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Pop-Up über Gesetzesverstoß blockiert iPhone

Gepostet am 06.05.2016 von Watchlist Internet

Während des Surfens mit dem iPhone erscheint ein Pop-up-Fenster. Es lässt sich nicht schließen und wirft den Smartphone-Besitzern vor, gegen das Gesetz verstoßen zu habe. Aus diesem Grund wird das Handy gesperrt und ist nicht mehr benutzbar. Das können Opfer angeblich nur durch die Zahlung von 100 Euro ändern.

In dem Pop-Up-Fenster heißt es:

Ihnen wird die Ansicht/Lagerung und/oder den Vertrieb von pornographischem Material von verbotenen Inhalte (Kinderpornografie/Zoophilie/ Vergewaltigtung, etc.) vorgeworfen. Sie haben die Allgemeine Erklärung zur Bekämpfung der Verbreitung von Kinderpornographie verletzt wegen einer Straftat nach Artikel 161 des Strafgesetzbuches der Republik Österreich. Artikel 161 des Strafgesetzbuches der Republik Österreich sieht eine Freiheitsstrafe von 5 bis 11 Jahren in solchen Fällen vor.

Grafisch sieht die Meldung aus, wie folgt:


Ein betrügerisches Pop-Up auf dem iPhone.

Behaupteter Verstoß gegen das Urheberrecht

Kriminelle versuchen, ihren Vorwürfen Nachdruck zu verleihen und behaupten weitere Gesetzesverstöße:

Auch werden Sie der Verletzung des 'Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte' (Herunterladen raubkopierter Musik, Videos oder unlizenziertes Software) verdächtigt, und die Verwendung und /oder Weitergabe einzelner Inhalte, die zur Öffentlichkeit sowohl zu den geheimen Staatsakten vorgenommen. Unbefugter Zugriff konnten entweder Sie selbst bewusst arrangiert haben aus Selbstnutzzwecke, oder konnte der unberechtigte Zugriff ohne Ihr Wissen oder Ihre Zustimmung auftreten, da Ihr Mobilgerät mit Malware infiziert sein könnte. So sind Sie im verdacht, zu einer beabsichtigten Verletzung von Artikel 215 des Strafgesetzbuches der Republik Österreich (das 'Gesetz von sorglosen und fahrlässigen Einsatz von EDV/ PC/ Mobilgeräten') gekommen. Artikel 215 des Strafgesetzbuches der Republik Österreich sieht eine Geldstrafe von bis zu €100.000 Euro und/oder eine Freiheitsstrafe von 5 bis 8 Jahren vor.

iPhone gesperrt

In weiterer Folge behaupten Unbekannte, dass das iPhone gesperrt sei:

Ihr Mobilgerät ist vorläufig aus den Gründen der Sicherheit gesperrt. Alle Tätigkeiten, die auf diesem Mobilgerät durchgeführt werden, werden fixiert. Alle Ihre Dateien sind verschlüsselt. Die Größe der Feinen beträgt €100. Sie können mit Hilfe PaySafeCard zahlen.

Was tun?

Die in dem Pop-Up-Fenster behaupteten Gesetzesverstöße sind erfunden und entsprechen nicht den Tatsachen. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass es die genannten Gesetze nicht gibt, sie die falsche Bezeichnung haben oder das Schreiben zahlreiche Fehler aufweist. Aus diesem Grund besteht kein Grund, die 100 Euro zu bezahlen und den PaySafeCard-Code an Kriminelle zu übermitteln.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Um das iPhone wieder nutzen zu können, drehen Sie das Smartphone ab und starten es erneut. Das verhindert, dass das Pop-Up Ihr mobiles Engerät dauerhaft blockiert. Anschließend öffnen Sie die „Einstellungen“, wählen darin den Menüpunkt „Safari“ – „Allgemein“ aus und blockieren Pop-Ups:


Blockieren Sie auf Ihrem iPhones Pop-Ups.

Das Blockieren von Pop-Upsverhindert, dass Sie in Zukunft vergleichbare betrügerische Meldungen während dem mobilen Surfen erhalten!

 

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung dieses Fallbeispiels.)

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