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online seit 20.01.2026

Kleinanzeigen-Verkaufende: Achtung vor dieser Vorgehensweise!

Online-Marktplätze bieten eine großartige Möglichkeit, aussortierten Schätzen eine zweite Chance zu geben und dabei Geld zu verdienen. Doch Vorsicht: Lassen Sie sich von angeblichen Käufer:innen niemals aus den meist sicheren Plattformen weglocken!

Phishing-Website Bank Austria - Vinted Betrug.

Gerade zum Start ins neue Jahr möchten viele ihren alten Ballast loswerden – auch im Kleiderschrank. Online-Marktplätze sind dafür besonders beliebt, da sich Käufer:innen ortsunabhängig finden lassen. Der integrierte Käuferschutz sorgt bei vielen Plattformen in der Regel für Sicherheit: Gegen eine Gebühr wird das Paket vorfrankiert versendet und ist zudem gegen mögliche Probleme abgesichert.

Doch Kriminelle finden immer wieder Wege, diese Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Dabei versuchen sie gezielt, Verkäufer:innen unter einem Vorwand aus der Plattform herauszulocken.

So werden Verkäufer:innen betrogen - Ein Beispiel

Eine Verkäuferin wird von einer Interessentin kontaktiert, die ein Video von ihrem zum Verkauf stehenden Kleides sehen möchte. Da dies auf Vinted nicht möglich ist, soll das Video über Instagram geschickt werden. Die Interessentin zeigt sich begeistert und bittet anschließend um die E-Mail-Adresse der Verkäuferin, um eine Versandetikette zu erstellen. Kurz darauf erhält die Verkäuferin eine E-Mail im Namen von Vinted mit der Wohnadresse der Interessentin und einem Button „Jetzt bestätigen“.

Nach dem Klick wird sie auf eine gefälschte Seite im Design ihrer Bank weitergeleitet, wo sie ihre Verfügernummer und ihr Passwort eingibt. Anschließend erhält sie in ihrer Bank-App Push-Mitteilungen über einen „Zahlungsauftrag“, den sie weder stornieren noch mit Face-ID stoppen kann. Auf der Website befindet sich zudem ein Chatbot, über den sie Hilfe sucht – erst später, als bereits 1.500 Euro von ihrem Konto abgebucht wurden, erkennt sie, dass auch dieser Teil der Betrugsmasche ist.

4 Tipps für sicheres Verkaufen
  • Kommunizieren Sie ausschließlich über das Nachrichtenportal der jeweiligen Plattform, damit alle Schritte nachvollziehbar bleiben.

  • Geben Sie keine privaten Daten weiter, insbesondere keine E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Bankdaten.

  • Nutzen Sie den Verkauf mit Käuferschutz und informieren Sie sich vorab auf der offiziellen Website der Plattform über den genauen Ablauf.

  • Bestätigen Sie keine Zahlungen in Ihrer Bank-App, wenn Sie selbst Ware verkaufen – echte Käufer:innen überweisen Geld, ohne dass Sie Zahlungsaufträge freigeben müssen.

Ich habe überwiesen – was kann ich tun?
  • Kontaktieren Sie Ihre Bank und berichten Sie von dem Vorfall. Die Mitarbeitenden wissen, was zu tun ist, und können gegebenenfalls die Überweisung stoppen.

  • Melden Sie das betrügerische Profil der Plattform. So kann der Nutzer gesperrt werden.

  • Erstatten Sie eine Strafanzeige bei der Polizei.

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