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„Reiche Frau mit einem riesigen Kapital“

Gepostet am 24.02.2015 von Watchlist Internet

Wildfremde Personen melden sich per E-Mail oder über Soziale Netzwerke und bieten günstige Online-Kredite an. Wer daran Interesse zeigt, dem werden Gründe genannt, warum vorab Geld überwiesen werden soll. Das Geld geht in Wahrheit an Kriminelle und ist für immer verloren.


Niemand hat im Internet Geld zu verschenken. (cc) geralt - pixabay.com

Die Kontaktaufnahme mit potenziellen Opfern kann nachfolgenden Inhalt haben:

Sind Sie auf der Suche nach einem sicheren Online-Kredit, um Ihr Leben oder eine Reihe von Problemen, die ich bin die Lösung für Ihr Problem wieder aufzubauen. Ich bin eine reiche Frau mit einem riesigen Kapital kann allen personnnes einer Forschung Darlehen, die Sie brauchen einen Kredit für ein Auto zu bezahlen, zahlen eine Schuld, die Schaffung eines Unternehmens oder eines Projekts bin ich bereit zu geben, sich ernsthafte Darlehen von € 2.000 bis € 500.000 mit einem Zinssatz von 2%. Sie, die diese Darlehen benötigen und Sie werden von der Bank abgelehnt, oder Ihr Antrag wurde abgelehnt sofort kontaktieren Sie mich per E-Mail an: ([email protected] ) Sie Ihr Darlehen innerhalb von 12 Stunden kein Problem haben und danke. Versprechen ist eine Schuld.

Was passiert?

Wer sich tatsächlich bei der „reiche(n) Frau mit einem riesigen Kapital“ meldet, dem wird ein günstiges Darlehen zugesichert. Um es zu erhalten, werden von in Wahrheit Kriminellen zahlreiche Gründe ins Treffen geführt, warum das Opfer vorab über einen Direktzahlungsdiensteanbieter hohe Geldsummenüberweisen soll. Bei den Gründen kann es sich beispielsweise um eine Vertragserichtungsgebühr oder anfallende Anwaltskosten handeln. Am Ende des Tages steht einem finanziellen Minus auf Opferseite ein hoher Gewinn auf Betrüger/innenseite gegenüber, das versprochene Darlehen gibt es nicht.

Woran erkenne ich den Betrug?

  • Das in der Benachrichtigung Behauptete ist falsch und frei erfunden. Es gibt keine „reiche Frau mit einem riesigen Kapital“.
  • Gewöhnlich melden sich Geldgeber/innen nicht aus heiterem Himmel bei potenziellen Kund/innen, vielmehr verhält es sich umgekehrt.
  • Von den Opfern werden keine bei Krediten überlicherweise geforderten Sicherheiten, Nachweise über das Einkommen, Bürgschaftserklärungen et cetera verlangt.
  • Das Schreiben ist sehr fehlerhaft verfasst (zum Beispiel: „um Ihr Leben oder eine Reihe von Problemen, die ich bin die Lösung für Ihr Problem“). Das spricht dafür, dass Kriminelle einen ursprünglich fremdsprachigen Text mithilfe von Übersetzungsprogrammen ins Deutsche übertragen haben.
  • Ungefragt werden während des Betrugsversuches persönliche Dokumente vorgelegt, um die Glaubwürdigkeit der vermeitlichen Kreditgeber/innen zu untermauern. Dabei handelt es sich jedoch um keine echten, sondern um gefälschte oder gestohlene Unterlagen.
  • Geforderte Überweisungen mittels Direktzahlungsdiensteanbieter sind ein Hinweis darauf, dass Kriminellen am Werk sind: Eine Zahlung auf diese Art und Weise ermöglicht es ihnen, in Echtzeit an das Geld ihrer Opfer zu kommen.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Sollten Sie ein vergleichbares Angebot in Ihrem Postfach oder über ein Soziales Netzwerk erhalten, beachten Sie es nicht weiter. Es handelt sich um den Beginn eines klassischen Betrugsversuch, der darauf hinausläuft, Geld von Ihnen zu stehlen.

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die Meldung dieses Fallbeispiels.)

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