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Identitätsbetrug auf Kleinanzeigenplattformen

Gepostet am 03.02.2015 von Watchlist Internet

Auf Online-Handelsplätzen tummeln sich Betrüger/innen, die sich hinter falschen Unternehmensnamen verstecken, um das Vertrauen ihrer Opfer zu erlangen. Sobald es jedoch darum geht, die Betrugsmasche zu starten, entlarven sie sich selbst.


Betrüger/innen nutzen echte Unternehmensnamen, um ihre Opfer zu täuschen. (cc) jarmoluk - pixabay.com

Auf einer Online-Handelsplattform waren vier PKWs inseriert. Als Verkäuferin derselben schien die XY GmbH“ mit ihrer Anschrift auf. Die über sie genannten Informationen waren allesamt richtig und konnten durch eine Internetrecherche sehr schnell verifiziert werden. Dieser Umstand sprach dafür, dass es sich um ein seriöses Verkaufsangebot handelte.

Die Betrüger/innen entlarven sich

Als Kaufinteressent/innen mit dem Unternehmen „XY GmbH“Kontakt aufnahmen, um mehr über die angebotenen Autos zu erfahren, erhielten sie eine Antwort von der E-Mail-Adresse „xy@gmail.com“. Das irritierte, denn seriöse Unternehmen greifen in aller Regel auf eine eigene E-Mail-Infrastruktur zurück, zum Beispiel: „info@unternehmensname.at“.

Die private E-Mail-Adresse „xy@gmail.com“ war bereits ein Hinweis darauf, dass es sich bei den vermeintlichen Verkäufer/innen um Betrüger/innen handelt, die nach außen hin mit einer gestohlenen Unternehmensidentität in Erscheinung traten. Das war daran zu erkennen, dass sie keine echte E-Mail-Adresse des Unternehmes nutzten (z.B. „info@unternehmensname.at“).

Wie kann ich mich schützen?

  • Sollten Sie im Internet ein Verkaufsangebot von einem Unternehmen entdecken, das Sie nicht kennen, ist es empfehlenswert, vor Kontaktaufnahme eine Internetrecherche über dasselbe durchzuführen. Im schlimmsten Fall kommen Sie sehr schnell darauf, dass es bereits als betrügerisch bekannt ist oder keinerlei Bezug zu den angebotenen Waren hat.
  • Stellen Sie über den offiziellen Internet-Auftritt Kontakt mit den Unternehmen her, um in Erfahrung zu bringen, ob die Angebote echt sind (z.B. „www.unternehmensname.at“).
  • Erhalten Sie trotz eines angegebenen Unternehmensnamens eine E-Mail von einer Privatperson, spricht das dafür, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. In diesem Fall gilt es, vorsichtig zu sein und jeglichen Kontakt mit den Betrüger/innen abzubrechen.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Wenn auf Kleinanzeigenplattformen ein Unternehmen als Verkäufer aufscheint, die Korrespondenz jedoch mit einer private E-Mail-Adresse geführt wird, kann das ein Indiz dafür sein, dass Kriminelle am Werk sind. In diesem Fall ist Vorsicht geboten!

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die Meldung dieses Falles.)

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