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Gefahren auf vipauktion.com

Gepostet am 12.11.2015 von Watchlist Internet

Die Auktionsplattform vipauktion.com wirbt mit Luxus- und Hightech-Produkten, die Bietende günstig ersteigern können. Mit jedem abgegebenen Gebot verdient das Unternehmen Geld. Letzten Endes besteht die Gefahr, dass Kund/innen für die vermeintlich günstige Ware einen hohen Preise bezahlen müssen.

Die Website vipauktion.com.

Die Website vipauktion.com wird von der Sophora Media Ltd mit Sitz in London, Großbritannien betrieben. Sie wirbt mit Auktionen für Luxus- und Hightech-Produkte. Damit Interessent/innen auf der Plattform mitbieten können, müssen sie sich ein Konto anlegen und sogenannte Bietpunkte kaufen.

Wie funktioniert die Auktion?

Die Plattform vipauktion.com kennt zwei Arten von Versteigerungen:

  • Das niedrigste Einzelgebot: Derjenige, der für ein Produkt das niedrigste Gebot legt, erhält den Zuschlag.
  • Express-Auktion: Mit einem Betätigen der Schaltfläche „Preis aufdecken“ können Kund/innen das Gebot für eine Ware um 40 Cent reduzieren. Das können sie solange wiederholen, bis der Preis ihren Vorstellungen entspricht und sie das Produkt kaufen wollen.

Im Unterschied zu anderen Auktionsplattformen zahlen Konsument/innen vipauktion.com einen Geldbetrag dafür, dass sie Gebote abgeben oder den Preis aufdecken dürfen. Die Bezahlung dafür erfolgt über den Kauf von Bietpunkten.

Mögliche Zusatzkosten

Sowohl bei dem niedrigsten Einzelgebot als auch bei der Express-Auktion können Kund/innen weit mehr für ein Produkt bezahlen, als das bei einem Einkauf im regulären Handel der Fall ist. Das ist dann der Fall, wenn es kein einziges niedriges Gebot gibt, das gewinnt, oder der Preis durch wiederholtes Aufdecken sehr stark reduziert werden soll.

Problematische Barauszahlung

In seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen hält vipauktion.com fest: „Möchte ein Nutzer sich den Gegenwert der auf VIPauktion erworbenen Bietpunkte ausbezahlen lassen, so fällt eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 4,5 % des zurückgezahlten Betrages, mindestens jedoch ein Betrag von 20 Euro an.“ Eine Konsumentin hat versucht, ihre Bietpunkte in Euro auszahlen zu lassen. Daraufhin hat ihr das Unternehmen mitgeteilt, dass sich ihre Bietpunkte in Premium Punkte umwandeln würden. Bei einem Erwerb von neuen Bietpunkten würden diese ebenfalls zu Bietpunkten werden. Letzten Endes war es der Konsumentin nicht möglich, eine Barauszahlung ihres vipauktion.com-Guthabens zu erreichen.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Nehmen Sie nicht an sogenannten Erlebnisauktionen teil, denn es besteht die Gefahr, dass Sie für ein Produkt wesentlich mehr bezahlen, als das im regulären Handel der Fall ist. Unabhängig davon gibt es zahlreiche Plattformen, die von Bietenden kein Geld dafür verlangen, Gebote abgeben zu dürfen.

(Die Watchlist Internet bedankt sich bei einer Leserin für die Meldung von vipauktion.com.)

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