524 Punkte und eine Gratis-Maschine? Kriminelle locken Nespresso-Fans in die Falle!
Sie haben genug Punkte für eine Gratis-Kaffeemaschine gesammelt, doch sie verfallen bald. Mit dieser verlockenden Botschaft landete in den vergangenen Tagen eine E-Mail in vielen Postfächern. Für Nespresso-Fans klingt das zunächst wie ein Glücksfall. Doch hinter der Nachricht steckt eine Betrugsmasche.
Tatsächlich können Nespresso-Liebhaber dem offiziellen Kundenclub beitreten und dort Punkte sammeln sowie verschiedene Vorteile nutzen. Kriminelle machen sich jedoch genau das zunutze. Ihr Ziel ist es, Nutzer:innen zur Preisgabe von Kreditkartendaten zu bringen.
So läuft die Masche ab:
1. Die E-Mail
Der Betrug beginnt mit einer scheinbar harmlosen Nachricht im Namen des Nespresso-Mitgliederservice. Darin wird behauptet, dass auf dem Konto noch 524 Punkte verfügbar sind, die bald verfallen. Gleichzeitig wird versprochen, dass sich diese Punkte ganz einfach gegen attraktive Prämien einlösen lassen.
Die Botschaft wirkt überzeugend. Logos, Farben und Tonfall erinnern stark an echte Unternehmensmails. Wer neugierig wird und auf den Link klickt, landet auf einer weiteren Seite.
2. Die Website
Dort erwartet die Nutzer eine Website, die dem Original stark ähnelt. Design und Aufbau wirken vertraut, sogar die Internetadresse sieht auf den ersten Blick seriös aus. Eine Übersicht zeigt erneut die angeblich vorhandenen Punkte.
Nach dem Klick auf „Punkte einlösen“ erscheint eine kurze Umfrage zu den persönlichen Kaffeevorlieben. Nach drei Fragen wird ein Angebot unterbreitet.
Als vermeintliche Belohnung soll eine Kaffeemaschine von Krups im Wert von 129 Euro kostenlos erhältlich sein. Angeblich, weil man als „Silver Club Member“ ausgewählt wurde. Bezahlt werden muss lediglich der Expressversand von vier Euro. Weitere Maschinen werden ebenfalls angezeigt, sind jedoch bereits ausverkauft. Das erzeugt Druck und vermittelt das Gefühl, schnell handeln zu müssen.
3. Die Zahlung
Wer die Maschine bestellen möchte, wird schließlich zur Eingabe von Zahlungsdaten aufgefordert.
Genau hier liegt der eigentliche Zweck der Masche. Die angebliche Prämie existiert nicht. Stattdessen landen Kreditkarten- und persönliche Daten direkt bei den Kriminellen und können später missbraucht werden.
Darauf können Sie achten:
-
Dringlichkeit: Sie sollen schnell handeln, weil ein Angebot bald verfällt oder Sie sonst etwas verpassen? Vorsicht! Betrüger arbeiten häufig mit künstlichem Zeitdruck, damit Betroffene nicht lange nachdenken.
-
Aufmachung: Prüfen Sie Absenderadresse und Internetlinks genau. Oft taucht zwar der Markenname in der Adresse auf, bei genauerem Hinsehen handelt es sich jedoch nicht um die offizielle Website des Unternehmens.
-
Zahlung erforderlich: Seriöse Unternehmen verlangen für echte Gewinne keine zusätzlichen Gebühren.
-
Direkt beim Unternehmen prüfen: Wenn Sie unsicher sind, öffnen Sie Angebote nicht über den Link in der E-Mail. Rufen Sie stattdessen direkt die offizielle Website des Unternehmens auf und prüfen Sie dort, ob die Aktion tatsächlich existiert.
Erwischt? Das können Sie tun:
-
Wenden Sie sich an Ihren Zahlungsdienstleister und schildern Sie die Situation! Fragen Sie nach der Möglichkeit einer Rückerstattung.
-
Stellen Sie polizeiliche Strafanzeige.