Gefälschte WKO-Mails zu angeblichen Förderanträgen im Umlauf
„Sie sind berechtigt, eine staatliche Förderung zu erhalten." So oder so ähnlich lauten E-Mails, die Unternehmen derzeit im Namen der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) erreichen. In diesen Nachrichten wird behauptet, dass über enthaltene Links direkt ein Förderantrag gestellt werden kann. Achtung: Es handelt sich um einen Betrugsversuch! Diese E-Mails stammen von Kriminellen, die darauf abzielen, sensible Daten zu stehlen.
Wie sieht die Nachricht aus?
Auf den ersten Blick scheint die E-Mail von der WKO zu stammen. Sie ist professionell gestaltet und informiert die Empfänger:innen darüber, dass ihr Unternehmen berechtigt ist, eine staatliche Förderung zu erhalten. Diese kann angeblich über die in der E-Mail enthaltenen Links beantragt werden.
Abender: "WKO" <[email protected]>
Betreff: Staatliche Innovationsförderung für XXX Gesellschaft m.b.H. – Jetzt beantragen!
Wir informieren Sie, dass Ihr Unternehmen: XXX Gesellschaft m.b.H. als berechtigt erklärt wurde, folgende staatliche Förderung zu erhalten:
•Förderstelle: Wirtschaftskammer Österreich (WKO)
•Antragsnummer: 2…d8512a83bee
•Förderzweck: „Förderprogramm für betriebliche Innovation 2025“
So reichen Sie Ihren Antrag ein:
Um die Förderung zu beantragen und die Förderkriterien einzusehen, besuchen Sie bitte die Förderdatenbank der Wirtschaftskammer Österreich (WKO):
[LINK]
Zur einfachen Antragstellung können Sie auch direkt das folgende Antragsformular verwenden:
[LINK]
Weitere offizielle Informationen zu Förderungen erhalten Sie direkt auf der Webseite der Wirtschaftskammer Österreich:
[LINK]
Wichtiger Hinweis:
Diese Benachrichtigung erfolgt elektronisch gemäß dem österreichischen E-Government-Gesetz und den Förderbedingungen der Wirtschaftskammer Österreich. Gesetzliche Fristen beginnen ab dem Zeitpunkt Ihres ersten Zugriffs auf diese Benachrichtigung.
Dies ist eine automatisierte Benachrichtigung der Wirtschaftskammer Österreich. Sie können Ihre E-Mail-Adresse jederzeit aktualisieren oder entfernen, indem Sie folgendes Formular verwenden:
[LINK]
Wirtschaftskammer Österreich
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
Österreich
Bisher bekannte betrügerische Absenderadressen dieser E-Mail sind [email protected] und [email protected].
Wohin führen die Links?
Die Links in der E-Mail sehen zunächst seriös aus, leiten beim Anklicken jedoch im Hintergrund auf eine schadhafte Website weiter. Mit dieser Masche versuchen die Kriminellen offenbar, sensible Finanz- und persönliche Daten abzugreifen.
Woran kann man den Betrug erkennen?
-
Keine persönliche Anrede: Ist die Nachricht sehr allgemein gehalten und spricht Sie nicht mit Namen an? Dann könnte es sich um eine generische Betrugs-E-Mail handeln.
-
Absenderadresse prüfen: Kriminelle nutzen oft leicht abweichende E-Mail-Adressen. Prüfen Sie die Adresse daher genau. Echte WKO-Mails enden in der Regel mit @wko.at.
-
Nutzen Sie die Linkvorschau: Fahren Sie mit der Maus über einen Link, um die Linkvorschau zu aktivieren. So sehen Sie, wohin der Link tatsächlich führt. Weicht die angezeigte Adresse ab oder wird gar nicht erst angezeigt, klicken Sie besser nicht darauf.
-
Persönlich nachfragen: Wenn Sie unsicher sind, ob die Nachricht echt ist, wenden Sie sich persönlich an die WKO.
Ich habe meine Daten angegeben! Was kann ich tun?
-
Passwörter ändern: Ändern Sie umgehend alle Passwörter für sensible Konten.
-
Informieren Sie Ihre Bank: Setzen Sie Ihre Bank oder Ihren Kreditkartenanbieter über den Vorfall in Kenntnis, um unautorisierte Transaktionen zu verhindern.
-
IT-Sicherheit prüfen: Lassen Sie Ihr Gerät auf Schadsoftware überprüfen, falls Sie Links oder Anhänge geöffnet haben.
-
Vorsicht vor Phishing: Seien Sie in den nächsten Wochen besonders vorsichtig bei weiteren E-Mails oder Anrufen. Kriminelle könnten versuchen, weitere Daten abzugreifen.
-
Polizei einschalten: Erstatten Sie im Schadensfall Anzeige bei der Polizei.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.wko.at/warnungen/phishing-welle-wko-at