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Virenwarnung führt in die Abofalle

Gepostet am 05.05.2015 von AKNÖ, Konsumentenschutz

In einer kostenlosen App wird behauptet, dass das eigene Smartphone mit einem Virus befallen sei. Um ihn zu entfernen, soll ein Prrogramm installiert werden. Doch statt der gratis Anti-Viren Software gibt's ein Unterhaltungs-Abo um EUR 48,- monatlich.

In einer App erscheint eine Meldung, die auf eine neue Mitteilung hinweist. In weiterer Folge wird auf einen angeblichen Virenbefall des Smartphones hingewiesen. Des weiteren wird Abhilfe durch einen Gratis Virenscanner versprochen. Doch von "Gratis" keine Spur - es soll ein Unterhaltungs-Abo um € 48,- monatlich verkauft werden. Diese Information wird jedoch gut versteckt.

Schritt 1: In einer Gratis-App erscheint ganz unten eine Meldung mit einer neuen Mitteilung.

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Schritt 2: Nach Klick auf die Einblendung wird über einen angeblichen Virenbefall des Smartphones informiert.

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Schritt 3: Nach Klick auf "OK" wird die Virenmeldung noch einmal gebracht und es besteht die Möglichkeit einen Virenscan durchzuführen.

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Schritt 4: Der "Scan" nach Viren beginnt

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Schritt 5: Ordner werden "gescannt"

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Schritt 6: Dateien werden "gescannt".

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Schritt 7: Apps werden "gescannt".

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Schritt 8: Sogar der Akku wird nach Virenbefall "gescannt".

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Schritt 9: Der "Scan" ist abgeschlossen.

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Schritt 10: Eine Meldung über einen gefundenen Virus erscheint.

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Schritt 11: Zur Abhilfe wird nach einer kurzen Suche ...

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Schritt 12: ... eine kostenlose Virenschutzsoftware mit Topbewertung empfohlen.

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Schritt 13: Nach Klick auf "Virus jetzt entfernen" soll noch schnell auf "Weiter" geklickt werden.

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Schritt 14: Nur wer nun besonders aufmerksam ist und aktiv nach unten scrollt, erhält die Info, dass der Dienst 12,- EUR pro Woche (EUR 48,-) monatlich kostet. 

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Was kann ich tun, damit ich nicht in die Abofalle tappe?

Wer kein Interesse an einer Bezahlmöglichkeit (WAP/VAS/Mehrwertdienste) über den Mobilfunkanschluss hat, lässt WAP/VAS/Web-Billing und Mehrwertdienste bei seinem Netzbetreiber sperren und lässt sich dafür am besten eine Bestätigung geben.

Pop-Ups oder Meldungen über angeblichen Virenbefall oder benötigte Softwareupdates sollten hinterfragt werden und nicht voreilig angeklickt werden.

Was kann ich tun, wenn ich unbestellte Abo-Dienste auf meiner Handyrechnung finde?

Lassen Sie den jeweiligen Dienst bei Ihrem Mobilfunkanbieter beenden und zumindest die zugehörige Bezahlmöglichkeit (WAP/VAS/Mehrwertdienst) für Ihren Mobilfunkanschluss sperren - wichtig ist dabei auch eine Bestätigung durch den Mobilfunkanbieter.

Erheben Sie schriftlich (per Einschreiben) Einspruch gegen die jeweilige Rechnung bei Ihrem Mobilfunkanbieter - die Einspruchsfrist beträgt 3 Monate ab Rechnungserhalt

Registrieren Sie eine Beschwerde bei der Rundfunk und Telekom GmbH (RTR)

Den Aufschub der Fälligkeit eines strittigen Rechnungsbetrages erreichen Sie nur durch eine fristgerechte (!) Beeinspruchung der jeweiligen Rechnung bei Ihrem Mobilfunkanbieter und durch Antragstellung bei der RTR GmbH. Die Antragstellung ist auch über das Internet möglich.

www.rtr.at/schlichtungsstelle

RTR GmbH
Mariahilferstraße 77-79
1060 Wien
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