Zum Seiteninhalt
News

Seriösen Aufsperrdienst finden

Gepostet am 30.08.2017 von Watchlist Internet
Themen: Sonstiges, Tipp

Wer sich aus seiner Wohnung aussperrt, kann an unseriöse Aufsperrdienste gelangen. Es ist unbekannt, woher sie kommen, warum sie welche Leistungen erbringen und wieso sie dafür mehrere hundert Euro verlangen. Nachträgliche Reklamationen sind zwecklos. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie sich vor diesen Gefahren schützen und im Internet die richtigen Anbieter/innen finden.

Sie kennen das Szenario: Am Abend fällt Ihnen die Haustür zu und Sie haben den Schlüssel nicht zur Hand. Sie sind ausgesperrt und wissen nicht weiter. Sie zücken das Smartphone, suchen nach einem 24h-Aufsperrdienst und finden passende Anbieter/innen. Sie sind angeblich aus Ihrer Nähe und werben mit günstigen Preisen. Sie kommen, arbeiten kurze Zeit und stellen eine Rechnung aus. Auf dieser finden sich kein Hinweis darauf, wo der Firmensitz des Schlüsseldienstes ist, welche Leistungen sie erbringen und wofür die Kosten anfallen. Die Rechnung fällt hoch aus und beträgt mehrere hundert Euro! Den Betrag müssen Sie sofort in bar bezahlen. Können Sie das nicht, begleiten die Mitarbeiter/innen sie zum Bankomaten, nehmen Ihr Geld und verschwinden. Nachträgliche Reklamationen sind zwecklos, denn die Angaben auf der Rechnung sind falsch.

Seriöse Anbieter/innen finden!

Dass Sie unseriöse Anbieter/innen ausnehmen, muss nicht sein, wenn Sie im Bedarfsfall folgende Punkte beherzigen und einen ruhigen Kopf bewahren:

  • Lassen Sie sich nicht von Werbeanzeigen und günstigen Preisen täuschen. Beispielsweise können Unternehmen, die mit Preisen ab 9 Euro werben, kaum seriös sein. Diese Angebote entsprechen nicht dem gewöhnlichen Stundensatz der Branche.
  • Überprüfen Sie die Website der Anbieter/innen: Geben sie im Impressum ihre genaue Anschrift wieder und nennen sie ihre Wirtschaftskammerzugehörigkeit? Es sind gerade unseriöse Aufsperrdienste, die diese Angaben nicht machen!
  • Wichtig ist, dass es sich bei dem von Ihnen beauftragten Unternehmen um eines aus Ihrer Nähe handelt. Andernfalls kommen zum eigentlichen Aufsperrdienst hohe Zusatzkosten für die Anfahrt hinzu. Vertrauen Sie bei Ortsangaben nicht auf große Überschriften. Auch hier hilft ein Blick in's Impressum.
  • Informieren Sie sich vor einer Auftragserteilung über den Preis! Klären Sie ab, welche Formen der Bezahlung Anbieter/innen akzeptieren. Ist ausschließlichen die Bezahlung in Bar möglich, sollten Sie hellhörig werden und ein anderes Unternehmen aufsuchen.
  • Einige Haushaltsversicherungen und bei Kreditkarten enthaltene Versicherungen beinhalten eine "Aufsperrversicherung". Dort gibt es eine 24-Stunden-Hotline, die den Aufsperrdienst für Sie beauftragt. Speichern Sie diese Nummer in Ihrem Telefon ab, sodass Sie im Bedarfsfall nicht erst danach suchen müssen. Die Kosten werden direkt von der Versicherung übernommen. Eine Bezahlung des Aufsperrdienstes vor Ort ist nicht notwendig.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Informieren Sie sich vor einem Notfall über seriöse Aufsperrdienste. Speichern Sie deren Telefonnummern auf Ihrem Handy ab. So können Sie im Bedarfsafall den Anbieter ohne Druck kontaktieren. Das sollte helfen, überbordende Kosten zu vermeiden!

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann