bei genauerer Betrachtung der Website wird man jedoch schnell stutzig: Neben dem ungewöhnlichen Namen gibt es auch kein Impressum. Bei der Suche nach weiteren Informationen stößt man zudem auf stark reduzierte Schuhe bekannter Marken. Spätestens hier wird klar, dass es sich nicht um einen Shop von Bayer handelt und die Angaben zum Blutzuckermessgerät gefälscht sind. 

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Erfahrungsgemäß erhält man bei einer Bestellung in solchen unseriösen Shops entweder gar keine Ware oder ein minderwertiges Produkt, das für Diabetiker:innen nutzlos ist.

Unseriöse Online-Shops erkennen:
  • Ungewöhnliche Webadresse: Bekannte Marken verwenden in der Regel eindeutige Webadressen. Weicht die Adresse davon ab, ist Vorsicht geboten.

  • Kein Impressum: Prüfen Sie vor jeder Bestellung, ob ein Impressum vorhanden ist. Wenn es nicht vorhanden ist oder unvollständig, sollten Sie lieber nicht bestellen.

  • Unrealistische Preise: Wenn High-Tech-Geräte mit extrem hohen Rabatten angeboten werden, handelt es sich wahrscheinlich um eine Falle.

  • Zahlung nur per Vorkasse: Bei Fake-Shops werden oft zunächst verschiedene Zahlungsmöglichkeiten angeboten, die dann bei der Bestellung nicht funktionieren. Wenn letztlich nur eine Zahlung per Kreditkarte möglich ist, sollten Sie skeptisch sein.

  • Erfahrungsberichte suchen: Geben Sie die Webadresse des Shops in eine Suchmaschine ein. Oft finden sich bereits Warnungen. Wenn keine Berichte zu finden sind, könnte der Shop neu sein und das Risiko entsprechend hoch.

Ich habe bestellt! Was kann ich tun?
  • Sollten Sie Ihre Bestellung bereits erhalten haben, dann handelt es sich dabei höchstwahrscheinlich um ein minderwertiges Produkt. Wir empfehlen, dieses nicht zu verwenden und den Ergebnissen nicht zu vertrauen. Eine Rücksendung ist nicht ratsam, da Sie die Kosten dafür in der Regel selbst tragen müssten. Zudem ist unklar, ob Sie eine Erstattung erhalten würden. Stattdessen können Sie versuchen, eine Reklamation bei Ihrem Zahlungsanbieter anzufordern. In diesem Artikel finden Sie weitere Informationen dazu.

  • Sollten Sie Ihre Bestellung nicht erhalten haben, kontaktieren Sie Ihren Kreditkartenanbieter und fragen Sie nach den Möglichkeiten einer Rückholung des Geldes. Nennen Sie als Grund „Es erfolgte keine Warenlieferung." oder „Es erfolgte die Lieferung von gefälschter bzw. falscher Ware. Beachten Sie dabei, dass Sie lediglich eine Kulanzlösung anstreben können.

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