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Google Reward Promotion 2017 ist Betrug

Gepostet am 23.10.2017 von Watchlist Internet

In einer angeblichen Nachricht von Google behaupten Kriminelle, dass Empfänger/innen bei der Reward Promotion 2017 gewonnen haben. Für eine Auszahlung des Geldpreises sollen sie persönliche Daten bekannt geben und Vorschusszahlungen leisten. Das überwiesene Geld geht verloren, denn den in Aussicht gestellten Gewinn gibt es nicht.

Beim Scamming / Vorschussbetrug nehmen Kriminelle Kontakt mit ihren Opfern auf. Sie stellen ihnen einen hohen Gewinn in Aussicht und verlangen für die Auszahlung des Geldes die Bekanntgabe persönlicher Daten. Empfänger/innen, die der Aufforderung nachkommen, erfahren Gründe, weshalb sie vorab Geld an ihre Kontaktperson überweisen sollen. Bei den Gründen kann es sich beispielsweise um Notariatskosten, Steuern oder Bearbeitungsgebühren handeln. Zahlen vermeintliche Gewinner/innen die geforderte Summe, kommen weitere Forderungen auf sie zu. Die Zahlungsaufforderungen enden erst, wenn die Opfer erkennen, dass sie an Kriminelle geraten sind und deshalb keine weiteren Überweisungen mehr tätigen. Ab diesem Zeitpunkt tauchen die Betrüger/innen unter und sind nicht mehr erreichbar. Den Opfern bleibt ein Geldverlust. Darüber hinaus müssen sie davon ausgehen, dass die Täter/innen ihre persönlichen Daten für Verbrechen unter ihrem Namen nützen.

GOOGLE REWARD PROMOTION 2017

In einer E-Mail mit dem Betreff „GOOGLE REWARD PROMOTION 2017“ heißt es: „Attached is the Official Reward Letter for your Perusal.....Congratulations!!!“. Der Dateianhang trägt die Bezeichnung „Annualdraw %281%29.pdf“. Darin heißt es auf Englisch:

GOOGLE REWARD PROMOTION 2017

We wish to congratulate you on this note, for being part of our selected winners in our just concluded internal promotion draw this year, this promotion was set-up to encourage the active users of the Google search engine and the Google ancillary services.

Hence we do believe with your winning prize, you will continue to be an active patronage to the Google search engine and services. Google is now the biggest search engine worldwide and in an effort to make sure that it remains the most widely used search engine, we ran an online e -mail beta draw which your email address won Nine Hundred and Fifty Thousand Great British Pounds Sterling (£950,000.00 GBP) . We wish to formally announce to you that you have successfully passed the requirements, statutory obligations, verification and satisfactory report Test conducted for all online winners.

A winning cheque will be issued in your name by Google Reward Management for the sum of Nine Hundred and Fifty Thousand Great British Pounds Sterling (£950,000.00 GBP) and also a certificate of prize claims will be sent alongside.

You are advised to contact the assigned Google Program Administrator/Co-ordinator with the following details for your Reward Prize Claim.

Das PDF-Schreiben wirkt nicht seriös und professionell:


Die betrügerische Google Reward Promotion 2017-Gewinnzusage.

Bekanntgabe persönlicher Daten erforderlich

Mit dem betrügerischen Google-Schreiben fordern die kriminellen Absender/innen, dass Opfer ihnen ihren Namen, ihre Adresse, ihre Telefonnummer und weitere persönliche Informationen nennen. „ Kindly fill and send your Prize claim form to the claim officer via the email above. Google values your right to privacy! Your information is 100% secured and will be used exclusively for the purpose of this award only. The Prize Claim Form must be completed. The Google Payment Officer is entitled to refuse to process any payment, if the Prize Claim Form is incomplete. Congratulations“

Wie geht es weiter?

Empfänger/innen der Nachricht, die sich bei den Kriminellen melden, sollen eine Personalausweiskopie nachreichen, damit sie ihre wahre Identität bestätigen. Schließlich werden Gründe genannt, weshalb die vermeintlichen Gewinner/innen Geld ins Ausland überweisen sollen. Dabei kann es sich beispielsweise um Steuern, Vertragserrichtungsgebühren oder Anwaltskosten, handeln, die zu bezahlen sind. Die Zahlungsaufforderungen enden erst, wenn die Opfer erkennen, dass es keine Google Reward Promotion 2017 gibt. Was ihnen bleibt, ist ein Geldverlust.

Woran erkennen Sie den Vorschussbetrug?

Dass es die Google Reward Promotion 2017 nicht gibt, können Sie unter anderem anhand der nachfolgenden Punkte erkennen:

  • Als Absender der Nachricht scheint „Google“ auf. Die dazugehörige E-Mailadresse „fremde@musteradresse.com“ zeigt Ihnen jedoch an, dass die Angabe falsch ist.
  • Die in der PDF-Datei angeführte Website „google.annualreward.com/winners.html“ gehört nicht Google. Das zeigt Ihnen die Adressleiste des Browsers an: Sie hebt „annualreward.com“ hervor. Das bedeutet, dass die Website unter dieser Domain erreichbar ist.
  • Sie sollen persönliche Daten an unbekannte Absender/innen senden. Das ist grundsätzlich immer gefährlich, denn dadurch können Kriminelle einen Identitätsdiebstahl begehen.
  • Für einen vermeintlichen Gewinn sollen Sie vorab Geld überweisen. Das ist irritierend, denn grundsätzlich ließen sich allfällige Kosten von diesem abziehen.

Die Website google.annualreward.com/winners.html

Sie haben Geld überwiesen?

In diesem Fall erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei und besprechen Sie mit Ihr das weitere Vorgehen. Kontaktieren Sie Ihre Bank und klären Sie mit ihr ab, ob es vielleicht noch möglich ist, das bezahlte Geld zurück buchen zu lassen. Behalten Sie ihre Kontoauszüge im Blick. Stellen Sie fest, dass es nicht autorisierte Abbuchungen gibt, beeinspruchen Sie diese bei ihrer Bank.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Löschen Sie E-Mails, in denen Ihnen von Google ein vermeintlicher Gewinn versprochen wird. Bei dem Schreiben handelt sich um eine betrügerische Nachricht von Kriminellen, die unter dem Vorwand einer Gewinnauszahlung Geld von Ihnen fordern!

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einem Leser für die Meldung der Google Reward Promotion 2017.)

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