Halloween naht, die Fake-Shops erscheinen
Halloween hat sich auch hierzulande längst zu einem relevanten Wirtschaftsfaktor entwickelt – und Kriminelle wollen mitschneiden. Sie bringen aktuell verstärkt Fake-Shops in Umlauf, die sich thematisch ganz dem bevorstehenden Fest widmen. Woran Sie die betrügerischen Portale erkennen, zeigt dieser Artikel.
So funktionieren die Halloween-Fake-Shops
Online-Betrüger:innen passen ihre Aktivitäten an den Kalender an. Kurz vor dem Sommer setzen sie vermehrt auf gefälschte Urlaubs-Portale oder Vignetten-Shops. Vor einigen Wochen hatten wegen des nahenden Oktoberfests Fake-Stores für Trachten Hochsaison. Und aktuell sind es eben die angeblichen Shops für Halloween-Kostüme, die verstärkt aufpoppen.
Allein diese Saisonalität macht die Fake-Portale so gefährlich, weil sie gezielt einen bestehenden Bedarf ausnutzen. Sie sehen auf den ersten Blick gut aus, verfügen teilweise über ein (gefälschtes!) Impressum und liefern den potenziellen Opfern genau das, was diese suchen: Günstige Halloween-Kostüme und rasche Lieferung.
Wer in derartigen Fake-Shops bestellt, schaut am Ende des Tages aber unter Garantie durch die Finger, die Ware wird nie geliefert. So steht man zu Halloween nicht nur ohne Kostüm da, sondern auch mit weniger Geld auf dem Konto.
Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit praktisch identischen Fake-Shops, die unter den Adressen halloween-manufaktur.de und halloweenwelt-manufaktur.de zu erreichen sind.
Woran Sie einen Fake Halloween-Shop sofort erkennen
Die Halloween-Fakeshops stellen keine sonderlich ausgeklügelte Variante der Betrugsmasche dar. Alle typischen Warnzeichen sind vorhanden. Wer weiß, wonach zu suchen ist, wird rasch fündig. Die wichtigsten Indizien:
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Preisgestaltung: Die Preise liegen – typisch für einen Fake-Shop – weit unter dem marktüblichen Niveau. So sollen Kund:innen auf die Website gelockt und zu einem Impulskauf gebracht werden.
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Registrierungsdatum: Die Domains der Shops (also die Internetadresse) wurde üblicherweise erst vor Kurzem registriert. Rechtzeitig zum bevorstehenden Ereignis. Seriöse Shops sind hingegen schon viel länger online. Im konkreten Fall ist das Registrierungsdatum von halloween-manufaktur.de der 13. September 2025.
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Impressum: Die Angaben im Impressum sind unvollständig und halten einer Überprüfung nicht stand. So ist zum Beispiel die UID-Nummer ungültig, das angebliche Unternehmen findet sich nicht an der angegebenen Adresse.
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KI-Fotos: Um den Eindruck eines realen Unternehmens zu erwecken, nutzen die Kriminellen KI-generierte Fotos der angeblichen Belegschaft. Die Fakes sind in der Regel einfach zu erkennen.
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Fake-Bewertungen: Mit hervorragenden User-Bewertungen versuchen die Kriminellen das Bild eines seriösen Onlineshops zu vermitteln. Tatsächlich gibt es diese Reviews nicht, sie sind frei erfunden.
Im Fake-Shop eingekauft? Das können Sie jetzt tun!
Wie gut es um die Chancen steht, in Fake-Shops ausgegebenes Geld wiederzubekommen, hängt von der gewählten Zahlungsart ab. Während die Erfolgsaussichten bei einer Direktüberweisung gering sind, besteht bei Kreditkarten- und PayPal/Klarna-Zahlungen noch Hoffnung.
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Haben Sie per Überweisung bezahlt, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank! Die Berater:innen wissen, ob eventuell noch etwas zu machen ist.
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Im Fall einer Kreditkartenzahlung kontaktieren Sie sofort den Betreiber und schildern Sie die Situation! Eventuell ist eine Sperre der Karte nötig.
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Wer via PayPal/Klarna und Co. bezahlt hat, sollte umgehend den Käufer:innenschutz in Anspruch nehmen.
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Achten Sie in den kommenden Wochen genau auf Ihr Konto! Sollten Sie eine verdächtige Bewegung feststellen, melden Sie diese sofort bei den zuständigen Stellen!
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Bleiben Sie wachsam! Die Kriminellen verfügen über Ihre Kontaktdaten und werden sehr wahrscheinlich versuchen, Sie mit einer anderen Betrugsmasche zu kontaktieren.