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News

Neue Welle an gefälschten Rechnungen

Gepostet am 12.12.2013 von Watchlist Internet

Erneut ergehen ungerechtfertigte Zahlungsaufforderungen per E-Mail an Internetnutzer/innen. Mitunter fallen die Drohungen in den betrügerischen Schreiben sehr drastisch aus. Konsument/innen sollen sich von diesen nicht einschüchtern lassen und die Drohungen ignorieren.

Ein „Dauerbrenner“ des Jahres 2013 verschont auch gegen Jahresende hin nicht die E-Mail-Postfächer von Internetnutzer/innen: Ungerechtfertigte und betrügerische Zahlungsaufforderungen! Vermeintlich abgesendet von falschen Anwält/innen. Zum Teil neu sind drastische Formulierungen, die Konsument/innen durch Straf- und sogar Besuchsandrohungen zu einer Zahlung bewegen sollen. Siehe hierzu nachfolgende Beispiele:

Sehr geehrte/r XY,

die automatische Konto-Lastschrift für die Bestellung vom 19.11.2013 ist leider storniert worden. Weitere Details Ihrer Rechnung und die Kontodaten zur Überweisung sehen Sie im Anhang. Es wurden Buchungen bis zum 0312.2013 einbezogen. Unser Anwaltsbüro wurde beauftragt den ausstehenden Betrag für Ihre Bestellung einzufordern. Zuzüglich wird Ihnen eine Mahngebühr von 18,00 Euro verrechnet und die Kosten unserer Tätigkeit von 33,05 Euro.

Falls Sie die Überweisung verweigern werden wir umgehend ein Inkassobüro einberufen. Ersparen Sie uns bitte weitere rechtlichen Schritte gegen Ihre Person. Sie haben bis zum 11.12.2013 die letzte Möglichkeit die gesamte Summe zu überweisen.

Die Gesamtsumme der Bestellung ist 138,00 Euro.

Sollten Sie eventuell den Rechnungsbetrag in den letzten Tagen schon überwiesen haben, so betrachten Sie bitte dieses Schreibe als gegenstandslos

Mit verbindlichen Grüßen
Anwalt Marcel von Keiserberg und Suso

Verehrte(r) Kunde ...

der automatische Abzug von Ihrem Bankkonto für die Bestellung vom 15.11.2013 konnte nicht durchgeführt werden. Einzelheiten der Rechnung und die Bankdaten zur Zahlung finden Sie im Anhang. Es wurden Buchungen bis einschließlich 03.12.2013 einbezogen. Unsere Kanzlei wurde gebeten den fälligen Betrag für Ihre Bestellung einzufordern. Dabei wird Ihnen eine Mahngebühr von 18,00 Euro verrechnet und die Kosten unserer Tätigkeit von 30,76 Euro.


Falls Sie die Überweisung weigern sehen wir und gezwungen ein Gerichtsverfahren gegen Sie anzustreben. Sparen Sie uns bitte weitere rechtlichen Schritte gegen Ihre Person. Wir geben Ihnen bis zum 8.12.2013 die letzte Möglichkeit das Geld zu überweisen.

Die Summe der Bestellung beläuft sich auf 439,00 EU.

Sollten Sie eventuell den Betrag in den letzten Tagen schon überwiesen haben, so sehen Sie bitte dieses Schreibe als gegenstandslos.

Mit freundlichen Grüßen
Online Inkasso Jason Krantz und Breugel

Sehr geehrte/r XY,

wir haben Ihre Angelegenheit inzwischen erneut überprüft. Hierbei mussten wir feststellen, dass Sie noch keine ausreichende Zahlung geleistet haben.

Unsere Inkasso Mitarbeiter werden sich bei Nichtzahlung in den nächsten Abendstunden bei ihnen einfinden!

Halten sie dazu bitte die Notwendigen Unterlagen bereit: Gehaltsnachweise, Bankauszüge, Bausparverträge usw.

Es stehen uns folgende Maßnahmen bei Nichtzahlung zur Verfügung: Exekution von Gehalt,Rente,Arbeitslosengeld. 
Aufgrund Ihres Verhaltens liegt der Verdacht nahe, dass Sie weder zahlen können noch wollen. Wir fragen uns, ob das bereits zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses der Fall war.

Dies legt den Verdacht eines Betruges gem. § 263 Strafgesetzbuch nahe. Betrug kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren bestraft werden.
Wenn Sie bereits zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses nicht in der Lage oder willens waren, zu zahlen, aber dennoch eine vertragliche Verpflichtung eingegangen sind, würde das den Verdacht eines sogenannten Eingehungsbetruges nahe legen. Hierfür würde ausreichen, dass Sie es für möglich gehalten haben, nicht zahlen zu können, aber trotzdem einen Vertrag abgeschlossen haben.

Uns ist an einer strafrechtlichen Verfolgung nicht gelegen. Unsere Rechtsanwälte haben uns aber empfohlen, gegen Sie, bei der Polizei Strafanzeige zu erstatten, wenn sich die Angelegenheit nicht aufklärt. Wir möchten Sie daher bitten, wenn Sie die offenen Beträge innerhalb von 8 Tagen auf unser  Konto überweisen.

Bankverbindung : Consumer Direct Ltd. - Iban: LV65RTMB0000631806376 -Swift: RTMBLV2X

Zur Erinnerung die Kostenaufsplittung


1. Kostenpflichtige Bestellung auf www.astrologie-portal.com  105€
2. Mahnservice 30€
3. Gesamtbetrag zu bezahlen innerhalb 8 Werktagen! 135€

 
Ihr Service Team
BERLINER ANWALT AG
196 HIGH ROAD
LONDON
N22 8HH
Company No. 08766207
Phone +44-1214680196
Fax     +44-1214680196

Unsere Tipps:

  • Keinesfalls sollten die Anhänge (ZIP-Datei) solcher E-Mails geöffnet werden, da diese beispielsweise Viren oder Trojaner (etwa sogenannte Lösegeld-Trojaner) enthalten können.
  • Antworten Sie nicht auf entsprechende E-Mails, sondern löschen Sie diese einfach!
  • Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie unsicher sind. Lassen Sie sich z.B. vom Internet Ombudsmann beraten, wie Sie reagieren sollen.
  • Rufen Sie im Zweifel bei der zuständigen Anwaltskammer an und fragen Sie, ob es den konkreten Anwalt/Anwältin wirklich gibt (in Österreich: www.oerak.or.at; in Deutschland: www.brak.de). Möglich ist auch die Online-Suche in einem Anwaltsverzeichnis (www.oerak.or.at bzw. www.rechtsanwaltsregister.org). Sollte der Anwalt/die Anwältin tatsächlich existieren, nehmen Sie mit ihm/ihr am besten telefonischen Kontakt auf und erkundigen Sie sich, ob die Mahnung echt ist. Echte Mahnungen sollten Sie natürlich ernst nehmen!
  • Eine Liste mit aktuell auftauchenden Absender/innen in betrügerischen Anwalts-E-Mails finden Sie hier.

Unterstützt von:

Ein Projekt des:

Internet Ombudsmann