MediaMarkt-Fake-Shops locken mit angeblichen Schnäppchen
Ob edle Kaffeemaschine, stylisher Grill oder das neueste Smartphone – Elektrogeräte stehen auf vielen Wunschlisten ganz oben. MediaMarkt bietet all das unter einem Dach. Doch solche Anschaffungen können ganz schön ins Geld gehen. Umso verlockender wirken Online-Angebote, bei denen dieselben Produkte zu einem Bruchteil des Preises angeboten werden. Aber Vorsicht: Hinter solchen Schnäppchen stecken oft Fake-Shops!
Ein aktuelles Beispiel ist der betrügerische Online-Shop klarrl.warmexw.buzz, der vorgibt, der offizielle MediaMarkt-Shop zu sein. Der Auftritt ist täuschend echt: Vom Logo über das Design bis hin zu Bildern einer MediaMarkt-Filiale wird alles imitiert, um Vertrauen zu erwecken.
Beim Besuch des Fake-Shops erscheint ein Pop-up-Fenster mit einer „Aktion“: Wer mehrere Artikel kauft, soll angeblich zusätzlichen Rabatt erhalten. Das klingt verlockend, zumal die Preise ohnehin schon stark reduziert sind. So soll eine Kaffeemaschine dort beispielsweise nur 169 statt über 700 Euro kosten.
Legt man ein Produkt in den Warenkorb, wird man aufgefordert, persönliche Daten einzugeben. Zunächst wird PayPal als Zahlungsmethode angeboten. Wählt man diese Option aus, erscheint jedoch ein weiteres Pop-up: Die Zahlung per PayPal sei aktuell nicht möglich. Stattdessen wird auf eine Zahlung per Kreditkarte verwiesen.
Dieser Trick wird häufig von Fake-Shops genutzt. Sie bieten scheinbar sichere Zahlungsmethoden an, die dann „vorübergehend nicht verfügbar” sind. Das Ziel besteht darin, dass Käufer:innen ihre Kreditkartendaten eingeben. Diese Daten sind für Kriminelle besonders wertvoll, da sie so Zugriff auf sensible Zahlungsinformationen erhalten. Zudem sind Rückbuchungen meist nicht möglich.
Wer bezahlt, erhält keine Ware. Das Geld landet stattdessen direkt bei den Kriminellen. In einigen Fällen werden die eingegebenen Daten außerdem für Phishing-Angriffe verwendet.
Fake-Shops erkennen:
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Kein Impressum: Prüfen Sie vor jeder Bestellung das Impressum. Ist es nicht vorhanden oder unvollständig, sollten Sie lieber nicht bestellen.
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Ungewöhnliche Webadresse: Die offizielle Seite heißt mediamarkt.at (bzw. mediamarkt.de). Weicht die URL davon ab, ist Vorsicht geboten.
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Unrealistische Preise: Deutlich unter dem Marktwert liegende Preise sind oft eine Falle. In diesem Fake-Shop werden die Produkte für ca. ein Sechstel des Preises angeboten.
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Zahlung nur per Vorkasse: Bei Fake-Shops werden oft zunächst verschiedene Zahlungsmöglichkeiten angeboten, die dann bei der Bestellung nicht funktionieren. Wenn letztlich nur eine Zahlung per Kreditkarte möglich ist, sollten Sie skeptisch sein.
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Erfahrungsberichte suchen: Geben Sie die Webadresse des Shops in eine Suchmaschine ein. Oft finden sich bereits Warnungen. Wenn keine Berichte zu finden sind, könnte der Shop neu sein und das Risiko entsprechend hoch.
Ich habe überwiesen! Was nun?
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Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank. Möglicherweise lässt sich die Überweisung stoppen oder zurückholen. Leider sind die Erfolgsaussichten gering.
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Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
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Seien Sie in nächster Zeit besonders vorsichtig bei ungewöhnlichen Nachrichten. Kriminelle könnten versuchen, Ihnen Phishing-Nachrichten zu schicken.