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Internet Ombudsmann und Watchlist Internet Jahresbericht 2014

Gepostet am 15.04.2015 von Internet Ombudsmann
Themen: Sonstiges

2014 wurden insgesamt 6.160 Beschwerdefälle beim Internet Ombudsmann gemeldet. Durch deren erfolgreiche Bearbeitung ersparten sich Konsument/innen Schäden in der Höhe von rund 740.000 Euro. Die Watchlist Internet verzeichnete seit Juli 2013 1.016.939 Besucher/innen.


Der Internet Ombudsmann und Watchlist Internet Jahresbericht 2014 wurde veröffentlicht.

Das Team des Internet Ombudsmann bearbeitet und dokumentiert jährlich mehrere tausend Beschwerden von Online-Käufern. 2014 stiegen die gemeldeten Fälle um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Erfahrungen der wichtigsten österreichischen Online-Anlaufstelle für Konsumentenprobleme im Internet ermöglichen Vergleiche und Prognosen, die jährlich im Internet Ombudsmann Jahresbericht veröffentlicht werden.

Bilanz 2014: Streitfälle im Wert von 740.000 Euro zu Gunsten der Konsumenten bearbeitet

Bernhard Jungwirth, Projektleiter Internet Ombudsmann: „Im Jahr 2014 wurden insgesamt 6.160 Beschwerdefälle beim Internet Ombudsmann mit der Bitte um außergerichtliche Streitschlichtung und Unterstützung gemeldet. Durch die erfolgreiche Bearbeitung dieser Fälle ersparten sich Konsumentinnen und Konsumenten dadurch Kosten bzw. Schäden in der Höhe von rund 740.000 Euro. Die durchschnittliche Schadenshöhe pro Fall lag bei 170 Euro.“

Top Beschwerdegründe 2014: Vertragsprobleme, vermeintliche „Gratis“-Angebote und Datenschutz

Die meisten Probleme (40,6 Prozent) betrafen diverse Vertragsstreitigkeiten. Vor allem Beschwerden zu Rücktrittsrecht und Rückabwicklung sowie ungewollte automatische Vertragsverlängerungen wurden vom Team des Internet Ombudsmann bearbeitet.

Auf Platz zwei der Beschwerdestatistik des Internet Ombudsmann liegen die vermeintlichen „Gratis“-Angebote (Abofallen) mit 23,4 Prozent. Dabei handelt es sich um eines der Internet-Konsumentenschutzprobleme mit der höchsten Anzahl an Betroffenen in den vergangenen Jahren. Der Anteil 2014 bewegt sich dabei in der Größenordnung von 2013. Erfreulich ist allerdings, dass im ersten Quartal 2015 ein Rückgang auf rund 8 Prozent zu verzeichnen ist.

Auf Rang 3 folgen Probleme im Bereich des Datenschutzes. Hauptsächlich ging es dabei um gefälschte Profile in sozialen Netzwerken und unerwünschte bzw. widerrechtliche Veröffentlichungen von Fotos der eigenen Person.

Auf dem vierten Rang folgen die klassischen Lieferprobleme (verspätete Lieferungen oder Lieferverweigerungen), die insgesamt 7,9 Prozent aller Beschwerdefälle ausmachten. An fünfter Stelle der Beschwerdestatistik liegen Gewährleistungs- und Garantieverweigerungen bei der Lieferung mangelhafter Waren mit 5,1 Prozent.

Watchlist Internet etabliert sich als Präventionsangebot

Seit Beginn der Watchlist Internet im Juli 2013, konnten bereits über eine Million (1.016.939) Besucher verzeichnet werden. Zahlreiche Rückmeldungen zeigen, dass ein Besuch der Seite die Watchlist-Userinnen und User vor finanziellem Schaden bewahrt hat. Über ein Meldeformular können Betroffene Betrugsfälle oder Online-Fallen selbst melden und so die Aufklärungsarbeit aktiv unterstützen. Insgesamt sind bisher 8.500 Meldungen von Internet-Userinnen und Usern – das entspricht ca. 100 Meldungen pro Woche – eingegangen, die eine wichtige Grundlage für die fast täglich aktualisierten Warnungen auf der Watchlist sind.

Download des Jahresberichts 2014 mit zahlreichen Fallbeispielen unter: www.ombudsmann.at (PDF, 1,32 MB)

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