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SMS über eine ausständige Geldstrafe ist Fake

Gepostet am 19.10.2021 von Watchlist Internet

Viele ÖsterreicherInnen erhalten momentan ein SMS, das über ein angeblich ausstehendes Bußgeld informiert. In der Nachricht werden Sie aufgefordert, die Zahlung sofort vorzunehmen, ansonsten drohen rechtliche Schritte. Um die Zahlung zu tätigen, sollte ein Link angeklickt werden. Vorsicht: Diese Benachrichtigung ist nicht echt! Sie werden auf eine gefälschte oesterreich.gv.at-Seite geführt. Kriminelle versuchen dort an Ihre Bankdaten zu kommen.

Momentan kursiert eine SMS-Nachricht über eine angeblich nicht bezahlte Strafe. Um rechtliche Schritte zu vermeiden, werden EmpfängerInnen aufgefordert, diese sofort zu bezahlen. Die Dringlichkeit dieser Nachricht verleitet viele besorgte EmpfängerInnen dazu, auf den Link zu klicken. Wir raten dringend davon ab, denn diese Nachricht ist Fake. Sie landen auf einer Phishing-Seite!

Wohin führt der Link?

Im SMS ist ein Link enthalten, welcher im ersten Moment plausibel wirkt. Er scheint auf eine offizielle Webseite des Bundesministeriums zu führen:

Sie haben ein ausstehendes Bußgeld, vermeiden Sie rechtliche Schritte indem Sie die Zahlung sofort hier vornehmen: https://govatgeldstrafe.xyz/zahlung.php.

Wir haben uns den Link genauer angesehen: Er führt zu einer gefälschten oesterreich.gv.at-Seite. Die Kriminellen behaupten auf dieser Seite, dass eine Strafe von 375,95 Euro bezahlt werden muss, ansonsten wird ein Gerichtsvollzieher beauftragt. Der konkrete Grund für die Strafe wird nicht angeführt.

Achtung:

Klicken Sie niemals auf unbekannte Links. Dahinter kann sich auch Schadsoftware verbergen!

Kriminelle erspähen Bankdaten

Die vermeintliche Strafe sollte direkt auf der gefälschten Webseite bezahlt werden. Sie werden aufgefordert Ihre Bank auszuwählen. Je nach Bank landen Sie dann entweder auf einer gefälschten Online-Banking-Webseite oder Sie erhalten Zahlungsinformationen zur Überweisung der Strafe. Unseren Beobachtungen zufolge haben die Kriminellen nur von größeren Banken die Online-Banking-Webseite nachgebaut. Bei der Auswahl einer kleineren Bank, erhalten Sie nur die Zahlungsdaten. Erkennen Sie den Betrug zu spät, kann in beiden Fällen ein enormer finanzieller Schaden entstehen.

Achtung:

Daten, die bei einer gefälschten Online-Banking-Webseite eingegeben werden, landen direkt in den Händen von Kriminellen!

Sie haben die vermeintliche Strafe bezahlt?

  • Wenn Sie Ihre Bankdaten angegeben haben: Kontaktieren Sie Ihre Bank und erklären, dass Sie Opfer eines Datendiebstahls wurden. Klären Sie das weitere Vorgehen zur Schadensvermeidung ab.
  • Sie haben direkt überwiesen? Informieren Sie sich bei Ihrer Bank, ob eine Rückholung der Überweisung möglich ist. In der Regel ist eine Rückerstattung aber unwahrscheinlich.
  • Ist Ihnen bereits ein finanzieller Schaden entstanden, sollten Sie außerdem kostenlose Strafanzeige bei der Polizei erstatten.

Betrügerische SMS aktuell im Trend

Wir beobachten momentan einen Anstieg betrügerischer SMS-Nachrichten. In der Benachrichtigung werden beispielsweise Paketzustellungen, Sprachnachrichten oder Bankangelegenheiten thematisiert. Grundsätzlich gilt: Seien Sie bei Links in einem SMS kritisch und klicken Sie niemals übereilt auf einen Link. Fragen Sie im Zweifelsfall lieber bei der zuständigen Stelle nach.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei Leserinnen und Lesern für die Meldungen zur betrügerischen SMS-Nachrichten ausständiger Geldstrafen. )

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