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Phishing-Alarm: Kriminelle behaupten Ihr Amazon-Konto sei gesperrt!

Gepostet am 15.09.2021 von Watchlist Internet

BetrügerInnen verschicken derzeit ein vermeintliches E-Mail von Amazon. Darin behaupten sie, dass Ihr Amazon-Konto und alle ausstehenden Bestellungen gesperrt wurden. Wer gerade etwas bestellt hat, ärgert sich natürlich über diese E-Mail. Doch es besteht kein Grund zur Sorge. Kriminelle versuchen nur an Ihre Zugangsdaten zu kommen.

Der genaue Wortlaut der betrügerischen E-Mail lautet folgendermaßen:

Grüße von Amazon

Wir haben Ihr Amazon-Konto und alle noch ausstehenden Bestellungen gesperrt.

Wir haben diese Maßnahme ergriffen, da die von Ihnen bereitgestellten Rechnungsdaten nicht mit den mit dem Kartenaussteller gespeicherten Informationen übereinstimmen.

Um dieses Problem zu lösen, überprüfen Sie bitte den Namen, die Adresse und die Rechnungsnummer, die auf Ihrer Kreditkarte gespeichert sind. Wenn Sie kürzlich umgezogen sind, müssen Sie diese Informationen möglicherweise mit dem Kartenausgeber aktualisieren.

Wenn wir den Überprüfungsprozess nicht innerhalb von 2 Tagen abschließen können, werden alle ausstehenden Bestellungen storniert. Sie können nicht auf Ihr Konto zugreifen, bis dieser Prozess abgeschlossen ist.

Wir bitten Sie, keine neuen Konten zu öffnen, da alle neuen Bestellungen, die Sie aufgeben, verzögert werden könnten.

Wir schätzen Ihre Geduld mit unseren Sicherheitsvorkehrungen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Grüße,

Amazon Services Team

Was bezwecken die Kriminellen mit der E-Mail?

Die BetrügerInnen behaupten, dass Ihre Rechnungsdaten nicht mit jenen Daten des Kartenausstellers übereinstimmen. Daher sei eine dringende Überprüfung Ihres Namens, Ihrer Adresse und Ihrer Rechnungsnummer notwendig. Dabei versuchen die Kriminellen Sie zu einem raschen Handeln zu bringen. So würden innerhalb von 2 Tagen alle Bestellungen storniert werden, wenn Sie nichts unternehmen.

Diese angebliche Dringlichkeit ist ein beliebter Trick bei Phishing-Betrug. Die Kriminellen hoffen, dass Sie – ohne lang darüber nachzudenken – auf den mitgeschickten Link klicken. Wer das macht, landet auf einer nachgeahmten Amazon-Seite. Geben Sie hier auf keinen Fall Ihre geheimen Zugangsdaten ein, denn diese würden direkt bei den Kriminellen landen.

Was ist Phishing überhaupt?

Der Begriff Phishing setzt sich aus dem Englischen für „passwort harvesting“ (Passwörter sammeln) und „fishing“ (Angeln, Fischen) zusammen. Phishing bezeichnet also das Fischen nach Passwörtern. Wie beim richtigen Fischen auch, braucht es dafür bestimmte Köder, die meist per E-Mail versendet werden (aber auch per Social Media oder SMS). In diesem Fall ist der Köder, die falsche Behauptung, dass Ihr Konto gesperrt sei. Wer „anbeißt“ und die Zugangsdaten auf einer gefälschten Webseite eingibt, übermittelt den Kriminellen das Passwort.

Wie erkennen Sie den Betrug?

  • Sie werden in der E-Mail nicht mit Ihren Namen angesprochen, sondern mit „Grüße von Amazon“. Das sollte Sie genau so stutzig machen wie die Dringlichkeit mit der das angebliche „Amazon Services Team“ Sie zum Handeln auffordert.
  • Sollten Sie auf den Link in der E-Mail geklickt haben, vergleichen Sie die URL in der Adresszeile mit der richtigen URL von Amazon.
  • Wir empfehlen jedoch, erst gar nicht auf den Link zu klicken, sondern sich wie gewohnt in Ihr Amazon-Kundenkonto einzuloggen, um die gemachten Behauptungen zu überprüfen.
  • Zu guter Letzt ist der Absender in vielen Fällen ein eindeutiges Indiz dafür, dass es sich um Phishing handelt. In diesem Phishing-Mail scheint der Absender zwar amazon.de zu sein. Wenn Sie genauer hinsehen und sich in Ihrem Mail-Programm den ganzen Absender anzeigen lassen, erkennen Sie jedoch, dass die E-Mail-Adresse eine ganz andere ist.

Unser Tipp:

Aktivieren Sie einen Phishing-Schutz, so werden Sie vor betrügerischen Seiten direkt gewarnt. Hier finden Sie eine Anleitung dafür.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei den LeserInnen für das Melden der Amazon-Phishing-Mail.)

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