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So schützen Sie sich vor betrügerischen Investmentplattformen

Gepostet am 01.03.2022 von Watchlist Internet

Sie möchten in Aktien, Kryptowährung (wie Bitcoins, Ethereum etc.) oder Edelmetalle investieren? Nach einer kurzen Recherche im Internet werden Sie wohl auf verschiedene Trading-Optionen stoßen. Doch Vorsicht: Anlage- und Investitionsbetrug (auch Cyber Trading Fraud genannt) boomt! Nehmen Sie Investment-Plattformen, bevor Sie loslegen, genau unter die Lupe. Angebote, die zu schön sind, um wahr zu sein, entpuppen sich meist als Fake und Sie verlieren Ihr Geld! Wir zeigen Ihnen, woran Sie betrügerische Investitionsplattformen erkennen.

Anlagebetrug erkennen: Darauf sollten Sie achten

  • Hohe Gewinnversprechen bei kleinen Investitionen: Betrügerische Plattformen locken mit unrealistischen Angeboten.
  • Automatisiertes Trading: Die Plattform verspricht Ihnen ohne aktives Zutun hohe Gewinne. Betrügerische Plattformen erkennen Sie daran, dass der Handel automatisiert über Bots oder Algorithmen erfolgt.
  • Persönliche Beratung: Die Plattform wirbt mit persönlicher Beratung. Angeblich qualifizierte Expert:innen geben Ihnen Handlungsanweisungen oder übernehmen für Sie das Trading. Klingt zwar verlockend, ist aber Scam!
  • Angabe der Telefonnummer: Unseriöse Investitionsplattformen fordern bei der Registrierung die Angabe Ihrer Telefonnummer.
  • Persönliche Kontaktaufnahme: Sie werden ohne Aufforderung telefonisch oder per E-Mail kontaktiert. Persönliche Betreuer:innen oder Expert:innen möchten Ihnen erklären, wie die Investment-Plattform und das Trading funktionieren, unterstützen Sie bei der Einrichtung einer Wallet für Überweisungen und geben Ihnen Empfehlungen zu Einzahlungen. Eine solche Vorgehensweise ist nicht nur unseriös, sondern sogar verboten!
  • Remotezugriff: Die vermeintlichen Investitionsberater:innen fordern Zugriff auf Ihr Gerät. Sie behaupten, dass sie AnyDesk oder TeamViewer für das Trading benötigen. In Wirklichkeit verschaffen sich die Kriminellen Zugriff auf Ihre Daten und Passwörter und installieren Schadsoftware.
  • Kein Impressum: Halten Sie immer Ausschau nach einem Impressum. Gibt es keines, Finger weg!
  • Unvollständiges Impressum: Achten Sie darauf, welche Angaben im Impressum gemacht werden. Seriöse Trading-Plattformen weisen im Impressum die Betreiberfirma, den Firmensitz, Firmenbuchnummer und Lizenz aus. 
  • Sitz im Ausland: Überprüfen Sie, ob das Unternehmen von der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA als seriös eingestuft wurde. Hier finden Sie die Datenbank seriöser Investmentmöglichkeiten. Wird das Unternehmen nicht gelistet, raten wir von einer Investition ab! 
  • Firmensitz auf "St. Vincent and the Granadines", "Commonwealth of Dominica" oder "Marshall Islands": Bedenken Sie, dass Offshore-Firmen keiner behördlichen Aufsicht unterliegen! Wir raten von einer Investition ab! 
  • Überweisungen auf Privatkonten: Die Plattform ist betrügerisch, wenn Sie aufgefordert werden, Ihre Investition oder Einzahlungen auf ein Bankkonto einer Privatperson zu tätigen.
  • Werbung: Sie haben über eine Werbeanzeige in Sozialen Netzwerken, einen Online-Zeitungsartikel, über ein Pop-Up beim Surfen im Internet oder in einer Telegram-Gruppe von einer großartigen Investitionsmöglichkeit erfahren? Vorsicht: Betrügerische Plattformen sind dafür bekannt, sehr intensiv Werbung zu schalten. Wird die Anlagemöglichkeit mit den Floskeln „hohe Gewinne in kurzer Zeit“, „risikofrei“, „automatisiertes Trading“ oder „nur in 7 Tagen reichen werden“ beworben, können Sie von Fake ausgehen!
  • Warnungen im Internet: Suchen Sie nach Erfahrungen im Internet. Möglicherweise werden Sie bereits gewarnt. Auf der Liste betrügerischer Investitionsplattformen werden betrügerische Finanzangebote, die an die Watchist Internet und Internet Ombudsstelle gemeldet werden, dokumentiert.  Auch die FMA listet betrügerische Plattformen. Achtung: Gibt es keine Einträge oder Erfahrungen, bedeutet das nicht, dass es sich um ein seriöses Unternehmen handelt! Bedenken Sie auch: Kriminelle fälschen sehr oft ganze Webseiten, in der betrügerische Plattformen empfohlen werden!

Sie haben bei einer betrügerischen Plattform investiert?

  • Tätigen Sie keine weiteren Einzahlungen mehr. Lassen Sie sich von Ihrem vermeintlichen Berater nicht unter Druck setzen.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Kontaktieren Sie Ihre Bank bzw. Ihr Kreditkarteninstitut. Möglicherweise kann das Geld zurückgeholt werden.
  • Melden Sie die Plattform der Finanzmarktaufsicht und an die Watchlist Internet
  • Vorsicht vor Recovery-Scams: Oft kontaktieren Sie die Kriminelle nach einer gewissen Zeit und behaupten, sie könnten Ihnen helfen, Ihr Geld zurückzubekommen. Auch hierbei handelt es sich um eine Betrugsmasche. 

Beratung & Hilfe

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

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