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Vorsicht: Gratisproben als Kostenfalle!

Gepostet am 22.07.2013 von Watchlist Internet

Zahlreiche Websites werben damit, kostenlose Produktmuster zu versenden. Erst im Kleingedruckten findet sich der Hinweis, dass mit Bestellaufgabe ein kostenpflichtiges Produkt-Abo eingegangen wird. Das vermeintliche Schnupperangebot wird damit zur Kostenfalle.

Auf Werbebannern im Internet machen Unternehmen darauf aufmerksam, z.B. hochwertige Kosmetika oder Diätprodukte zu einem symbolischen Geldbetrag an daran interessierte Haushalte zu versenden. Konkret wird für Probepackungen geworben, die Kund/innen von der Qualität eines Produktes überzeugen sollen. Oft wird mit der Bestellung jedoch ein kostenpflichtiges Produkt-Abo eingegangen – die Kostenhinweise finden sich mehr oder weniger versteckt im Kleingedruckten.

Ein Fallbeispiel:

Wer über Werbebanner auf die Seite www.liftserumpro.comkommt, wird mehr als auffällig dazu aufgefordert, ein Testprodukt für eine Gesichtscreme zu bestellen. Wortwörtlich heißt es dort: „Get Your Risk-Free Trial* Today!“

Ein Hinweis auf zukünftig anfallende Kosten findet sich hier nicht.
Mit dem grünen Balken wird der/die Besucher/in aufgefordert, seine/ihre Daten bekannt zu geben, um das vermeintliche Gratis-Produkt zu bestellen. Ein Hinweis auf zukünftig anfallende Kosten findet sich hier nicht.

Um keinen Augenblick mit der Bestellung zu zögern, ist davon die Rede, dass die Testprodukte nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung stehen (Exclusive Internet Offer Limited Quantities – ACT NOW!). Damit wird suggeriert, dass ein schnelles Bestellen notwendig ist, um am Ende des Tages nicht mit leeren Händen dazustehen. Überflüssig zu erwähnen, dass dem/der interessierten Kunden/in der Himmel auf Erden versprochen wird, was die Wirkung der Gesichtscreme anbelangt.

Wer leichtfertig seine persönlichen Daten bekannt gibt, kann nach Erhalt des Testprodukts eine böse Überraschung erleben: In den Geschäftsbedingungen der Website www.liftserumpro.com findet sich zunächst kleingedruckt der Hinweis, dass für den Versand des Produktes ein Geldbetrag in Höhe von 1,99 Euro anfällt.

Es kommt noch besser ...

Wer sich die „Terms and conditions“ der Seite genau durchliest, stellt überraschend und entgegen der beworbenen Ankündigung fest, dass gratis nicht gleich gratis ist. Denn mit Bestellung des Probemusters erklärt sich der/die Kund/in damit einverstanden, ein Jahresabo an Kosmetika zu bestellen, sofern er/sie dem nicht innerhalb der 14-tägigen Probezeit widerspricht. Obwohl davon niemals die Rede war, kann der Preis auf einmal von gratis auf 84,71 Euro pro Monat ansteigen!

Im Kleingedruckten versteckt zeigt sich, dass mit der Bestellung des Testproduktes hohe Kosten anfallen können.
Im Kleingedruckten versteckt zeigt sich, dass mit der Bestellung des Testproduktes hohe Kosten anfallen können.

Da im Rahmen des Bestellvorgangs die Bankdaten bekannt gegeben werden müssen, darf es nicht überraschen, wenn es in Zukunft zu unerwünschten und hohen Abbuchungen vom Konto kommt. Aus diesem Grund ist von vermeintlichen „Gratis“-Probeprodukten im Internet Abstand zu nehmen, da damit in Wahrheit oft kostenpflichtige Abos bestellt werden, die hohe Kosten verursachen können.

Tipp:

Sollten Sie ein Opfer von vermeintlichen „Gratis“-Testprodukten im Internet geworden sein, wenden Sie sich an den Internet Ombudsmann für weitere Schritte!

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann