Zum Seiteninhalt
News

Vorsicht vor Betrug auf BlaBlaCar

Gepostet am 03.05.2022 von Watchlist Internet

BlaBlaCar, eine Plattform für Mitfahrgelegenheiten, gerät ins Visier von Kriminellen. Kriminelle erstellen bei BlaBlaCar Fake-Profile und bieten Fahrten an. Mitfahrer:innen, die diese Fahrt buchen, werden dann auf WhatsApp kontaktiert und auf eine betrügerische Zahlungsplattform gelockt. Überweisen Sie vorab kein Geld und geben Sie keine Zahlungsdaten bekannt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie betrügerische Fahrer:innen entlarven!

Wie funktioniert die Betrugsmasche?

Paul sucht auf BlaBlaCar eine Fahrt von Wien nach Graz. Er findet eine und bucht die Mitfahrgelegenheit bei Scott. Scott meldet sich auch gleich bei ihm, um Details zur Fahrt zu klären. Auf WhatsApp besprechen sie den Zeitpunkt und Ort der Abfahrt. Scott schickt Paul daraufhin einen Link zur Zahlung. Diesen klickt Paul an und landet auf einer Zahlungsplattform von BlaBlaCar. Dort sollte er seine Kreditkartendaten eingeben und die Fahrt vorab bezahlen.

Achtung: Diese Zahlungsplattform ist betrügerisch! Kriminelle versuchen mit dieser Fake-BlaBlaCar-Website, an Ihre Kreditkartendaten zu kommen.

Da die Website täuschend echt aussieht, ist der Betrug für viele nicht sofort erkennbar. Auch die Internetadresse der betrügerischen Website gleicht der echten. In diesem Fall lautete die betrügerische Adresse „blablacar-de.3ds-paymentz.online/order97743171“. Im Folgenden sehen Sie den Chatverlauf mit einem betrügerischen Fahrer.

Die gefälschte Zahlungsplattform

Der betrügerische Fahrer Scott lockt Paul auf eine Zahlungsplattform, die so aussieht als würde sie zu BlaBlaCar gehören. Dort ist die Fahrt bereits angelegt und eine Überweisung von einem Euro vorgesehen. Scott behauptet, dieser Betrag sei für die „blablacar-Kommission“.

Paul hatte aber Glück. Er hat den Betrug gleich erkannt und nichts bezahlt. Was wäre aber passiert, wenn er überwiesen hätte?

Wir gehen davon aus, dass diese Fake-Zahlungsplattform eine Phishing-Seite ist. Hätte Paul seine Kreditkartendaten eingegeben, wären diese direkt bei den Kriminellen gelandet. Weiters nehmen wir an, dass die Kriminellen Überweisungen tätigen und Opfer dazu bringen, diese freizugeben. Da es auf der vermeintlichen Zahlungsplattform von BlaBlaCar auch eine Chatfunktion gab, nehmen wir an, dass Fake-Support-Mitarbeiter:innen Opfer unter Druck setzen und sie so zur Freigabe von weiteren Zahlungen bringen.

So erkennen Sie Betrüger:innen auf BlaBlaCar

  • Betrügerische Fahrer:innen senden Ihnen einen Link
  • Betrüger:innen möchten, dass Sie vorab zahlen, z. B. mittels „Geld an Freunde senden“ von PayPal, per Kreditkarte oder auf einer vermeintlichen Zahlungsplattform von BlaBlaCar
  • Das Profil ist neu und hat noch keine oder wenig aussagekräftige Bewertungen. Lesen Sie, wie Sie gefälschte Bewertungen erkennen können.
  • Betrüger:innen bieten sehr viele Fahrten an, meist mehrmals täglich hin und zurück
  • BlaBlaCar warnt auf ihrer Website vor Betrug und gibt Tipps zur sicheren Nutzung 

Tipp:

Zahlen Sie am besten bar im Auto!

Ich habe meine Kreditkartendaten eingetippt – Was nun?

  • Achten Sie auf ungerechtfertigte Abbuchungen.
  • Kontaktieren Sie Ihr Kreditkarteninstitut und erklären Sie, dass Kriminelle im Besitz Ihrer Daten sind. Wahrscheinlich ist es sinnvoll, die Karte sperren zu lassen.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Melden Sie das betrügerische Profil an BlaBlaCar.
  • Kriminelle haben Ihre Telefonnummer. Möglicherweise wird diese für weitere Betrugsmaschen genutzt. Nehmen Sie sich vor unbekannten oder seltsamen Anrufen in Acht!

Beratung & Hilfe

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

Unterstützt von:

Ein Projekt der:

Internet Ombudsmann