Zum Seiteninhalt
News

Sicherer Umgang mit privaten E-Mail-Accounts

Gepostet am 20.09.2013 von Internet Ombudsmann

Immer wieder melden Konsument/innen dem Internet Ombudsmann, dass sie nicht mehr auf ihre privaten, meist kostenlosen E-Mail-Accounts bei Anbietern wie GMX, Yahoo, Hotmail oder Gmail zugreifen können, weil diese gehackt wurden.

Wurde ein E-Mail-Account gehackt bestehen folgende Risiken:

  • Dritte können Zugriff auf die im E-Mail-Account gespeicherten, teils sensiblen, Daten erlangen (z.B. Passwörter, Zahlungsmittel-Informationen, Kontaktdaten, Dokumente, Fotos etc.).
  • Auch besteht die Gefahr, dass der Mail-Account missbraucht wird, um Spam- bzw. Phishing-Mails oder sonstige betrügerische E-Mails (siehe z.B. Watchlist Internet-Beitrag „Abgezockt von den eigenen Freunden?!“) im Namen des Betroffenen an die im Mail-Account gespeicherten Kontakte zu versenden. Dies ist vor allem problematisch, wenn die E-Mail-Adresse auch für berufliche Zwecke genutzt wird: Denn dann erhalten auch Geschäftspartner oder Vorgesetzte entsprechend unseriöse E-Mails. 

E-Mail-Account „zurückerobern“?

Verliert man den Zugang zu seinem E-Mail-Account, kann der Zugriff meist durch die Beantwortung von Sicherheitsfragen oder die Anforderung eines Links zur Passwort-Wiederherstellung an eine alternative E-Mail-Adresse wiederhergestellt werden. Dabei ergeben sich jedoch oft folgende Probleme:

  • Vor allem wenn eine lange Zeit seit der Einrichtung des E-Mail-Accounts vergangen ist, können die Sicherheitsfragen häufig nicht mehr beantwortet werden, meist weil die Antworten schlicht vergessen wurden. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Fragen nicht wahrheitsgetreu beantwortet wurden.
  • Die hinterlegte alternative E-Mail-Adresse kann außerdem bereits seit längerer Zeit nicht mehr existieren bzw. der Zugang zu dieser kann ebenfalls nicht mehr gegeben sein. Dies etwa, weil alternative E-Mail-Adressen kaum benutzt werden und somit das zugehörige Passwort vergessen werden kann oder der E-Mail-Account wegen Inaktivität gesperrt wurde.
  • Beim Anlegen einer E-Mail-Adresse werden häufig falsche Daten zu der eigenen Person angegeben. In diesem Fall kann die eigene Identität gegenüber dem E-Mail-Anbieter auch durch das Übersenden einer Ausweiskopie nicht nachgewiesen werden.
  • Bei einem widerrechtlichen Zugriff auf den E-Mail-Account durch Dritte (wie etwa Hacker/innen), ist es möglich, dass die Sicherheitsfragen bereits durch diese geändert wurden.

Tipps:

  • Speichern Sie wichtige Dokumente und Kontaktdaten immer auch extern ab.
  • Halten Sie Ihren E-Mail-Account immer am neuesten Stand, überprüfen Sie die Einstellungen regelmäßig (alternative E-Mail-Adresse, wichtigste Angaben zu Ihrer Personen etc.)
  • Geben Sie bei der Einrichtung eines E-Mail-Accounts keine fiktiven Daten an, dies kann im Fall von Zugriffsproblemen eine Lösung erheblich erschweren.
  • Beantworten Sie die Sicherheitsfragen so, dass Sie sich diese merken können. Speichern Sie diese Angaben sicher ab (z.B. in einem Passwort-Safe auf dem Smartphone).
  • Geben Sie immer eine gültige und aktive alternative E-Mail-Adresse an.
  • Beachten Sie die Hinweise im Hilfebereich des jeweiligen Anbieters, wenn Sie Probleme mit Ihrem E-Mail-Account haben.
  • Verwenden Sie sichere Passwörter und ändern Sie diese regelmäßig, um das Risiko zu minimieren, dass der Account gehackt wird. Sollten Sie den Verdacht haben, dass der Account gehackt worden sein könnte, ändern Sie das Passwort umgehend, wenn das noch möglich ist!

Unterstützt von:

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann