Phishing-Mails im Namen der Statistik Austria im Umlauf
Aktuell kursiert eine Phishing-E-Mail, die vorgibt, von der Statistik Austria zu stammen. In der Nachricht werden Unternehmen aufgefordert, sensible Finanz- und Geschäftsdaten (z. B. Listen ausländischer Geschäftspartner, Beträge, Zahlungsfristen) zu übermitteln. Es ist davon auszugehen, dass die Daten für gefälschte Geldforderungen an Geschäftspartner missbraucht werden könnten.
Wie sieht die E-Mail aus?
Die E-Mail gibt sich als offizielle Anfrage von Statistik Austria aus und verweist auf eine angebliche Zusammenarbeit mit Eurostat. Darin wird die Buchhaltungs- bzw. Finanzabteilung gebeten, eine Liste ausländischer Geschäftspartner vorzulegen, bei denen Forderungen und/oder Verbindlichkeiten von mehr als 50.000 Euro bestehen. Um Seriosität vorzutäuschen, enthält die Nachricht ein professionell wirkendes Logo sowie vermeintliche rechtliche Hinweise. Zusätzlich wird eine kurze Frist gesetzt und es sind zwei Excel-Dateien beigefügt, in die die geforderten Daten eingetragen und anschließend zurückgesendet werden sollen.
Warum genau die Daten abgefragt werden, ist nicht eindeutig geklärt. Es ist allerdings davon auszugehen, dass Kriminelle im Namen Ihres Unternehmens Geschäftspartnern Forderungen unterbreiten – oder umgekehrt!
Phishing-Nachrichten erkennen:
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Absenderadresse prüfen: Offizielle Adressen von Statistik Austria enden ausschließlich auf @statistik.gv.at. Andere Varianten sind Fälschungen.
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Generalisierte Anrede: Phishing-Nachrichten enthalten oft keine persönliche Anrede.
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Ungewöhnliche Aufforderungen: Die E-Mail fordert überraschend oder unüblich zur Übermittlung vertraulicher Daten auf. Offizielle Behörden oder Kanzleien verlangen solche Informationen in der Regel schriftlich per Post. Werden per E-Mail private Daten oder Zahlungen gefordert, ist besondere Vorsicht geboten.
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Zeitdruck oder Drohungen: Es wird eine ungewöhnlich kurze Frist gesetzt oder Druck aufgebaut.
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Im Zweifel nachfragen: Wenden Sie sich über die auf der offiziellen Website angegebenen Kontaktdaten an den angeblichen Absender der E-Mail und erkundigen Sie sich, ob die Nachricht echt ist.
Was tun, wenn man geantwortet hat?
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Wenn Sie bereits auf eine Phishing-Nachricht geantwortet haben, sollten Sie besonders wachsam sein. Achten Sie künftig auf ungewöhnliche Nachrichten, insbesondere, wenn darin plötzlich Geldforderungen gestellt werden.
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Es kann sinnvoll sein, die in der E-Mail genannten Geschäftspartner zu informieren und zu warnen, da Kriminelle möglicherweise versuchen, auch diese mit gefälschten Forderungen zu kontaktieren.