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So können Sie sich vor Scams schützen

Gepostet am 20.05.2013 von Watchlist Internet

Millionengewinne, Erbschaften, die große Liebe – sogenannte „Scammer“ locken mit Angeboten, die zu schön sind, um wahr zu sein. Hier sollten bereits die Alarmglocken schrillen!

Der Trick beim Scamming ist immer der gleiche:
Bevor das „Versprechen“ (Lotteriegewinn, Erbschaft, hohe Provision, Hochzeit etc.) eingelöst wird, werden die Opfer dazu gedrängt, eine Vorauszahlung zu leisten (für entstandene Spesen, Steuern, Flugtickets, Visa, was auch immer). Von den versprochenen Geldbeträgen oder Leistungen sieht man natürlich nichts und die Vorauszahlung ist ebenfalls weg. Manchmal werden die Opfer auch zur Bekanntgabe von geheimen Bank- oder Zugangsdaten, der Unterzeichnung oder Kopie von Dokumenten, zu Geldtransfers oder der Einlösung ausländischer Schecks aufgefordert.

WICHTIG: Werden Ihnen per E-Mail, in Sozialen Netzwerken oder auf andere Art im Internet Angebote gemacht, die zu schön sind, um wahr zu sein, sollten die Alarmglocken schrillen!

Eine gefälschte Gewinnbenachrichtigung
Eine gefälschte Gewinnbenachrichtigung eines angeblichen, spanischen Lotterie-Unternehmens. Um den „Gewinn“ einzulösen, soll ein Formular mit persönlichen Daten ausgefüllt und an eine ausländische Nummer gefaxt werden.

So können Sie sich vor Scams schützen:

  • Auch im Internet hat niemand etwas zu verschenken, seien Sie daher stets misstrauisch bei ungewöhnlichen Angeboten!
  • Antworten Sie nicht auf dubiose E-Mail-Versprechungen mit ungewöhnlich hohen Profiten – auch nicht, um das „Geschäft“ abzusagen – und löschen Sie die E-Mails sofort.
  • Antworten Sie nicht auf E-Mails, die mit Gewinnspielen in Zusammenhang stehen, an denen Sie nicht teilgenommen haben. Reagieren Sie auch nicht auf Mitteilungen oder Mahnungen zu Waren, die Sie nicht bestellt haben.
  • Seien Sie generell skeptisch, wenn Sie fremde Personen in Sozialen Netzwerken (z.B. Facebook) anschreiben und schon nach kurzer Zeit von der großen Liebe sprechen, Sie zu einem Sex-Chat überreden wollen oder um Geldzahlungen bitten. Auch wenn das Profil des Gegenübers seriös wirkt, bedenken Sie: ein gefälschtes Online-Profil ist schnell erstellt!
  • Senden Sie Menschen, die Sie noch nie persönlich gesehen haben, weder Geld noch persönliche Dokumente und erledigen Sie auch keine „Gefälligkeiten“ (wie z.B. Geldtransfers, Scheck einlösen, Briefe/Pakete weiterleiten). 
  • Lassen Sie sich nicht durch Aussagen unter Druck setzen, dass es angeblich um sehr hohe Geldbeträge geht, die Sache „dringend“ ist oder prominente Personen involviert sind. Auch ein beliebter Trick: Sie werden um rasche finanzielle Hilfe für angeblich in Not geratene Familienmitglieder oder Freunde gebeten (meist sogar von der realen E-Mail-Adresse des Freundes/des Familienmitglieds).
  • Geben Sie Teile der dubiosen E-Mail (z.B. den Betreff) oder den Namen Ihrer neuen Internet-Bekanntschaft mit dem Zusatz „Scam“ in eine Suchmaschine ein. Die Suchergebnisse können in vielen Fällen einen Betrug entlarven.
  • Wählen Sie keine in der E-Mail angegebene Telefonnummer. Oft sind es gebührenpflichtige Mehrwertnummern.
  • Lassen Sie sich keine überhöhten Schecks für Privatverkäufe oder schnelle „Nebenjobs“ andrehen und überweisen Sie niemals geforderte Differenzbeträge. Die Schecks werden ein paar Wochen später platzen und das überwiesene Geld ist auch weg (Scheckbetrug).

Lesen Sie hier, was Sie tun können, wenn Sie bereits auf einen Scammer/eine Scammerin hereingefallen sind.

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