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News

Neue Welle von betrügerischen Zahlungsaufforderungen

Gepostet am 19.08.2013 von Internet Ombudsmann

Aktuell erhalten wieder zahlreiche Konsument/innen in Österreich dubiose Mahnungen per E-Mail. Diese kommen angeblich von Inkassobüros oder Rechtsanwaltskanzleien.

In den E-Mails wird auf den vermeintlichen Abschluss eines kostenpflichtigen Vertrages hingeweisen und eine Zahlung unter Androhung rechtlicher Schritte gefordert. Details zu der Bestellung und die Zahlungsdaten finden sich angeblich in einer angehängten ZIP-Datei. So sehen die Nachrichten beispielsweise aus:

Sehr geehrte/r MAX MUSTER,

Sie haben die Bestellung vom 11.07.2013 bis heute nicht beglichen. Die Rechnung konnte nicht von Ihrem Konto automatisch abgebucht werden. Unsere Kanzlei wurde beauftragt das Geld für Ihre Bestellung einzufordern. Die Summe der Bestellung ist 119,16 Euro. Zuzüglich wird Ihnen eine Mahngebühr von 11,00 Euro berechnet und die Gebühren unserer Beauftragung von 58,01 Euro. Falls Sie die Zahlung verweigern sehen wir und gezwungen ein Gerichtsverfahren gegen Sie zu eröffnen. Sie haben bis zum 19.08.2013 Zeit die Gesamtsumme zu zahlen. Die Lieferdaten der Bestellung und die Kontonummer finden Sie im Anhang

Mit besten Grüßen

Lukas Osiander Inkasso Anwaltschaft

Bei den E-Mails handelt es sich natürlich um einen Betrugsversuch, eine „Lukas Osiander Inkasso Anwaltschaft“ (wie in unserem Beispiel) gibt es nicht. Auch werden Mahnungen von Anwält/innen normalerweise nicht (nur) per E-Mail versendet.

Eine Liste mit aktuell auftauchenden Absender/innen in betrügerischen Anwalts-E-Mails finden Sie hier.

Unsere Tipps:

  • Keinesfalls sollten die Anhänge (ZIP-Datei) solcher E-Mails geöffnet werden, da diese beispielsweise Viren oder Trojaner (etwa sogenannte Lösegeld-Trojaner) enthalten können.

  • Antworten Sie nicht auf entsprechende E-Mails, sondern löschen Sie diese einfach!
  • Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie unsicher sind. Lassen Sie sich z.B. vom Internet Ombudsmann beraten, wie Sie reagieren sollen.
  • Rufen Sie im Zweifel bei der zuständigen Anwaltskammer an und fragen Sie, ob es den konkreten Anwalt/Anwältin wirklich gibt (in Österreich: www.oerak.or.at; in Deutschland: www.brak.de). Möglich ist auch die Online-Suche in einem Anwaltsverzeichnis (www.oerak.or.at bzw. www.rechtsanwaltsregister.org). Sollte der Anwalt/die Anwältin tatsächlich existieren, nehmen Sie mit ihm/ihr am besten telefonischen Kontakt auf und erkundigen Sie sich, ob die Mahnung echt ist. Echte Mahnungen sollten Sie natürlich ernst nehmen!

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