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Keine Bitcoins an JoshuHack zahlen

Gepostet am 03.01.2018 von Watchlist Internet

Kriminelle treten als JoshuHack in Erscheinung und fordern von Internet-Nutzer/innen per E-Mail, dass sie ihnen Bitcoins zahlen. Andernfalls drohen sie damit, dass Empfänger/innen der Nachricht ihre Kryptowährung und ihr Geld verlieren. Konsument/innen können das Schreiben ignorieren und dürfen unter keinen Umständen eine Zahlung an die Erpresser/innen leisten.

Internet-Nutzer/innen erhalten von den Absender/innen „JoshuHack“ eine E-Mail. Sie hat das Betreff „You can be hacked“. Darin heißt es auf Englisch, dass die Gruppe virtuelle Geldbörsen für Kryptowährungen gehackt habe und gegen eine Bezahlung von Bitcoins davon absehe, Hacking-Opfer zu schädigen:

Absender: JoshuHack
Betreff: You can be hacked

We represent a hacker group that focuses on hacking of crypto-currency wallets and exchanges. We know that you keep your coins on these exchanges.

We got the database of users and passwords of the largest exchanges in our hands, but to get into the account we need to bypass two factor verifictaion, collect private keys from your PCs, brute force mnemonic words. That will cost us some time.

We give you the oppurtunity to exclude you from the base by reward us and we will remove you and we will not use your date.

The amount we asking is 0.03BTC

Bitcoin wallet to pay: 1492bBQhiSRgS7k25mUsaedTSjwHkaWQRH

Belive me, it‘s better to pay us than are afraid that at any moment you can lose all of your funds.
After payment send us a letter on joshuwufirst@gmail.com and we will exclude you from the list.

Exkurs: Was sind Bitcoins?

Bitcoin steht für digitale Münze. Interessent/innen müssen sie gegen reales Geld an Börsen kaufen oder als Zahlungsmittel für ihre Leistungen akzeptieren. Es ist ebenfalls möglich, dass sie ihre Computer für das Berechnen von Bitcoins nutzen. Damit Nutzer/innen Bitcoins besitzen können, müssen sie über eine virtuelle Geldbörse – eine Wallet – verfügen. Sie ist ein Programm, das Nutzer/innen auf ihrem Endgerät installieren. Die Überweisung der Kryptowährung erfolgt dezentral. Die Zahlungsabsender/innen müssen den gewünschten Betrag an die Adresse der Empfänger/innen senden. Dabei können Vermittler/innen an der Überweisung mitwirkeb. Sie erhalten einen Teil der Überweisung als Provision und garantieren eine erhöhte Sicherheit der Überweisung. Der Bitcoin ist anonym, weshalb es schwer ist, Zahlungsabsender/innen und -empfänger/innen zu identifizieren. Aus diesem Grund sind Bitcoins ein beliebtes Zahlungsmittel von Kriminellen.

Was hat es mit dem Schreiben auf sich?

Die Absender/innen JoshuHack versenden ihre E-Mail an zahlreiche Internet-Nutzer/innen. Diese verfügen zum Teil über keine Kryptowährung. Das ist ein Hinweis darauf, dass die in dem Schreiben gemachten Angaben falsch sind. Aus diesem Grund müssen sie dem Schreiben von JoshuHack keine Bedeutung schenken und auch keinen Bitcoin-Betrag an die Betrüger/innen bezahlen.

Wie sollen Sie mit der E-Mail umgehen?

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie die Nachricht von JoshuHack in Ihren Spam-/Junk-Ordner verschieben. Das hilft Ihnen dabei, dass Sie Ihren Spam-Filter trainieren, denn durch das Verschieben der Nachricht lernt er, dass es sich bei der E-Mail um eine unerwünschte Zusendung handelt. In Zukunft führt das dazu, dass Sie keine vergleichbaren Nachrichten in Ihrem regulären Posteingang vorfinden. Damit es Ihnen nicht passiert, dass der Filter irrtümlich wichtige Nachrichten aussortiert, müssen Sie in regelmäßigen Abständen Ihren Spam-/Junk-Ordner kontrollieren. Stellen Sie fest, dass sich darin wichtige E-Mails finden, verschieben Sie diese einfach in Ihren regulären Posteingang. Auch dadurch lernt Ihr Spam-Filter und wird besser.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Ignorieren Sie E-Mails, in denen Ihnen Kriminelle den Vorschlag unterbreiten, dass Sie gegen Zahlung von Geld einen Datenverlust vermeiden können. Generell geht mit einer Zahlung an Verbrecher/innen das Risiko einher, dass Sie keine zugesagte Leistung erhalten oder die Betrüger/innen weitere Geldzahlungen von Ihnen fordern. Am Ende stehen Sie mit einem hohen Geldverlust da!

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die Meldung der Nachricht von JoshuHack.) 

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