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Klicken Sie keine Links und Anhänge in E-Mails an!

Gepostet am 11.03.2020 von Watchlist Internet

„Ihr PayPal-Konto wurde eingeschränkt! … Öffnen Sie die Anhangsdatei, um Ihre Einschränkung aufzuheben!“ Diese Nachricht landet derzeit in zahlreichen E-Mail-Postfächern. Die Datei im Anhang enthält Schadsoftware, die Links führen auf Phishing-Seiten mit denen Zugangsdaten ausspioniert werden sollen. Schützen kann man sich nur, indem man nichts anklickt, sondern sich auf anderen Wegen informiert, ob die E-Mail echt sein kann.

Nicht nur im Namen von PayPal wird versucht, Schadsoftware auf Ihren Geräten einzuschleusen oder Ihre Zugangsdaten zu entwenden. Betroffen sind alle Anbieter und Plattformen mit vielen Nutzerinnen und Nutzern. Immer wird per E-Mail mitgeteilt, dass die Sicherheit des Angebots verbessert werden soll und dass man daher einen E-Mail-Anhang öffnen oder einen Link anklicken und dort Daten eingeben soll. Folgt man der Aufforderung, handelt man sich Schadsoftware ein oder man gibt seine Zugangsdaten an BetrügerInnen weiter.

Wie lässt sich erkennen, was ich in E-Mails anklicken darf?

Grundsätzlich gilt: Erstmal nichts anklicken!
Danach sollten Sie sich überlegen, ob es zu erwarten war, dass Sie von dem Absender eine E-Mail erhalten. Haben Sie beispielsweise in einem Online-Shop etwas bestellt, ist es wahrscheinlich, dass Sie von dem Anbieter E-Mails zur Bestellung und zum Versand erhalten. Diese E-Mails können auch Anhänge wie die Bestelldaten, eine Rechnung, die AGB enthalten. Grundsätzlich dienen diese E-Mails aber nur zu Ihrer Information und Sie werden nicht aufgefordert, etwas zu tun. Gleiches gilt, wenn Sie vom verwendeten Zahlungsdienstleister über die getätigte Zahlung oder vom Versandunternehmen über die Übernahme des Pakets und über die Sendungsverfolgungsnummer / Paketnummer informiert werden.

Was kann ich tun, wenn ich unsicher bin?

  • Grundsätzlich gilt: Nichts anklicken!
  • Wenn Sie sich unsicher sind, ob eine E-Mail echt ist, öffnen Sie keine Anhänge und folgen Sie keinen Links!
  • Überlegen Sie sich, ob es sein kann, dass Sie von dem Absender E-Mails erhalten. Löschen Sie die Mail, wenn Sie mit dem Anbieter nichts zu tun haben.
  • Wenn Sie Kunde des angeblichen Absenders sind, können Sie ganz einfach überprüfen, ob die E-Mail echt ist:
    • Öffnen Sie Ihren Internetbrowser
    • Geben Sie dort die Internetadresse des Anbieters ein, so wie sie die Seite des Anbieters sonst immer aufrufen: z.B. www.paypal.com
    • Melden Sie sich so wie immer in Ihrem Kundenkonto an.
    • Wenn die E-Mail echt ist, müssen Sie die Informationen aus der E-Mail auch in Ihrem Kundenkonto finden.
    • Sollten Sie unsicher sein, suchen Sie in Ihrem Kundenkonto nach den Kontaktinformationen des Kundenservice und fragen Sie dort nach.
  • Im Zweifel: Lieber keinen Link und keinen Anhang anklicken!


Tipp:
Ob z.B. eine Sendungsverfolgungsnummer echt ist, können Sie auch ohne das Anklicken eines Links überprüfen:

  • Öffnen Sie Ihren Internetbrowser
  • Geben Sie dort die Internetadresse des angegebenen Paketdienstleisters ein (z.B. www.post.at)
  • Suchen Sie auf der Seite nach dem Eingabefeld für die Sendungsverfolgungsnummer.
  • Dort können Sie die in der E-Mail angegebene Nummer eingeben. Ist die Nummer echt, erhalten Sie dort weitere Informationen zum Paketversand. Ist sie falsch, gibt es eine Fehlermeldung.

Und wie ist es bei E-Mails von Bekannten oder Familienmitgliedern?

Auch hier gilt erstmal: Nichts anklicken! Überlegen Sie auch hier, ob es wahrscheinlich ist, dass Sie eine solche E-Mail aus Ihrem Bekanntenkreis erhalten. Wenn Sie sich unsicher sind, gibt es auch hier einen zweiten Weg, auf dem Sie sich versichern können, ob die E-Mail echt ist: Rufen Sie an oder fragen Sie per SMS, WhatsApp oder ähnliches nach.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite "Beratung & Hilfe" für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

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