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online seit 23.02.2026

dpa Picture-Alliance GmbH: Forderung aufgrund Urheberrechtsverletzung

Werden Sie wegen einer Urheberrechtsverletzung der dpa Picture-Alliance GmbH angeschrieben? Sind Sie unsicher, ob es sich um ein seriöses Schreiben handelt? Tatsächlich handelt es sich in vielen Fällen um reale Forderungen – wir erklären Ihnen, was Sie jetzt tun können.

OG-Image: Anwaltschreiben von ksp Rechtsanwälte im namen der dpa Picture-Alliance.

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) Picture-Alliance verwaltet und vermarktet eine große Anzahl professioneller Pressebilder. Diese dürfen nur genutzt werden, wenn zuvor eine Lizenz erworben wurde und die Nutzungsbedingungen eingehalten werden. Wird ein Bild ohne entsprechende Rechte veröffentlicht, kann die Agentur nachträglich Lizenzgebühren sowie weitere Kosten geltend machen.

Schreiben von KSP Rechtsanwälte

Aktuell werden zahlreiche Forderungen im Auftrag der dpa Picture-Alliance GmbH von der Kanzlei KSP Rechtsanwälte versendet. Die Kanzlei ist eine bekannte deutsche Rechtsanwaltskanzlei, die sich auf Urheberrechtsabmahnungen spezialisiert hat.

Was enthält das Schreiben?
  • Konkreter Nachweis des verwendeten Bildes

  • Screenshots oder andere Dokumentationen der Nutzung

  • Forderungen nach Schadensersatz oder Lizenzgebühren

Ist die Forderung rechtmäßig?

Wenn gegen Urheberrechte der dpa Picture-Alliance GmbH verstoßen wurde, ist die Forderung in der Regel berechtigt. Dazu gehören Schadensersatzansprüche sowie die Erstattung von Nebenkosten (z.B. Anwaltskosten). Betroffene Bilder sollten zudem umgehend entfernt werden, da sonst weitere Forderungen geltend gemacht werden können.

Tipp: Prüfen Sie die Forderung

Denn nicht jede Forderung ist automatisch in voller Höhe gerechtfertigt. Entscheidend sind unter anderem:

  • die tatsächliche Nutzung des Bildes

  • die Dauer der Veröffentlichung

  • das Vorhandensein einer Lizenz oder Bildquelle

Daher kann es hilfreich sein, vor einer Zahlung prüfen zu lassen, ob die geforderte Summe tatsächlich gerechtfertigt ist. Eine rechtliche Beratung durch eine spezialisierte Anwaltskanzlei kann helfen, unnötige Kosten zu vermeiden und die Forderung korrekt einzuschätzen.

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Vorsicht vor Betrug: Es gibt auch Kriminelle, die bekannte Urheberrechtskanzleien imitieren und nicht existente Forderungen verschicken. Öffnen Sie keine Anhänge und prüfen Sie Schreiben immer sorgfältig. Im Zweifel können Sie uns das Schreiben melden: https://www.watchlist-internet.at/melde-formular/.

Urheberrechtsprobleme vermeiden
  • Nur lizenzierte Bilder verwenden: Verwenden Sie ausschließlich Bilder, für die Sie eine gültige Lizenz besitzen. Prüfen Sie bei jeder Nutzung die Lizenzbedingungen.

  • Quellen korrekt angeben: Wenn die Lizenz eine Urheberkennzeichnung verlangt, achten Sie darauf, diese korrekt zu platzieren.

  • Vorsicht bei kostenfreien Bildern: Auch kostenlose Bilder aus dem Internet sind nicht automatisch lizenzfrei. Prüfen Sie immer die Nutzungsrechte.

  • Eigene Inhalte bevorzugen: Eigene Fotos, Grafiken oder selbst erstellte Illustrationen sind rechtlich sicherer und verhindern Abmahnungen.

  • Dokumentation aufbewahren: Bewahren Sie Lizenznachweise, Rechnungen und E-Mails gut auf, um im Zweifel nachweisen zu können, dass Sie rechtmäßig gehandelt haben.

Das können Betroffene tun:
  • Schreiben ernst nehmen und Fristen prüfen

  • Nutzung dokumentieren und gegebenenfalls entfernen

  • Betrag zahlen oder die Forderung im Zweifel rechtlich prüfen lassen

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