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Mails zu Hacks von einer Telefonnummer? Nicht zurückrufen!

Gepostet am 04.01.2022 von Watchlist Internet

Kriminelle versenden aktuell E-Mails, bei denen als Absender eine Telefonnummer angezeigt wird. Angeblich wurden die Systeme der EmpfängerInnen gehackt und mit Viren infiziert. Deshalb müsse dringend die Nummer zurückgerufen werden. Achtung: Hier lauert eine Falle und die E-Mail kann ignoriert werden.

Womöglich finden Sie eine E-Mail in Ihrem Postfach, bei dem statt einer E-Mailadresse oder einem Absendernamen lediglich eine Telefonnummer angezeigt wird. Ein Betreff wie „Dringend – jetzt antworten“ fordert zu einem schnellen Handeln auf, denn angeblich wurden Ihre Systeme von den Kriminellen hinter der E-Mail gehackt. Die E-Mail sieht folgendermaßen aus:

Absender: 0702641400

Betreff: 0702641400

 

Wir haben Ihr Telefon gehackt und Trojaner-Viren auf Ihrem Telefon, Computer und allen elektronischen Geräten platziert. Antworten Sie auf diese Nachricht und wir sagen Ihnen, was zu tun ist und entfernen den Virus.

Was steckt hinter der Nachricht?

Die Antwort lautet: Nichts! Denn hier liegt kein tatsächlicher Hack vor. Stattdessen versuchen Kriminelle lediglich, Sie einzuschüchtern und hoffen, Sie dadurch zu einem Rückruf zu bringen. Solange Sie nicht zurückrufen und irgendwelche Handlungsanweisungen befolgen oder Zahlungen tätigen, besteht aber kein Grund zur Sorge.

Was passiert bei einem Anruf?

Bei einem Anruf überzeugt man Sie vom angeblichen Hack und verlangt Geld für die Hilfestellung beim Beheben des Problems. Abgesehen davon, dass es gar kein Problem gibt, besteht hier die Gefahr, dass die Kriminellen während des Telefonats tatsächlich Schadsoftware auf Ihr Gerät bringen, oder sensible Daten auslesen können. Daher ist von einem Rückruf unbedingt Abstand zu nehmen.

Wie schützen Sie sich am besten?

Sollten Sie eine derartige Nachricht erhalten, löschen Sie sie ganz einfach oder verschieben Sie sie in Ihren Spam-Ordner. Es besteht kein Grund zur Sorge. Hier lesen Sie, wie sich effektiv vor Schadsoftware schützen können.

Sie haben bereits mit den Kriminellen telefoniert?

Sollten Sie bereits mit den Kriminellen telefoniert haben, empfehlen wir Ihnen, sämtliche Passwörter zu ändern, die möglicherweise im Rahmen des Telefonats oder danach von den Kriminellen ausgelesen worden sein könnten. Wenn Sie sich beispielsweise während des Telefonats in Ihr Online-Banking eingeloggt haben sollten, kontaktieren Sie Ihre Bank und besprechen Sie das weitere Vorgehen.

Wurde beim Telefonat Software durch die Kriminellen installiert, entfernen Sie diese unbedingt von Ihrem System. Um sicher jegliche Schadsoftware zu entfernen, die während des Telefonats installiert wurde, ist es ratsam, das gesamte System neuaufzusetzen.

Beratung & Hilfe

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei ihren Leserinnen und Lesern für die Meldungen zu betrügerischen E-Mails von Telefonnummern.)

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