Owala Bottles: Heiß begehrt bei Fans, beliebt bei Betrüger:innen
„Owala“ zählt zu den Kultmarken im weiten Feld der Trinkflaschen. Da das Herstellerunternehmen aktuell aber nicht in die EU liefert, wittern Kriminelle ihre Chance. Entweder verkaufen Sie billige Imitationen oder locken ihre Opfer in die Fake-Shop-Falle.
Der Trinkflaschenmarkt ist härter umkämpft, als Außenstehende das vielleicht vermuten würden. Es gibt regelrechte Fanlager, die einer einzigen Marke die Treue schwören und niemals Produkte der Konkurrenz nutzen würden. Zu den beliebtesten Anbietern zählt aktuell „Owala“. Der US-Hersteller hat es über kluge Marketingstrategien geschafft, in den Bereich der Kult-Brands aufzusteigen. Die limitierten Editionen sind regelmäßig in Windeseile vergriffen und erreichen teilweise einen Wiederkaufswert von knapp 400 Euro.
Ob die Trinkflaschen das Geld auch wirklich wert sind, soll uns an dieser Stelle nicht interessieren. Viel wichtiger: Kriminelle haben das Potenzial von Owala längst erkannt und versuchen über Fake-Shops an das Geld Ihrer Opfer zu kommen. Und das im großen Stil! Schon eine kurze, oberflächliche Google-Suche fördert zahlreiche Fake-Portale zutage. Eine (unvollständige) Liste an Adressen:
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owala.shop
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owalaosterreichat.com
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owalaaustrIa.at
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owalaaustria.at
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owala.co.at
Keine EU-Lieferung: Darum imitieren Kriminelle besonders gerne Owala
Warum ist gerade die Marke „Owala“ ein derart gutes Vehikel für Betrugsversuche? Unter anderem hat das mit der eingeschränkten Verfügbarkeit der Flaschen zu tun. Aktuell liefert der Hersteller nämlich nicht in die EU, sondern lediglich innerhalb der USA, nach Kanada, Australien und ins Vereinigte Königreich.
EU-Fans der Marke haben zwar die Möglichkeit über Amazon und andere Zweitanbieter an ihre „Owala“ zu gelangen, allerdings gibt es auf diesen Plattformen deutlich weniger Auswahl als im markeneigenen (Online)Store. Also suchen sie nach Alternativen – und gehen dabei den Betrüger:innen in die Falle. Konkret sind zwei Szenarien bekannt:
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Die Opfer bekommen zwar eine Trinkflasche, die auch wie eine Owala aussieht. Allerdings handelt es sich dabei um ein billiges Imitat, das in Sachen Langlebigkeit und Komfort nicht annähernd ans Original herankommt.
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Die Opfer bezahlen, bekommen aber keine Ware zugesendet.
Owala: Woran Sie Fake-Shops erkennen können
Kriminelle geben sich die größte Mühe, um den originalen Onlinestore von Owala so detailgetreu wie möglich zu kopieren. Mittlerweile beherrschen sie ihr Handwerk gut, geübte Beobachter können den Fake aber sehr einfach vom echten Store unterscheiden. Die wichtigsten Anhaltspunkte:
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Adresse: Der originale Onlineshop von Owala ist ausnahmslos unter der Internetadresse owalalife.com erreichbar. Die deutschsprachige Variante ist unter owalalife.com/de-at zu finden.
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Preis: Die Artikel in den Fake-Shops sind in der Regel zu deutlich niedrigeren Preisen zu haben als die Originale. Betrüger:innen versuchen mit Rabatten die letzten Zweifel zu zerstreuen und ihre Opfer zu Impulskäufen zu motivieren.
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Social-Media-Links: Sowohl in den Fake-Shops als auch im originalen Store sind Links zu den Social-Media-Auftritten des Unternehmens zu finden. Zumindest sieht es so aus. Während die Weiterleitungen im echten Store problemlos funktionieren, landet man nach einem Klick auf die Links im Fake-Shop auf der allgemeinen Startseite der jeweiligen Plattform oder irgendwo im Nirvana.
Unsere Tipps für den Owala-Kauf
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Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Owala-Flasche zuzulegen, sollte das entweder über die offizielle Website erledigen oder auf einer legitimen Plattform. Da das Unternehmen aktuell nicht in die EU liefert, ist es hilfreich, einen Kontakt im UK zu haben und diesen als Zwischenstation zu nutzen.
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Wer eine gefälschte Flasche gekauft hat, wird sein Geld mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zurückbekommen.
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Wer auf einem Fake-Portal eingekauft und keine Ware bekommen hat, sollte ehestmöglich seine Bank und/oder sein Kreditkartenunternehmen kontaktieren. Die Profis dort wissen, ob noch etwas zu machen oder das Geld weg ist.